Liebe Leserin, Lieber Leser,
es liegt in der Natur der Sache, dass Anleger bei Wasserstoff-Aktien noch immer viel mit Spekulationen und eher vagen Zukunftsaussichten arbeiten müssen. Denn der große Durchbruch ist bisher ausgeblieben und die Unternehmen aus dem Segment haben oft nicht viel mehr vorzuweisen, als bunte Wachstumsversprechen. Es braucht einiges an Mut zum Risiko, um sich darauf richtig einlassen zu können. Beruhigend wirkt es da, wenn es zumindest keinen Grund für handfeste Zweifel gibt.
Einen solchen lieferte der Handelsriese Walmart nun aber für Plug Power ab, wie den Analysten von BMO Capital aufgefallen ist. Grundsätzlich ist es erfreulich, dass der US-Einzelhandelsgigant mit dem Wasserstoffunternehmen gemeinsame Sache macht. Doch anscheinend sind die Verantwortlichen nicht hundertprozentig davon überzeugt, es mit einem gesunden und zukunftsfähigen Partner zu tun zu haben.
Walmart sichert sich ab, Plug Power gibt nach
Ansonsten hätte Walmart es wohl kaum für nötig befunden, eine sogenannte „Release Event License“ ins Leben zu rufen. Jene erlaubt es dem Unternehmen einfach ausgedrückt, sich bei einer möglichen Notlage von Plug Power nach einem anderen Lieferanten von Brennstoffzellen umzusehen. Ob Walmart etwas weiß, was Anlegern bisher verborgen geblieben ist, darüber lässt sich nur mutmaßen.
Bei BMO Capital wird das Ganze aber klar als Zeichen der Schwäche interpretiert und es reicht aus, um der Plug Power-Aktie eine klare Verkaufsempfehlung auszusprechen. Nachdem der Titel sich kürzlich erst wieder über die 2-Dollar-Marke kämpfen konnte, macht sich nun wieder Verunsicherung breit. Der Aktienkurs gab am Mittwoch um 4,8 Prozent bis auf 2,28 US-Dollar nach.
Plug Power Aktie Chart
Nel ASA gelingt kein Ausbruch
Erfreulicher sind da schon die Absichten von Nel ASA, sich in Zukunft mit effizienteren und damit potenziell lukrativeren Technologien zur Produktion von Wasserstoff zu beschäftigen. Damit beschäftigten wir uns bereits in der gestrigen Ausgabe. Leider hinterlässt das Ganze aber so gar keinen Eindruck an der Börse. Der Aktienkurs dümpelt wie gewohnt unterhalb der ehemaligen Unterstützung bei 0,20 Euro und damit in direkter Nähe zum Allzeit-Tief bei 0,17 Euro vor sich hin.
Unsicherheiten kann auch Nel ASA einfach nicht abstreifen. Es fehlt an Aufträgen und an Aussichten darauf, wie Wasserstoff für große Abnehmer schmackhafter gemacht werden könnte. Dass US-Präsident Donald Trump angeblich an noch deutlich niedrigeren Ölpreisen bastelt, würde eher zum Gegenteil führen. Denn je niedriger die Ölpreise ausfallen, desto uninteressanter wird Wasserstoff aus rein ökonomischer Sicht. Für Nel könnten weitere Preisrückgänge beim schwarzen Gold, so dieser Namen noch angebracht ist, für eine Fortsetzung der Auftragsflaute sorgen.
ITM Power lässt nach
Gerade in schwierigen Zeiten scheint es, als seien keine Neuigkeiten bereits gute Neuigkeiten. Das ist an der Börse nicht selten der Fall. Auf Wasserstoff-Aktien lässt sich diese Weisheit allerdings nicht anwenden. Das stellt dieser Tage ITM Power unter Beweis. Im letzten Jahr konnte das Unternehmen den eigenen Aktienkurs dank einer Reihe von neuen Aufträgen und höherer Prognosen noch in Richtung Norden treiben. Nun gab es in den letzten vier Wochen keine nennenswerten Neuigkeiten zu hören. Das Ergebnis ist ein Kurs, der auf Monatssicht um 4,7 Prozent auf 0,74 Euro nachgab. Der Start ins neue Jahr ist also nicht unbedingt erfolgreich verlaufen.
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