Liebe Leserin, Lieber Leser,
mit einem Teil der eigenen Investoren scheint Plug Power es sich ordentlich verscherzt zu haben. Das zeigt sich nicht nur anhand der bis zuletzt fehlenden Zustimmung für eine Erhöhung der maximalen Anteilsscheine. Auch andere Entwicklungen zeugen von einem eher schwierigen Verhältnis zur eigenen Anlegerschaft. Mit einer Sammelklage wird das Unternehmen aktuell aufgrund von Aussagen aus der Vergangenheit unter Beschuss genommen.
In den USA wird Plug Power angekreidet, bezüglich eines milliardenschweren Darlehens des US-Energieministeriums vielleicht nicht die ganze Wahrheit mitgeteilt zu haben. Ursprünglich war die Rede davon, dass es eine Kreditgarantie über 1,66 Milliarden US-Dollar gebe, womit der Bau neuer Wasserstoffanlagen gesichert sein solle. Allerdings bestehen Zweifel darüber, ob die Aussichten wirklich so verlässlich wie kommuniziert waren.
Das könnte teuer werden für Plug Power
Der Eindruck verbesserte sich nicht unbedingt, als im Oktober sowohl der Präsident als auch der CEO überraschend ihren Rückzug ankündigten. Daraufhin reagierte der Aktienkurs mit heftigen Abschlägen und als dann auch noch Aktivitäten im Zusammengang mit den eingangs erwähnten Krediten gestoppt wurden, wurde das nächste Warnsignal ausgelöst. Diverse Wasserstoffprojekte wurden anscheinend auf Eis gelegt.
Einige Aktionäre bemühen sich nun darum, Schadenersatz geltend zu machen. Dafür wird um weitere Teilnehmer geworben, die sich noch bis Anfang April melden können. Auch den Autor dieser Zeilen erreichte eine solche Aufforderung, obschon ich überhaupt keine Anteilsscheine von Plug Power (oder sonst irgendeinem Unternehmen) halte.
Plug Power Aktie Chart
Sollte die Sammelklage Erfolg haben, könnte es für Plug Power zu einem teuren Spaß werden. Wie teuer genau, das hängt nun auch davon ab, wie viele Anleger sich dem Ganzen anschließen mögen. An der Börse machten sich aber (mal wieder) Sorgen breit und die Plug Power-Aktie fiel am Mittwoch um 4,9 Prozent auf 1,95 Dollar zurück.
SFC Energy: Reicht es jetzt mal?
Zweifel machten sich bereits im vergangenen Jahr bei SFC Energy breit, nachdem das Unternehmen mit etwas enttäuschenden Zahlen auf sich aufmerksam machte. Das Management selbst musste sich zwischenzeitlich eingestehen, dass das Jahr 2025 als klare Enttäuschung verbucht werden muss. Darauf reagierten nun auch die Analysten der Deutschen Bank, welche das Kursziel von 20 auf 16,40 Euro senkten und die Einstufung auf „Hold“ beließen.
Das klingt nach keiner guten Nachricht. Ein kleiner Lichtblick ist aber, dass die Analysten mit dem neuen Kursziel noch eine klare Verbesserung gegenüber dem letzten Schlusskurs bei 13,70 Euro in Aussicht stellen. Damit wird mindestens impliziert, dass die Abverkäufe der letzten Monate eventuell etwas über das Ziel hinausgeschossen sein könnten.
Nel ASA geht weiter auf dem Zahnfleisch
Während das Vertrauen der Anleger bei Plug Power und SFC Energy etwas bröckelt, scheint es sich bei Nel ASA längst vaporisiert zu haben. Wie gehabt ist die Aktie in sehr niedrigen Gefilden und nur knapp oberhalb des Allzeit-Tiefs unterwegs. Immerhin konnte der Kurs sich in den letzten Tagen von 0,18 auf 0,19 Euro steigern. Doch das ändert nichts daran, dass der langfristige Abwärtstrend noch immer Bestand hat. Der lange Kampf um die Linie bei 0,20 Euro scheint endgültig verloren zu sein. Dringend benötigt werden neue Impulse, die bei den Anlegern wieder Hoffnung und Zuvertrauen wecken könnten. Zu sehen ist davon aber leider noch immer nicht viel.
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