Wasserstoff-Aktien: Weiter schwere Zeiten für Cavendish Hydrogen, Nel ASA ergeht es an der Börse nicht besser und Plug Power bleibt am Boden!

Wasserstofftankstellen in Deutschland scheinen weiter auf dem Rückzug zu sein, was für Unternehmen wie Cavendish Hydrogen alles andere als eine gute Nachricht ist.

Auf einen Blick:
  • Eine weitere Wasserstofftankstelle in Deutschland schließt ihre Pforten.
  • Das dürfte unter den Anlegern von Cavendish Hydrogen für Skepsis sorgen.
  • Auch bei Nel ASA und Konsorten bleibt neue Euphorie aus.

Liebe Leserin, Lieber Leser,

wer auf einen kraftvollen Ausbau der Infrastruktur für Wasserstoff-Mobilität in Deutschland hofft, der dürfte dieser Tage bitter enttäuscht werden. Denn statt dass neue Standorte entstehen, mehren sich Berichte über geschlossene Tankstellen. Wie der „WDR“ berichtet, trifft es nun die Westfalen AG. Jene betreibt seit rund zehn Jahren eine Wasserstofftankstelle in Münster-Amelsbüren, welche aber wohl nur von einer Handvoll Menschen auch tatsächlich genutzt wurde. Das Unternehmen lässt wissen, dass es sich seit jeher um ein Verlustgeschäft handelt.

Angestanden hätte eine teure Instandhaltung, welche sich schlicht nicht gelohnt hätte. Daher steht die Schließung an, womit die bisher einzige Tankstelle im Münsterland verschwindet. Zuvor schloss bereits eine Wasserstofftankstelle in Dortmund ihre Pforten und das Unternehmen H2 Mobility kündigte einen Rückwärtsgang an, um sich in Zukunft voll und ganz auf Wasserstofftankstellen für Lkw zu konzentrieren.

Platzen die Träume von Cavendish Hydrogen?

Problematisch ist das nicht nur für die betroffenen Nutzer, die nun lange Fahrtwege zum Tanken in Kauf nehmen müssen. Die Entwicklung dürfte auch ein Warnsignal für die Anteilseigner von Cavendish Hydrogen sein. Denn wenn immer mehr Standorte schließen, spricht das nicht eben für einen Nachfrageboom. Dabei sind die meisten, wenn nicht alle Betreiber von Wasserstoff weiterhin überzeugt. Sie klagen aber über fehlende Planungssicherheit und mangelnde Unterstützung durch die Politik.

Die Gründe, welche für den Rückzug sorgen, sind für Cavendish Hydrogen letztlich einerlei. Es bleibt aber momentan der Eindruck, dass der Betankungsspezialist in Europa einen schrumpfenden Markt bedient, und die Zahlen sehen schon jetzt nicht gerade umwerfend aus. Vor diesem Hintergrund ist es wohl auch nicht die größte Überraschung, dass es seit Jahresbeginn um rund zehn Prozent auf 0,57 Euro mit dem Aktienkurs abwärts ging.

Cavendish Hydrogen Aktie Chart

Nel ASA bisher ohne Durchbruch

Nel ASA hat die Abspaltung der Tochter Cavendish bisher wenig weitergeholfen. Die Norweger konzentrieren sich mittlerweile voll und ganz auf ihr Elektrolyseurgeschäft, können damit aber beim Auftragseingang ebenfalls nicht recht punkten. Im vierten Quartal konnte zwar ein Plus von 364 Prozent beim Auftragseingang auf 686 Millionen NOK oder umgerechnet 61,5 Millionen Euro gemeldet werden. Allerdings folgte dies auch auf ein extrem schwaches Quartal aus dem Vorjahr, was das Wachstum dezent verzerrt. Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2022 konnte noch ein Auftragseingang von 982 Millionen NOK gemeldet werden.

Gemindert hat sich seither der Backlog, und das nicht zu knapp. Daher fehlt es auch ein wenig an Anzeichen für ein großes Comeback. Der Irankrieg und die daraus resultierende Energiekrise bringen zwar in der Theorie Chancen mit sich. Ehe solche nicht in der Praxis ankommen, halten die Bullen sich aber weiterhin zurück. Der Aktienkurs gab zuletzt bis auf 0,187 Euro am Freitagmorgen nach.

Der neue Boden bei Plug Power?

Klarere Anzeichen für neues Wachstum konnte zuletzt Plug Power liefern. Dort gibt es sogar bereits einigermaßen glaubhafte Pläne, bis Ende 2028 die Gewinnzone zu erreichen. Dabei helfen soll ein stärkerer Fokus auf KI-Rechenzentren und der Irankrieg spielt auch eine gewisse Rolle. Die Aktie zeigt sich mittlerweile fester, scheint sich aber auf ihrem aktuellen Niveau festgebissen zu haben. Am Donnerstag ging es mit 2,25 US-Dollar aus dem Handel. Das sind gut 50 Prozent mehr als vor einem Jahr, aber auch über 90 Prozent weniger als zur Boomphase vor etwa fünf Jahren.

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