Liebe Leserin, Lieber Leser,
Wasserstoff-Aktien feiern dieser Tage eine kleine Renaissance und das Thema scheint sich immer mehr in den Vordergrund zu rücken. Vielleicht ist genau das der richtige Zeitpunkt, um auch bei der Wasserstoff-Mobilität wieder einen Schritt nach vorn zu wagen. Genau das scheint nun der US-Fahrzeugdienstleister Uber zu planen. Wie „Automobil Industrie“ berichtet, will jener in Paris wohl eine Flotte an Wasserstoff-Autos auf die Beine stellen. Rund 2.000 Fahrzeuge dieser Bauart sollen es innerhalb der kommenden fünf Jahre werden.
Um das Ganze in die Tat umzusetzen, investiert Uber einen nicht öffentlich kommunizierten Betrag in das französische Unternehmen HysetCo, welches seinerseits acht Wasserstofftankstellen in und um Paris betreibt. Damit scheint die passende Infrastruktur schon mal vorhanden zu sein. Gänzlich neu sind Wasserstoff-Autos für Uber nicht. In Berlin startete man im Jahr 2023 ein Projekt mit 200 Wasserstoffautos, die sich allem Anschein nach auch heute noch buchen lassen. Wie groß der Erfolg bislang gewesen sein mag, darüber gibt es keine neuen Erkenntnisse.
Die große Chance für Toyota?
Bekannt ist aber, dass Uber sich bei den Fahrzeugen auf den japanischen Autobauer Toyota verlassen wird, genauer auf den „Mirai“. Wohl nicht ohne Grund wählte man als Fahrzeugnamen den japanischen Begriff für „Zukunft“ (未来), denn auch in Toyota ist man sich bewusst darüber, dass Wasserstoff-Mobilität aktuell ein Schattendasein fristet. Daran werden 2.000 weitere Fahrzeuge wenig ändern. Optimisten könnten darin aber vielleicht einen möglichen Startschuss erkennen. Im Erfolgsfall könnte Uber das Ganze schließlich auch noch in andere Städte bringen.
Uber Aktie Chart
An der Börse sind derartige Zukunftsfantasien momentan aber nicht allzu beliebt. Die Uber-Aktie tut sich mit einer Erholung weiterhin schwer und im Falle von Toyota tröstet die Angelegenheit nicht über große Sorgen über Absätze in China sowie in den USA hinweg. Immerhin scheint der weltweit größte Autobauer aber davon zu profitieren, sich nicht zu sehr auf elektrische Vehikel eingelassen zu haben. Dadurch bedingt hat man, anders als viele Konkurrenten, derzeit nicht mit schwindelerregend hohen Abschreibungen zu kämpfen.
Bloom Energy gibt den Ton an
Die Musik spielt an der Börse jedoch an ganz anderer Stelle, wenn es um das Thema Wasserstoff geht. Als neue Chancen haben die Börsianer nicht etwas Wasserstoff-Autos erkannte, sondern viel mehr KI-Rechenzentren. Die Rechnung ist dabei relativ einfach. Strom ist knapp und der Ausbau der Netze hinkt den Ambitionen der Tech-Giganten eklatant hinterher. Gefragt sind daher dezentrale Lösungen, welche enorme Energiemengen bereitstellen können. Brennstoffzellen scheinen hier immer mehr das Mittel der Wahl zu sein.
Solche müssen zwar nicht zwingend mit Wasserstoff betrieben werden, sind aber eben dazu in der Lage. Dass es sich dabei um mehr als nur eine entfernte Träumerei handelt, stellte unlängst Bloom energy mit einem Auftrag im Gigawatt-Bereich von Oracle unter Beweis. Davon profitiert der Aktienkurs bis heute. Am Donnerstag konnte bei 241,60 US-Dollar ein frisches Allzeit-Hoch aus dem Hut gezaubert werden und heute deutet sich vorbörslich bereits an, dass dieses abermals übertroffen werden dürfte. Allein seit Jahresbeginn ging es um gut 170 Prozent in die Höhe. Da wirken vorsichtige Hoffnungen auf mehr Wasserstoff-Mobilität im Vergleich vernachlässigbar.
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