Liebe Leserin, Lieber Leser,
am Wochenende sorgten Meldungen über Oracle noch für einen gewaltigen Schock an den Märkten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg wollte in Erfahrung gebracht haben, dass das Unternehmen den Ausbau eines KI-Rechenzentrums in Abilene gestoppt habe, um Kosten einzusparen. Daraus resultierten Spekulationen darüber, ob das Unternehmen sich nicht doch vielleicht etwas verhoben haben könnte. Ferner wurden auch Ängste darüber angeheizt, dass die KI-Blase doch noch zum Platzen kommen könnte.
Das Thema zog weite Kreise, allerdings widersprach Oracle dem Ganzen am Montag auf dem Kurznachrichtendienst „X“ mit aller Vehemenz. Die Berichterstattung über das Rechenzentrum sei „falsch und inkorrekt“ heißt es dort. Man arbeite weiter mir Crusoe zusammen und auch die Partnerschaft mit OpenAI wurde bekräftigt. Letzteres habe Kapazitäten von 4,5 Gigawatt geleast. Zwei Gebäude in Abilene seien zudem bereits vollständig operativ einsetzbar und der Rest des Standorts sei im Zeitplan.
Bloom Energy: Schreck lass nach
Mit dieser Meldung konnte Oracle den eigenen Aktienkurs etwas stützen, allerdings ohne daraus echte neue Signale schaffen zu können. Weitaus mehr geholfen hat das Ganze dem (nicht erwähnten) Partner Bloom Energy. Der soll Oracle mit Brennstoffstellen für Rechenzentren versorgen, die sich nicht mal eben an das öffentliche Stromnetz anschließen lassen.
Oracle Aktie Chart
Die Berichterstattung der vergangenen Tage nährte nun Zweifel daran, welche Zukunftsaussichten sich diesbezüglich wohl noch ergeben könnten. Nun schöpfen die Anleger wieder Hoffnung. Nach einem Ausflug in die Tiefe legte die Bloom Energy-Aktie am Montag um 11,9 Prozent auf 151,32 US-Dollar zu und verringerte damit die Abschläge auf 5-Tages-Sicht aus relativ erträgliche 8,8 Prozent. Das klingt nicht nach wenig, liegt aber innerhalb der gewöhnlichen Schwankungsbreite des doch noch recht spekulativen Titels.
Offenbar ist nichts weiter passiert und trotz Zweifeln an der Liquidität hält Oracle an seinen gigantischen Investitionsplänen fest. Für Bloom Energy ist das natürlich eine erfreuliche Nachricht. Gleichwohl haben die Anteilseigner einen Vorgeschmack darauf bekommen, wie schnell es in Richtung Süden gehen kann, wenn sich auch nur das kleinste Anzeichen für ein mögliches Nachlassen des KI-Booms ergibt.
Optimismus bei SFC Energy
SFC Energy hingegen blickt ganz ohne KI-Fantasien nach einem guten vierten Quartal wieder freundlicher in Richtung Zukunft. Bei dem deutschen Unternehmen soll vor allem der Verteidigungssektor für neue Wachstumssignale sorgen. Dort will der Konzern seine Bemühungen massiv ausbauen und unter anderem in den USA neue Produktlinien auf die Beine stellen. Dass jene momentan kräftig am Eskalieren sind, passt natürlich ins Bild. Energieversorgungssysteme für die Drohnenabwehr werden die US-Streitkräfte in Zukunft gut gebrauchen können. Schließlich haben sie aktuell bereits Probleme damit, sich gegen Drohnenangriffe seitens des Iran zu verteidigen.
Einen Nerv getroffen hat SFC Energy klar bei den Aktionären. Jene befördern die Aktie seit Ende Februar fleißig in die Höhe, was sich heute in einem freundlichen Umfeld fortsetzt. Bis zum frühen Nachmittag steigerte sich der Aktienkurs um 7,8 Prozent auf 15,80 Euro. Das sind schon über 20 Prozent mehr als noch Ende Februar. Noch immer erwarten Anleger von Aktien aus dem Segment wahrlich keine Wunder. Es reicht zumeist aus, wenn ein Unternehmen glaubhaft frisches Wachstum in Aussicht stellen kann. Das ist aber leider noch immer nicht überall der Fall.
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