Liebe Leserin, Lieber Leser,
Wasserstoff-Unternehmen haben immer mehr mit einem Vertrauensproblem zu kämpfen. Den Anlegern ist es nach diversen Rückschlägen, manch geplatzter Absichtserklärung und ausgebliebener Durchbrüche immer schwerer zu vermitteln, dass mit Wasserstoff in absehbarer Zukunft ein profitables Geschäft auf die Beine gestellt werden könnte. Noch sehr viel schwerer wird ein optimistischer Ausblick, wenn ein Unternehmen unter chronischen Liquiditätsengpässen leidet.
Genau das ist bei Plug Power der Fall und so scheint es erst einmal eine erfreuliche Nachricht zu sein, dass der Konzern sich nach einer kleinen Hängepartie doch noch das OK seiner Anleger für die nächste Kapitalerhöhung holen konnte. Damit dürfte zumindest der Fortbestand des Geschäftsbetriebs gesichert sein. Gleichwohl ist es für die Anleger auch mit einem gewissen Nachgeschmack verbunden, da neue Aktien natürlich Verwässerungseffekte mit sich bringen.
Plug Power im Visier
Als wäre das nicht schon genug, bekommt Plug Power es nun auch mit einer handfesten Klage von Anlegern zu tun. Gleich mehrere Sammelklagen werfen dem Wasserstoffkonzern vor, die eigenen Anleger in die Irre geführt zu haben. Im Kern geht es um Versprechen darüber, wie sicher die Aussicht auf das Erringen eines US-Staatskredits war.
Der Ausgang des Ganzen ist offen und an dieser Stelle soll nicht ansatzweise ein Urteil gefällt werden. Doch trotz des einen oder anderen Fortschritts muss in Sachen Plug Power festgehalten werden, dass die Unsicherheit noch immer hoch bleibt. Das steht einem spontanen Kursausbruch in die Höhe im Wege. Zuletzt folgte auf fast jeden guten Tag ein weniger erfreulicher Handelstag für Plug Power. Am Freitag gab der Kurs um 2,1 Prozent auf 1,87 US-Dollar nach. Nachbörslich ging es noch etwas weiter gen Süden.
Plug Power Aktie Chart
ThyssenKrupp Nucera: Bereit für den Turnaround?
Während bei Plug Power weiterhin viele Fragezeichen bestehen bleiben, scheinen die Aussichten für ThyssenKrupp Nucera wieder etwas besser zu werden. Zu diesem Schluss kommen zumindest die Analysten von mwb Research. Dort heißt es, dass der Rutsch in die Verlustzone im vergangenen Quartal zu erwarten gewesen sei. Der Auftragseingang bleibe zwar schwach. Langfristig erkennen die Experten dennoch interessante Chancen.
Die mittelfristige Schätzung wurde deutlich angehoben und stellt nun einen Umsatz von 791,1 Millionen Euro für 2028 bei steigenden Zahlen für Ebit und Ebitda vor. Auch die Börsianer haben sich von der Enttäuschung aus dem vergangenen Jahr wieder etwas erholt. Die Nucera-Aktie landete zum Wochenende bei 9,30 Euro und hielt damit das 52-Wochen-Tief bei 6,86 Euro sehr erfolgreich auf Abstand.
Nel ASA: Letzte Chance?
Sehr viel weniger Optimismus versprühen die Analysten, wenn es um Nel ASA geht. Vor einigen Jahren war das Papier noch ein kleiner Geheimtipp, der so manche Kaufempfehlung für sich verbuchen konnte. Mittlerweile gibt es laut „MarketScreener“ keine einzige Kaufempfehlung mehr. Dazu passt auch der Kurs, der nicht einmal die letzte Unterstützung bei 0,20 Euro halten konnte und seither mit Mühe und Not knapp über dem Allzeit-Tief vor sich hintänzelt.
Mehr noch als anderswo fehlt es bei Nel an der Aussicht, dass der Konzern in der Zukunft steigende Umsätze erzielen könnte, von Gewinnen ganz zu schweigen. Die Anleger werden bei den Zahlen in dieser Woche sehr genau hinsehen. Gelingt nicht wenigstens ein kleines positives Signal, dürfte die Aktie weiterhin durchgereicht werden.
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