Liebe Leserin, Lieber Leser,
Wasserstoff hat derzeit mit vielen Problemen zu kämpfen. Doch eines davon fällt besonders groß aus: die Kosten. Dass der potenziell klimaneutrale Kraftstoff nicht schon längst eine große Revolution losgetreten hat, liegt zu weiten Teilen daran, dass die Nutzung von fossilen Brennstoffen für Industriekonzerne schlicht viel günstiger ist. Den üblichen Verdächtigen ist es bisher nicht gelungen, daran etwas zu ändern. Vielleicht könnte ein Unternehmen helfen, das momentan zufällig auf etliche Milliardenaufträge blickt und damit finanziell so schnell kaum in Schieflage geraten kann.
Damit dienen kann Rheinmetall, wo gleichzeitig auch noch viel Knowhow in Bereichen wie Beschichtungsverfahren, Fügetechnik und Sonderlegierungen vorhanden ist. All das soll nun genutzt werden, um eine neue Elektrodentechnologie für die alkalische Wasserelektrolyse auf die Beine zu stellen. Darüber berichtet „Wallstreet Online“. Das Versprechen lautet, auf diesem Wege die Kosten für die Produktion von grünem Wasserstoff deutlich zu reduzieren. Eine erste Pilotanlage soll im Jahr 2027 an den Start gehen.
Rheinmetall als Gamechanger?
Gelingen soll das Vorhaben, indem bei den Anlagen vollständig auf teure Edelmetalle verzichtet wird, wie sie heute noch bei der Elektrolyse üblich sind. Projektleiter Dr. Karsten Lange vo der Rheinmetall-Tochter KS Gleitlager GmbH spricht von einer leistungsfähigeren und gleichzeitig effizienteren Wasserstoff-Zukunft. Das Ganze scheint das Potenzial zu haben, eine neue Ära einzuläuten. Dementsprechend wird das Ganze auch recht selbstbewusst unter dem Projektnamen „E²ngel“ geführt.
Welche Erfolge dem Ganzen nach Abschluss der Entwicklung beschert sein mögen, bleibt noch abzuwarten. Grundsätzlich ist es aber erfreulich, dass solche Fortschritte stattfinden. Ein Unternehmen wie Rheinmetall bringt zudem ein gewisses Gewicht mit. Dank der enormen Erfolge im Rüstungssegment, welche weiterhin den Aktienkurs beherrschen, wird der Konzern an der Börse anders behandelt als das nächste ambitionierte Startup im Segment.
Rheinmetall Aktie Chart
Nel ASA setzt auf Kostensenkungen
Niedrigere Kosten sollen auch bei Nel ASA in Zukunft für Besserung sorgen. Im Dezember verkündeten die Norweger eine finale Investitionsentscheidung zur Plattform „Next Generation Pressurized Alkaline“. Gefördert wird das Ganze durch den EU-Innovationsfonds mit bis zu 135 Millionen Euro. Nel wendet sich damit endgültig der druckbasierten Alkaliplattform zu, welche eine höhere Effizienz als ältere atmosphärische Elektrolyseure verspricht. Damit sollen die Herstellungskosten für Wasserstoff merklich sinken.
Dem angeschlagenen Aktienkurs hilft es leider nicht weiter. Ein weiteres Mal kann Nel ASA nur Zukunftsmusik spielen, von der viele Anleger langsam die Nase voll haben. Gefragt wären tatsächliche Aufträge und frische Umsätze. Solange davon nichts oder zu wenig zu sehen ist, bleibt der Aktienkurs im Keller gefangen. Auch im neuen Jahr bleibt der Weg über die Marke bei 0,20 Euro hinaus versperrt. Am Mittwochmorgen reichte es nur für müde 0,19 Euro.
Plug Power unter Feuer
Ohne bedeutende Fortschritte sehen die Analysten BMO Capital schwarz, wenn es um die Aktie von Plug Power geht. Dank einiger neuer Aufträge und steigenden Kapazitäten konnte der Papier im vergangenen Jahr eine eindrucksvolle Comeback-Rallye abfackeln. Den Experten scheint das aber noch immer nicht auszureichen. Letztlich wurde die Verkaufsempfehlung bestätigt und das Kursziel von müden 1,30 US-Dollar blieb unangetastet. Verglichen mit dem letzten Schlusskurs bei 2,39 Dollar ergibt sich da einiges an Abwärtpotenzial.
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