Liebe Leserin, Lieber Leser,
mit Spannung fieberten die Anleger von Plug Power der gestrigen außerordentlichen Hauptversammlung entgegen. Entschieden wurde dabei aber exakt nichts. Dabei schien es zunächst, als könnte das Management sich die Zustimmung für eine Satzungsänderung sowie eine Erhöhung der Maximalanzahl von Aktien einholen. 93 Prozent der abgegebenen Stimmen sprachen sich für Proposal 1 aus und immerhin 89 Prozent votierten für Proposal 2.
Das Problem an der Sache: auf diesem Wege konnte nur eine Zustimmung von 37 Prozent für Proposal 1 und 47 Prozent für Proposal 2 im Verhältnis zu allen ausstehenden Aktien eingesammelt werden. Aus diesem Grunde entschied sich Plug Power, die Hauptversammlung in den Februar zu verschieben. Bis dahin sollen nun die noch notwendigen Stimmen eingesammelt werden. Sollte dies nicht gelingen, gibt es auch bereits einen Notfall-Plan.
Plug Power: Kapitalerhöhung im Anflug
Proposal 1 soll auch dafür sorgen, dass Abstimmungen in Zukunft einfacher möglich sind. Geht das Ganze durch, wird Plug Power künftig nur noch die Mehrheit aller abgegebenen Stimmen für Kapitalerhöhungen benötigen. Ein Fall wie aktuell könnte dann gar nicht mehr entstehen. Proposal 2 hingegen soll die Anzahl der maximal ausgegebenen Aktien von derzeit 1,5 auf 3 Milliarden erhöhen. Es ist damit nicht weniger als die Vorbereitung für die nächste Kapitalerhöhung.
Die Abstimmung verrät bereits, wohin die Reise geht. Es wird nicht die letzte Kapitalerhöhung bei Plug Power sein. Betrieb und Expansion verschlingen viel Geld, und auf die eine oder andere Weise wird Plug Power den Kapitalmarkt anzapfen. Sollte Proposal 2 nicht genehmigt werden, soll ein Reverse Split durchgeführt werden, den sich das Management bereits im vergangenen Jahr absegnen ließ. Eine wirkliche Wahl haben die Anleger also nicht. Die Vertagung hinterlässt dennoch ein mulmiges Gefühl und die Plug Power-Aktie gab am Donnerstag um 4,5 Prozent auf 2,34 US-Dollar nach.
Plug Power Aktie Chart
Bloom Energy: Gefahr im Verzug?
Die Aktie von Bloom Energy erlebte sogar noch höhere Verluste. Um 5,4 Prozent sanken die Kurse gestern in die Tiefe, kamen allerdings auch von einem frischen Allzeit-Hoch. Da liegt die Vermutung nahe, dass wir es schlicht mit Gewinnmitnahmen zu tun haben. Etwas mehr Skepsis könne aber mit Blick auf den KI-Sektor entstehen. Denn dort führen teils schwache Wachstumszahlen, besonders bei Microsoft, zu wieder größeren Blasen-Ängsten.
Da Bloom Energy seine fulminante Rallye vor allem Aufträgen für KI-Rechenzentren zu verdanken hat, wäre jedes Nachlassen im KI-Segment eine schlechte Nachricht für den Brennstoffzellenexperten. Grund zur Panik besteht bislang noch nicht. Schließlich hagelt es nach wie vor Ankündigungen für weitere Ausbauabsichten seitens der Tech-Giganten. Doch der gestrige Kursrückgang zeigt mindestens, dass die Aktionäre von Bloom Energy die Entwicklung genau verfolgen und zuweilen vielleicht etwas nervös reagieren können.
Ballard Power braucht frischen Input
Das sind aber allemal angenehmere Probleme als bei Ballard Power. Dort hat die Freude über gute Neuigkeiten aus dem vergangenen Jahr merklich nachgelassen. Seit einigen Wochen schon steht der Aktienkurs unter Druck und aktuell kämpfen die Bullen noch um die letzte Unterstützung, ehe eine rapide Bewegung in Richtung 2 Dollar stattfinden könnte. Dabei geraten die Bullen unter Druck. Am Donnerstag ging es um 3,5 Prozent auf 2,49 Dollar abwärts und heute waren vorbörsliche Abschläge von 1,6 Prozent zu sehen. Materialisiert sich dies im regulären Handel, könnte vor dem Wochenende noch ein unschöner Durchbruch nach untern erfolgen.
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