Liebe Leserin, Lieber Leser,
es gibt ab und zu schon verrückte Zufälle. Dazu gehört für meine Wenigkeit aktuell, dass mit ReiCat ein Unternehmen aus meiner alten Heimat Gelnhausen Gasreinigungsanlagen für einen geplanten Elektrolyseur von EWE in Emden liefert, wo ich ebenfalls eine Weile residieren durfte. Sicher ist das für die Leserinnen und Leser eher uninteressant. Mitnehmen lässt sich aber, dass es beim 320-Megawatt-Projekt zumindest vorangeht, und davon ist in Sachen Wasserstoff leider nur zu selten etwas zu hören.
Mit Spannung erwartet wird heute an den Märkten vor allem, ob Plug Power ein wichtiger Fortschritt gelingen mag. Nachdem eine wichtige Abstimmung zur Erhöhung der maximal ausgegebenen Aktien beim ersten Mal scheiterte, steht nun erneut eine solche Abstimmung an. Gehofft wird im Unternehmen natürlich auf mehr Zustimmung, vor allem aber auf eine regere Teilnahme. Denn im ersten Wahlgang sprach sich durchaus eine überwältigende Mehrheit dafür aus, die Anzahl der Aktien von 1,5 Milliarden künftig auf maximal 3 Milliarden zu steigern. Es waren aber schlicht nicht genügen Anteilseigner anwesend, um das Ganze beschlussfähig zu machen.
Plug Power muss Federn lassen
Die Zuversicht hält sich nur Stunden vor der fraglichen Abstimmung auf Anlegerseite offenbar in Grenzen. Nachdem der Kurs gestern um 3,8 Prozent nachgab, rutschte er heute im vorbörslichen Handel zeitweise sogar unter die 2-Dollar-Linie. Das gab es schon seit September nicht mehr zu sehen, als neue Aufträge Plug Power eine beispiellose Erholung ermöglichten.
Plug Power Aktie Chart
Die Reserviertheit der Anleger ist aber nachzuvollziehen. Denn was auch immer bei der Abstimmung herauskommen mag: die Aktionäre werden eher nicht die Gewinner sein. Eine Kapitalerhöhung mag notwendig sein, sie wird aber auch den Wert bestehender Aktien verwässern. Sollte Plug Power sich nicht durchsetzen können, ist zudem ein Reverse Split geplant, um die aktuelle Beschränkungen elegant zu umgehen. Die Kapitalerhöhung kommt also so sicher wie das Amen in der Kirche.
Nel ASA: Absturz im Gange?
Immerhin kann die Plug Power-Aktie Erholungen aus dem Vorjahr noch zum Teil verteidigen. Das ist bei Nel ASA weiterhin nicht der Fall. Nach langem Kampf scheinen dort auch die letzten Unterstützungen zu bröckeln. Zuletzt rutschte das Papier auf 0,18 Euro zurück und notiert nur noch rund anderthalb Cent über dem Allzeit-Tief. Da helfen auch neue Förderungen des Bundes und Fortschritte in Emden nicht weiter. Die Börsianer verlangen endlich auch konkrete Aufträge, und das am besten nicht nur ein oder zweimal im Jahr.
ITM Power auf dünnem Eis
ITM Power blickt noch auf eine etwas bequemere Ausgangslage und diverse Auftragseingänge aus dem vergangenen Jahr sind noch nicht in Vergessenheit geraten. Doch zeigt sich auch hier, dass die Anleger in ruhigen Zeiten eher das Interesse verlieren. Der Kurs rutsche an den hiesigen Märkten zuletzt in Richtung 0,70 Euro zurück und verlor damit seit Oktober um rund 30 Prozent an Wert. Die auch psychologisch wichtige Marke dürfte der letzte Halt sein, ehe es rasant in Richtung 0,55 Euro gehen könnte. Jetzt wäre daher der optimale Zeitpunkt, um wieder für neue Zukunftsfantasien zu sorgen.
Davon gibt es im Wasserstoffsegment für den Geschmack der Anleger aber noch immer zu wenige. Wenngleich die Technologie noch immer viel Zuspruch erhält und die Chancen sich nicht negieren lassen, so dämpfen Kosten und die zaudernde Politik schlicht die Hoffnung darauf, dass in absehbarer Zeit ein Zustand erreicht ist, bei dem die Pure Player tatsächlich Gewinne vorweisen könnten.
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