Wasserstoff-Aktien: ThyssenKrupp Nucera senkt die Prognose, Plug Power will bei überlasteten Netzen aushelfen und Nel ASA erhält neuen Zuspruch!

Unerwartet hohe Kosten drücken auf die Prognose von ThyssenKrupp Nucera, doch anderswo keimen neue Hoffnungen auf.

Auf einen Blick:
  • ThyssenKrupp Nucera senkt die Prognose deutlich nach unten.
  • Die schwarze Null wird in diesem Geschäftsjahr wohl nicht erreicht werden.
  • Plug Power und Nel ASA punkten mit besseren Aussichten.

Liebe Leserin, Lieber Leser,

erst gestern beschäftigten wir uns damit, dass hohe Kosten größeren Erfolgen von Wasserstoff in der Breite noch im Wege stehen. Passend dazu teilte ThyssenKrupp Nucera nun mit, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr aufgrund unerwartet hoher Kosten in der Sparte für grünen Wasserstoff senken zu müssen. Dabei wurde schon zuvor nur im besten Fall eine schwarze Null in Aussicht gestellt.

Nun soll ein operativer Verlust von 30 bis 80 Millionen Euro bevorstehen, womit die vorherige Spanne nur im allerbesten Fall noch am unteren Ende angekratzt wird. Mit anderen Worten ist die Lage noch schwieriger, als bisher angenommen. Das sorgt für schlechte Stimmung an der Börse. Der Aktienkurs krachte heute zunächst um über zehn Prozent in die Tiefe, ehe er sich am Mittag bei 8,30 Euro einpendelte und die Verluste auf rund drei Prozent beschränkte.

ThyssenKrupp Nucera AG & Co. KGaA Aktie Chart

Plug Power bietet sich an

Was bei Nucera ein wenig fehlt, ist eine Perspektive für bessere Zeiten. An solchen bastelt derweil Plug Power. Das US-Unternehmen beteiligt sich laut Medienberichten an einer Notfallauktion des Netzbetreibers PJM Interconnection. Jene wurde durch die US-Regierung aufgrund des Stromhunger von Rechenzentren in die Wege geleitet, welcher die Netze schon heute an ihre Belastungsgrenzen, wenn nicht gar darüber hinaus bringt.

Plug Power rechnet sich nun nicht nur Chancen auf neue Aufträge aus. Der Konzern hätte auch die einmalige Chance, Wasserstoff als verlässlichen und steuerbaren Energieträger in modernen Netzen zu präsentieren. Das könnte ein potenzieller Gamechanger sein, und diese Vision wird an der Börse regelrecht gefeiert. Die Plug Power-Aktie konnte gestern um vier Prozent bis auf respektable 2,33 US-Dollar zulegen. Vor wenigen Wochen punktete der Konzern bereits mit überraschend guten Zahlen und einem freundlichen Ausblick.

Neue Hoffnung für Nel ASA?

Bei Nel ASA sind die Aussichten auf bessere Tage noch eher vage. Rückendeckung gibt es aber von den Analysten von Berenberg. Jene senkten zwar ihr Kursziel auf 2,30 norwegische Kronen (ca. 0,21 Euro) und blieben bei einer neutralen Haltung. Doch liegt das noch immer ein Stückchen über den letzten Schlusskursen.

Darüber hinaus sprechen die Analysten von möglichen Chancen im Geschäft mit PEM-Elektrolyseuren, wo Nel beträchtliche Fortschritte nachgesagt werden. Die Sichtbarkeit der Auftragslage sei an den Märkten zwar weiterhin mau. Doch insbesondere in Systemen der nächsten Generation werden Möglichkeiten erkannt, so der Markt die Technologie auch annehmen mag. Obschon die Börsenprofis sehr deutlich auf noch immer bestehende Risiken hinweisen, reagierte die Nel ASA-Aktie mit einem kleinen Luftsprung. Bis zum Mittwochmorgen ging es auf 0,22 Euro aufwärts. Es ist das erste Mal seit Monaten, dass die Linie bei 0,20 Euro wieder nach oben durchbrochen werden konnte. Das ist natürlich aus charttechnischer Sicht ein Ausrufezeichen.

Neue Gelegenheiten?

Trotz enormer Marktverwerfungen und auch einiger unangenehmer Neuigkeiten scheint das Sentiment bei Wasserstoff-Aktien sich aufzuhellen. Der Sektor wird von einigen Beobachtern schon als möglicher Profiteur einer sich heranbahnenden Energiekrise gehandelt. Enorme Preisschwankungen bei Öl und Gas sind schließlich kein schlechtes Argument für Wasserstoff. Begleitet wird dies von einem historischen Anstieg des Energiehungers aufgrund des KI-Booms. In die Zukunft blicken lässt sich zwar nicht. Ein Szenario, in dem Wasserstoff endgültig unverzichtbar werden könnte, rückt aber in die Grenzen des Vorstellbaren.

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