Liebe Leserin, Lieber Leser,
Wasserstoff-Aktien werden von vielen Anlegern noch immer etwas stiefmütterlich behandelt. Das hat fraglos mit den nicht zu verleugnenden Risiken zu tun. Es hilft oft aber auch nicht weiter, dass die Unternehmen sich nicht unbedingt transparent zeigen und über die weitere Entwicklung in vielen Fällen nur gemutmaßt werden kann.
Plug Power schickt sich an, daran etwas zu ändern. wie das Unternehmen am vergangenen Freitag auf der eigenen Webseite mitteilen ließ, wird sich der noch recht frische CEO Jose Luis Crespo am 16. April einer Frage-Antwort-Runde stellen. Die findet nicht etwa in irgendwelchen Hinterzimmern statt, sondern in Form eines AMA („Ask Me Anything“) bei Reddit. Teilnehmen kann daran im Printip jeder, der über einen Reddit-Account verfügt. Anleger haben also die Möglichkeit, ihre Fragen direkt zu stellen. Eine Garantie für eine Antwort gibt es zwar nicht. Dennoch ist eine derart direkte Kommunikation selten.
Plug Power: Rückenwind aus Kanada
Vermuten lässt sich auch, dass Plug Power sich auf das Ganze nur einlässt, weil ein gewisses Selbstbewusstsein vorhanden ist. Mit dafür verantwortlich könnte ein frischer Auftrag sein, über welchen „The Motley Fool“ berichtete. Demzufolge soll Plug Power eine 275-Megawatt-Elektrolyseur-Anlage für eine Wasserstoffanlage in Quebec liefern. Finanzielle Details sind keine bekannt. Lohnen dürfte es sich aber allemal und es zeigt sich erneut das generelle Interesse an den Diensten von Plug.
Den Anlegern bereiteten solche Meldungen sichtlich Freude. Die Plug Power-Aktie startete am Ostermontag stark in die neue Woche. Der Kurs kletterte um 11,6 Prozent bis auf 2,69 US-Dollar und schon zuvor entwickelte der Titel sich nicht gerade schlecht. Verbuchen lassen sich im Monatsvergleich Aufschläge von rund 26 Prozent. und es werden die höchsten Kurse seit dem vergangenen Herbst markiert.
Plug Power Aktie Chart
Nel ASA: Na, zoll!
Weniger erfreulich gestaltet sich die Ausgangslage bei Nel ASA. Dort fehlt es den Anteilseignern noch immer an einer einigermaßen glaubwürdigen Aussicht in höhere Umsatzregionen. Gleichzeitig lasten neuerliche Zollängste auf dem Titel. Die USA kündigten vor Kurzem Untersuchungen gegen diverse Handelspartner an, darunter auch die EU. Schon jetzt leidet Nel unter Importzöllen von 15 Prozent und es könnte noch unschöner werden.
Da Nel ASA auch in den USA Anlagen besitzt, könnten neue und alte Zölle die ohnehin defizitären Geschäfte noch weiter belasten. Dem gegenüber stehen eher überschaubare Hoffnungen auf einen Turnaround. Die aktuelle Energiekrise spielt Wasserstoff zwar in der Theorie in die Hände. In der Praxis ist aber noch zu wenig angekommen. Statt über mehr Unabhängigkeit und Wasserstoff-Initiativen diskutiert man in der Politik lieber über Übergewinnsteuern bei Ölkonzernen und Preisdeckel an der Zapfsäule. Für die Nel ASA-Aktie ist da wenig zu holen und die Aktie bleibt aktuell mit 0,19 Euro auf niedrigem Niveau.
Ballard Power reibt sich die Hände
Irgendwo in der Mitte reiht sich Ballard Power ein. Der kanadische Konzern hat seine weitere Strategie grundsätzlich überarbeitet. Im Fokus stehen nun unter anderem Wasserstoff-Busse. Dort erwarten Experten für die kommenden Jahre einen enormen Anstieg. Von 5,32 Milliarden Dollar aus dem vergangenen Jahr soll der Markt bis 2034 auf sagenhafte 180,15 Milliarden Dollar anwachsen. Sollte diese Prognose zutreffen, wären die Brennstoffzellen von Ballard Power freilich schwer gefragt. Die Aktie zeigte sich am Montag um zwei Prozent fester und sie ging mit 2,53 Euro aus den Ostertagen heraus.
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