Liebe Leserin, Lieber Leser,
noch immer wird viel darüber gestritten, ob und in welcher Form der Einsatz von Wasserstoff denn wirklich sinnvoll sein mag. In Bayern muss sich Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Kritik von den Grünen gefallen lassen, welche in kaum abgerufenen Subventionen einen klaren Fall von Steuerverschwendung erkannt haben wollen. Auf Bundesebene wird derweil moniert, dass Planungen für H2-Ready-Gaskraftwerken Kosten in die Höhe treiben würden, ohne dass der Nutzen dazu in einem gesunden Verhältnis steht.
Solche Grundsatzfragen dürften wohl noch etwas länger diskutiert werden. Doch ganz unabhängig davon ist in den letzten Tagen und Wochen etwas in Bewegung zu kommen. Bei Wasserstoff sehen Anleger mittlerweile nicht mehr nur ein weit entferntes Wachstumsversprechen, sondern bedingt durch hohe Ölpreise, die wachsende Bedeutung bei KI-Rechenzentren und einige erfreuliche Zahlen auch wieder das Potenzial dafür, dass der Durchbruch vielleicht nicht mehr ganz so lange auf sich warten lassen wird.
ThyssenKrupp Nucera: Unterschätzt?
Die Aktie von ThyssenKrupp Nucera hat von der neuen Lust auf Wasserstoff bisher allerdings nur wenig mitbekommen. Dort gab es zwar zuletzt durchaus einige Schwankungen zu sehen, die auch schon mal in Richtung Norden deuteten. Am Montagmorgen landete der Titel aber bei sehr überschaubaren 8,06 Euro. Das sind rund neun Prozent weniger als zu Jahresbeginn und mit der Performance der meisten Branchenkollegen kann man da nicht mithalten. Vielleicht wird die Aktie zu Unrecht übergangen.
ThyssenKrupp Nucera AG & Co. KGaA Aktie Chart
Zu diesem Schluss kommen die Analysten der kanadischen Bank RBC, welche ihre Einschätzung auf „Outperform“ kürzlich bestätigen und gleichzeitig mit einem Kursziel von 15 Euro fast eine Kursverdopplung in Aussicht stellten. Die Argumentation für dieses positive Urteil ist bestechend einfach. Die Börsenprofis erkennen eine Auftragslage, welche weitaus besser ausfalle, als es die Märkte bislang antizipiert hätten. Nun müssten die Bullen sich auf dieses Narrativ nur noch einlassen.
SFC Energy korrigiert dezent
Das ist momentan aber alles andere als einfach. Denn der Fokus liegt eher auf Brennstoffzellen als auf Elektrolyseuren, was hierzulande die Aktie von SFC Energy klar in den Vordergrund rückte. Nach der jüngsten Rallye ging es dort am Montagmorgen aber erst einmal in den Korrekturmodus. Gewinnmitnahmen ließen den Kurs um 2,1 Prozent bis auf (immer noch ansehnliche) 17,60 Euro am Nachmittag zurückfallen.
Der Traum vom Durchbruch bei Rechenzentren lebt weiter, angetrieben durch entsprechende Vorgaben von US-Unternehmen wie Bloom Energy. Doch jeder Tag ohne Neuigkeiten in diese Richtung scheint Gewinnmitnahmen ein wenig zu provozieren. Darin zeigt sich letztlich auch, dass noch immer viel Nervosität im Sektor und auch in den Märkten insgesamt steckt.
Nel ASA: Zurück auf Anfang?
In Sachen Elektrolyseuren wurde es kürzlich ebenfalls durchaus aufregend. Nel ASA holte die Börsianer mit einer neuen Generation an Gerätschaften ab, durch welche die Investitions- und Betriebskosten deutlich sinken sollen. Vielleicht wäre grüner Wasserstoff dann ja auch eher als eine valide Option für Kraftwerke denkbar. Doch seit der Vorstellung hat sich nur wenig getan. Das lässt nicht wenige Anleger schon wieder die Flucht ergreifen. Nach einem kurzen Ausflug in Richtung 0,30 Euro standen heute Morgen noch 0,26 Euro auf dem Ticker. Dort lässt sich weiterhin eine ansehnliche Erholung erkennen, doch richtig aus dem Kurskeller hinaus findet Nel ohne bedeutende Fortschritte in den Auftragsbüchern ganz offensichtlich nicht.
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