Wasserstoff-Aktien: Plug Power meldet Meilenstein in Europa, Bloom Energy schwankt munter hin und her und SFC Energy zeigt sich etwas fester!

Plug Power wurde zuletzt vor allem von negativen Schlagzeilen heimgesucht, kann nun aber mit einem Fortschritt in den Niederlanden dienen und die Wogen etwas glätten.

Auf einen Blick:
  • Plug Power befüllt erstmals eine 32 km lange Wasserstoff-Pipeline in Rotterdam.
  • Bei Bloom Energy erhöht sich die Spannung vor den Zahlen.
  • SFC Energy erhält wenigstens etwas Zuspruch von Analysten.

Liebe Leserin, Lieber Leser,

die letzten Tage waren nicht leicht für Plug Power. Die Verschiebung der außerordentlichen Hauptversammlung aufgrund fehlender Mehrheiten für die nächste Kapitalerhöhung rückten wieder Zweifel an der Liquidität in den Mittelpunkt. Das führte den Aktienkurs in hohem Tempo in die Tiefe und wieder in die Nähe der Marke von 2 US-Dollar. Die Angelegenheit verfolgt das Unternehmen weiterhin, doch kürzlich konnten erst einmal erfreuliche Neuigkeiten vermeldet werden.

Wie die „IT-Times“ berichtet, hat Plug Power in Rotterdam erstmals eine 32 km lange Wasserstoff-Pipeline befüllt, welche die dortigen Häfen mit diversen Industriebetrieben verbindet. Geplant ist vor Ort, Wasserstoff-Importe in ein noch in der Entstehung befindliches, pan-europäisches Wasserstoffnetz einzuspeisen. Plug Power lieferte nun den Beweis dafür, dass dies grundsätzlich funktioniert. Sollte der US-Konzern sich langfristige Lieferaufträge sichern können, wäre es wahrscheinlich schon als historisch zu betrachten. Bisher tritt der US-Konzern lediglich als als Technologieanbieter in Erscheinung.

SFC Energy: Luft nach oben?

Dennoch zeigen die Anleger sich erfreut über die Fortschritte und der Abwärtstrend der letzten Tage konnte am Dienstag zunächst gestoppt werden. Der Kurs legte wieder um 2,4 Prozent zu und landete bei noch einigermaßen ansehnlichen 2,13 Dollar. Damit zeichnet die Plug Power-Aktie im Jahreschart weiterhin ein positives Bild.

Plug Power Aktie Chart

Das lässt sich von SFC Energy leider nicht behaupten. Dort sorgten maue Prognosen im vergangenen Jahr für eine nachhaltige Welle der Enttäuschung und der Kurs erreichte im Herbst bereits neue Tiefstände. Im neuen Jahr zeigen die Anteilseigner sich wieder etwas versöhnlicher. Das mag auch an den Analysten der Deutschen Bank liegen. Es reicht dort zwar weiterhin nur für eine neutrale Empfehlung und das Kursziel wurde von 20 auf 16,40 Euro gestutzt. Das ist aber noch immer ein gutes Stück mehr  als die 13,76 Euro, die heute Vormittag zu sehen waren.

Besondere Aufmerksamkeit werden die nächsten Zahlen von SFC Energy erhalten, welche für den 24. Februar erwartet werden. Dann wird sich zeigen, ob hinter Neuigkeiten zu weiteren Kooperationen auch entsprechende Zahlen stecken und die Prognose vielleicht wieder etwas höher geschraubt werden kann. Das wäre wahrscheinlich die Voraussetzung, um aus einer vorsichtigen Gegenbewegung einen waschechten Turnaround werden zu lassen.

Bloom Energy legt vor

Zuvor wird Bloom Energy bereits seine Bücher für die Anteilseigner öffnen. Bereits am morgigen Donnerstag steht der entsprechende Termin an und das Interesse fällt wahrscheinlich sogar noch höher aus. Durch die Beteiligung an diversen KI-Rechenzentren konnte Bloom Energy in den letzten Monaten höhere Kursgewinne als jede andere Aktie aus dem Segment bewerkstelligen. Der Titel bleibt gefragt und konnte gestern um 8,2 Prozent auf 168,89 Dollar zulegen.

Allerdings stellen die Märkte durchaus auch Erwartungen an Bloom Energy. Das gilt insbesondere mit Blick auf einen Deal mit AEP, der vor rund einem Monat angekündigt wurde. Jener sieht ein Volumen von bis zu 900 Megawatt vor, was bis zu 2,65 Milliarden Dollar in Bloom Energys Kassen spülen könnte. Offen ist aber noch die Frage, ob und wie das vergleichsweise kleine Unternehmen diesen Großauftrag bewerkstelligt bekommen möchte. Können den Anlegern dazu morgen überzeugende Informationen geliefert werden, so würde dem nächsten Kurssprung wahrscheinlich kaum etwas im Wege stehen. Immer unter der Voraussetzung, dass auch die Zahlen an sich nicht enttäuschen.

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