Liebe Leserin, Lieber Leser,
die Märkte müssen die jüngsten geopolitischen Eskalationen noch immer verdauen und gute Stimmung will weiterhin nicht aufkommen. Da ist es fast schon eine frohe Botschaft, dass Wasserstoff-Aktien sich einigermaßen stabil präsentieren. Höhenflüge sind nach wie vor selten, doch auch neuerliche Abstürze gab es nicht unbedingt zu sehen. Wenngleich rote Vorzeichen weit verbreitet sind, haben die Anteilseigner bei den meisten Titeln auch schon schlimmere Tage erlebt.
Dabei ist es nicht so, als wäre die Branche bei möglichen Zöllen ausgeklammert. Doch haben die Anleger noch ganz andere Sorgen, die weitaus schwerer wiegen. Um es etwas überspitzt auszudrücken: neue Aufträge mit saftigen Zöllen wären den meisten Investoren wohl noch immer lieber aus ausbleibende Zölle und keine Neuaufträge. Wo nichts bestellt wird, fallen am Ende des Tages auch keine Zölle an.
Plug Power: Nicht mehr lange
Neue Order wären jedoch von enormer Wichtigkeit, um die teils katastrophalen Bilanzen der Wasserstoff-Player endlich ein wenig aufzuhübschen. Bei Plug Power liegt der jüngst Auftragseingang nun schon einige Wochen zurück. Sorgen um die Liquidität werden dadurch nicht kleiner. Lösen will das Unternehmen selbst diese Problematik (mal wieder) mit der Ausgabe neuer Aktien. Die Anleger fiebern aktuell einer außerordentlichen Hauptversammlung entgegen, welche am 29. Januar über genau diese Frage entscheiden soll.
Ehrlicherweise sind im Vorfeld kaum positive Nachrichten abzusehen. Stimmen die Anleger zu, wäre die nächste Kapitalerhöhung schon fast programmiert; inklusive einer damit verbundenen Verwässerung. Verweigern die Anteilseigner Plug Power die Zustimmung, würde das Fragezeichen über die Finanzierung des Unternehmens sehr viel größer werden. Dass in den nächsten Tagen eine spontane Milliardenorder dieses Dilemma auflösen mag, darauf sollten Anleger sich eher nicht verlassen. Angesichts dieser Ausgangslage schlägt die Plug Power-Aktie sich wacker. Am Dienstag ging es „nur“ um 2,1 Prozent auf 2,31 US-Dollar abwärts.
Plug Power Aktie Chart
Lebendige Fantasie bei Bloom Energy
Wie ein Kurs aussehen kann, wenn die Zukunft noch mit Hoffnungen verbunden ist, das zeigt weiterhin Bloom Energy. Ein milliardenschwerer Auftrag für de Lieferung von Brennstoffzellen an AEP ließ die Aussichten auf hervorragende Geschäfte im KI-Segment kürzlich wieder aufleben. Davon zehrt die Aktie weiterhin. Unbeeindruckt vom aktuellen Marktgeschehen ging es am Dienstag um 1,5 Prozent auf 151,75 Dollar in die Höhe.
Zölle und dergleichen spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig für die Anleger ist erst einmal nur, dass die Nachfrage stimmt und damit Chancen für weitere massive Auftragseingänge erkennbar sind. Wenngleich Zweifel an der KI-Blase durchaus noch ihre Berechtigung haben, so hat Bloom Energy nach heutigem Stand doch weit mehr in der Hand als die meisten anderen Konzerne aus dem Wasserstoff-Bereich.
ThyssenKrupp Nucera wird in die Tiefe gezogen
Gegenteilige Entwicklungen gibt es momentan in Deutschland zu sehen. Dort hat man sich für den Wasserstoff-Ausbau hohe Ziele gesetzt. Jene werden nach neuesten Erhebungen der Uni Köln aber mit enorm hoher Wahrscheinlichkeit verfehlt werden. Im Saarland streitet die Politik sich darum, warum gleich drei Standorte beerdigt wurden, ohne Lösungen zu finden. Die Zukunft für den hiesigen Wasserstoffmarkt scheint düsterer zu werden. Heimische Anbieter wie ThyssenKrupp Nucera geraten da immer mehr unter Druck. Insbesondere, nachdem die letzten Zahlen einen herben Einbruch bei Auftragseingängen aus dem Wasserstoff-Segment zeigten und einzig das Chlor-Alkali-Segment noch Wachstum beisteuern konnte. Schwindende Hoffnungen auf neue Durchbrüche ließen den Aktienkurs in den letzten fünf tagen um 7,8 Prozent bis auf 8,43 Euro am Mittwochnachmittag sinken.
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