Liebe Leserin, Lieber Leser,
auch wenn Wasserstoff gegenüber fossilen Brennstoffen über allerlei Vorteile verfügt, so lassen sich auch einige Nachteile kaum leugnen. An dieser Stelle beschäftigen wir uns diesbezüglich vor allem mit ökonomischen Faktoren. Für manch anderen sind emotionale Dinge von größerer Bedeutung. Etwas das fehlende Motorengeräusch im Motorsport. Dass dadurch etwas verlorengeht, das weiß auch Toyota-Erbe und Aufsichtsratsmitglied Akio Toyoda.
Jener machte sich in Monaco daran, in einem Konzeptfahrzeug selbst zu demonstrieren, wie Wasserstoff-Verbrenner trotz Klimaneutralität das gewohnte Motorsport-Gefühl aufleben lassen können. Das Fahrzeug mit dem klangvollen Namen GR Yaris Rally2 H2 Concept verlässt sich nicht auf eine Brennstoffzelle, sondern setzt Wasserstoff über einen Verbrennungsprozess direkt um. Dadurch bleibt das Motorengeräusch erhalten, doch aus dem Auspuff kommt nichts als Wasserdampf.
Neue Hoffnungen treiben Bloom Energy an
Das ist technisch beeindruckend, doch ob sich auch die Akteure aus dem Rennzirkus haben überzeugen lassen, ist nicht überliefert. Toyota zeichnet bestenfalls ein entferntes Zukunftsszenario, aber noch keinen Pfad, um Wasserstoff endlich den Durchbruch in der Breite zu ermöglichen. Andererseits könnte der Rennsport einen wichtigen Hebel darstellen, um etwas in Bewegung zu bringen. Schließlich spielen auch beim Autokauf im Autohaus oftmals Emotionen eine gewichtigere Rolle als viele andere Dinge.
Für den Moment konzentrieren die Märkte sich aber auf (etwas) bodenständigere Themen. Dazu gehört unter anderem die Finanzierung von Wasserstoff-Unternehmen. Die gestaltet sich umso einfacher, je niedriger die Zinsen ausfallen. Gleichzeitig führen Zinssenkungen zu einer erhöhten Risikobereitschaft. Beides sind Faktoren, welche die Bloom Energy-Aktie gestern um 8,5 Prozent auf 155,17 US-Dollar in die Höhe trieben. Ein wenig spielte dabei aber auch die wieder bessere Stimmung im KI-Segment mit herein.
Alles einfacher für Plug Power?
Vielleicht noch wichtiger wären Zinssenkungen für Plug Power, wo dank hoher Schulden die Kapitalkosten immer wieder eines der bestimmenden Themen sind. Allerdings reichen eher vage Hoffnungen für eine waschechte Kursrallye dann doch nicht aus. Denn tatsächlich ist beim Thema Zinssenkungen nicht viel passiert. Im Prinzip hoffen die Märkte nur darauf, dass die US-Notenbank Fed davon zwei im Laufe des Jahres auf den Weg bringen wird. Wie üblich lässt man sich dort aber nicht recht in die Karten schauen.
Selbst wenn es dazu kommen sollte, würde es eher nicht verhindern, dass Plug Power in absehbarer Zeit die nächste Kapitalerhöhung durchführen muss. Diesbezüglich scheinen die Zeichen mittlerweile immerhin auf Durchbruch zu stehen. Es wird fest damit gerechnet, dass bei der dritten Abstimmung in einigen Tagen endlich die notwendige Mehrheit erreicht werden kann. Das wäre das geringstmögliche Anzeichen dafür, dass die Anteilseigner das Vertrauen noch nicht vollständig verloren haben.
Bloom Energy Aktie Chart
Und ewig lockt die Hoffnung
Die Ausgangslage im Wasserstoffsegment bleibt altgewohnt. Begrüßt werden Anleger mit vielen bunten Hoffnungen aus unterschiedlichen Segmenten, die leider nur selten auf einem festen Boden stehen. Das gilt bei Wasserstoff-Autos ebenso wie bei Absichtserklärungen von Regierungen oder eben Zinshoffnungen. Trotz zahlreicher Bedenken und auch gewisser Ängste können und wollen die Börsianer das Thema Wasserstoff aber noch immer nicht vollständig loslassen. Denn zu groß wären die potenziellen Erfolge, sollte hier und dort doch noch einmal der Knoten platzen. Wer dann schon frühzeitig im Spiel war, würde selbstredend zu den größten Gewinnern gehören.
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