Liebe Leserin, Lieber Leser,
die hohen Preise für grünen Wasserstoff bleiben weiterhin ein großes Problem und wohl einer der gewichtigsten Gründe dafür, dass bis heute nur überschaubare Mengen des klimaneutralen Kraftstoffs hergestellt werden. Die überwiegende Menge an Wasserstoff wird weiterhin mit fossilen Energieträgern hergestellt. Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts wird grüner Wasserstoff wohl auch im Jahr 2030 noch etwa doppelt so teuer sein dürfte wie seine grauen Verwandten.
Mit den heutigen Rückgängen bei den Ölpreisen werden auch Hoffnungen darauf geringer, dass höhere Kosten für Fossile die Lücke vielleicht schließen könnte. Es bleibt also viel Geduld gefragt, bis (grüner) Wasserstoff endlich seinen großen Durchbruch in der Breite feiern könnte. Dennoch erkennen schon heute viele Investoren das Potenzial, darunter auch finanzstarke institutionelle Vertreter.
BlackRock setzt auf Plug Power
Das jüngste Beispiel dafür liefert Plug Power. Wie einer Börsenmitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist, erhöhte der Finanzinvestor Blackrock seinen Anteil an Plug Power auf nun 147 Millionen Anteilsscheine oder rund 10,5 Prozent. Dieser Schritt folgt auf Meldungen um neue Großaufträge und den im März angetretenen CEO Jose Lusi Crespo, welcher für die kommenden Jahre einen Weg in die Profitabilität vorgezeichnet hat.
Plug Power Aktie Chart
Das Engagement von Blackrock scheint Eindruck hinterlassen. Zusätzlich dazu zeigten die Märkte sich heute natürlich allgemein freundlicher. Die Plug Power-Aktie konnte an den hiesigen Handelsplätzen um 7,8 Prozent zulegen und ihren Kurs bis auf 2,32 Euro zum Handel am Mittag verbessern.
SFC Energy im Rüstungsboom
Die SFC Energy-Aktie musste sich derweil mit Aufschlägen von 5,2 Prozent zufriedengeben. Das reichte aber aus, um den Kurs an der Marke von 15 Euro kratzen zu lassen. Hohe Preise für grünen Wasserstoff spielen hier auch eine eher untergeordnete Rolle. Denn mit welcher Art Kraftstoff die Brennstoffzellen betrieben werden, das dürfte dem Anbieter wahrscheinlich recht egal sein.
Chancen erkennen die Märkte klar im Defense-Segment, wo SFC Energy in Zukunft deutlich mehr Geld verdienen möchte. Die Waffenruhe im Nahen Osten scheint im ersten Moment, dahingehende Hoffnungen etwas zu dämpfen. Allerdings gibt es noch keine dauerhafte Lösung und an der Notwendigkeit zum Aufrüsten in Europa sowie anderswo ändert sich wenig. Brennstoffzellen spielen im militärischen Segment ihre Vorteile voll auf. Denn einsatzbereit sind solche im Prinzip immer und überall, und das für gewöhnlich deutlich weniger auffällig als klassische Dieselgeneratoren.
Cavendish Hydrogen mit grünen Vorzeichen
Derart weitgehende Überlegungen scheinen an der Börse aber erst einmal in den Hintergrund zu rücken. Stattdessen herrscht kollektive Erleichterung über den Waffenstillstand in Nahost. Mit Ausnahme vielleicht von Aktien aus dem Ölsektor sorgt das für steigende Kurse allerorten. Auch die Aktie von Cavendish Hydrogen reiht sich ein mit Aufschlägen von gut sechs Prozent und einem neuen Versuch, die Marke bei 0,60 Euro zurückzuerobern.
Die große Hoffnung lautet momentan vor allem, dass die weltweite Konjunktur vielleicht weniger als befürchtet in Mitleidenschaft gezogen werden könne. Das wäre letztlich auch für Wasserstoff-Aktien eine sehr begrüßenswerte Neuigkeit. Denn auch wenn sich die Vorteile des alternativen Kraftstoffs durch die jüngste Energiekrise einmal mehr deutlich gezeigt haben, so dürften Unternehmen und Staaten sich mit Investitionen dennoch zurückhalten, wenn die Wirtschaft nicht rund läuft.
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