Liebe Leserin, Lieber Leser,
das neue Jahr begann mit einem politischen Beben, welches natürlich auch an der Börse seine Spuren hinterließ. Die Intervention der USA in Venezuela mitsamt der Entführung des Machthabers Maduro und Versprechen von Donald Trump über milliardenschwere Investitionen in die Ölförderung in dem angegriffenen Land lenken die Blicke vor allem auf den Energiesektor. Für Wasserstoff-Aktien scheint das im ersten Moment nicht die beste Nachricht zu sein.
Denn das Ganze geschieht in einer Phase, in der der Ölpreis ohnehin am Boden liegt. Wird die Förderung nun auch noch ausgeweitet, würden die Preise weiter nachgeben. Dadurch wiederum würde der ohnehin schon teuere Wasserstoff noch unattraktiver werden. Wenige Wochen zuvor stoppten die USA auch noch diverse Offshore-Projekte und verpassten den erneuerbaren Energien, der Grundlage von grünem Wasserstoff, damit einen weiteren Schlag.
Plug Power zieht es in die Höhe
Wie genau die Dinge sich entwickeln mögen, bleibt noch offen. Die Börsianer zeigen sich weitgehend unbeeindruckt von den möglichen Konsequenzen. Die Aktie von Plug Power zog es am Montag sogar deutlich in Richtung Norden, vermutlich inspiriert von einem allgemeinen Trend im Energiesektor. Der Titel konnte sich um 6,3 Prozent bis auf 2,37 US-Dollar erholen. Vielleicht macht sich dabei auch bemerkbar, dass die US-Doktrin „Drill, baby, drill“ international kaum jemanden beeindruckt.
Plug Power Aktie Chart
So sehr sich Trumps MAGA-Bewegung auch dagegen wehren mag: aus rein ökonomischer Sicht ist der Siegeszug von Wind und Sonne nicht aufzuhalten. Wasserstoff kommt dabei eine wichtige Rolle als Energiespeicher zu. Die Vereinigten Staaten mögen sich all dem verweigern. Doch Plug Power macht seine Geschäfte längst international und konnte kürzlich erst eine Auslieferung eines Elektrolyseurs nach Namibia melden.
Neue Chancen für ThyssenKrupp Nucera?
Schon allein aufgrund fehlender Ölvorkommen kann es Europa sich ohnehin nicht leisten, den Ausbau von Erneuerbaren schleifen zu lassen. Daher steht das Thema auf dem hiesigen Kontinent auch weiterhin hoch im Kurs. Ende Januar lädt die Bundesregierung zum mittlerweile dritten internationalen Nordseegipfel ein, bei dem Vertreter aus ganz Europa sowie der Nato eingeladen ist. Ziel des Ganzen ist es, den Ausbau auf der Nordsee voranzutreiben und dabei auch Fortschritte beim Thema Wasserstoff in die Wege zu leiten.
Im besten Fall könnten sich dadurch neue Chancen für heimische Unternehmen wie ThyssenKrupp Nucera ergeben. Im vergangenen Jahr schwächelte dort das Wasserstoffgeschäft schwer, was beim Aktienkurs nicht unbemerkt blieb. Doch die zunehmenden Verschiebungen in der Weltpolitik rufen zum Handeln auf und vielleicht platzt 2026 endlich der Knoten.
SFC Energy auf dem Sprung
Folgen haben die Taten und Worte der Amerikaner auch im Verteidigungsbereich. Insbesondere Drohungen der USA, sich Grönland einverleiben zu wollen, werden in Europa mit großer Sorge gesehen. Im Ernstfall könnte an einem entsprechenden Vorgehen sogar die Nato zerschellen. Damit verbundene Szenarien rücken Rüstungsaktien wieder in den Fokus, denn auch unabhängig von der Ukraine muss Europa an seiner Verteidigungsfähigkeit arbeiten. Zu den Profiteuren dieser Entwicklung gehört auch der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy. Denn dessen Gerätschaften kommen gerne genau dort zum Einsatz, wo ansonsten keine Energieversorgung zur Verfügung steht. Und das ganz ohne Öl oder Gas. Die Aktie konnte sich seit Jahresbeginn um rund sieben Prozent bis auf 13,14 Euro am Dienstagnachmittag erholen.
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