Liebe Leserin, Lieber Leser,
manch einer will den Traum der Wasserstoff-Mobilität noch immer nicht aufgeben. Dazu gehört auch der Bayrische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger. Jener gab sich kürzlich bei der Veranstaltung „Erleben der H2-Mobilität“ in Pfeffenhausen die Ehre und teilte dabei mit, dass Wasserstoff auch in der Mobilität eine „große Rolle“ spielen könne. Dabei verwies er auch auf ein neues Förderprogramm für Wasserstoff-Nutzfahrzeuge. Bayern setze sich für einen weiteren starken Impuls ein und gehe das Henne-Ei-Problem gezielt an.
Aiwanger war dabei voll des Lobes für Wasserstoff. Der Kraftstoff sei überall auf der Welt herstellbar, extrem vielseitig und unbegrenzt verfügbar. Damit handele es sich um „eine eierlegende Wollmilchsau“. Die hohen Kosten verschweig Aiwanger bei dieser Gelegenheit. Fairerweise sind es aber auch Initiativen wie jene in Bayern, die genau daran etwas ändern sollen.
SFC Energy bekommt Rückenwind
Heimische Unternehmen wie SFC Energy haben sicher nichts dagegen, wenn Bayern in Sachen Wasserstoff einen Gang höher schaltet. Kursgewinne von 5,1 Prozent am Donnerstagmorgen dürften jedoch einen anderen Grund haben. Zuspruch bekam SFC Energy von der Deutschen Bank, welche neue Chancen im Brennstoffzellensegment entdeckt. Das kommt nicht überraschend, sorgten zuletzt doch Bloom Energy und andere hier für viel Aufsehen.
SFC Energy Aktie Chart
Aus einem neutralen „Hold“ wird nun eine klare Kaufempfehlung und das Kursziel springt auf 21,50 Euro. Ganz so weit trauen die Käufer sich noch nicht in die Höhe. Die Aktie konnte sich aber immerhin bis auf 18,18 Euro zum Handel am Mittag verbessern und damit die Aufschläge auf Monatssicht auf rund 30 Prozent erhöhen. Nicht nur Hubert Aiwanger, auch die Börse scheint wieder neue Lust auf Wasserstoff zu verspüren.
Nel ASA schafft den Ausbruch
Noch sehr viel deutlicher wird genau das momentan bei der Aktie von Nel ASA, die heute in Frankfurt bis zum Mittag um satte 18,2 Prozent zulegen konnte. Die Bullen tasteten sich in den letzten Tagen bereits an Widerstände heran. Solche werden nun im Eiltempo überflogen. Der Kurs steigerte sich bis auf 0,28 Euro und erreichte dort den höchsten Stand seit rund anderthalb Jahren. Allein dadurch könnte der positive Trend sich noch weiter verstärken.
Ein klarer Grund für die Euphorie lässt sich aktuell nicht ausmachen. Zwar legte Nel kürzlich einen neuen Auftrag vor, dessen Volumen mit sieben Millionen Euro aber sehr überschaubar ausfiel und über einen schwachen Auftragseingang kaum weiter hinwegtäuschen kann. Wahrscheinlich ist daher eher, dass die allgemein hervorragende Stimmung durchschlägt. Vermutlich hinterließ es auch einen guten Eindruck, dass Verwaltungsratschef Arvid Miss kürzlich ganze 100.000 Aktien zukaufte.
Nel ASA will große Fortschritte machen
Mit großem Interesse dürften die Anleger auch der nächsten Generation von Druckalkalielektrolyseuren von Nel entgegenblicken. Jene sollen schon ab 6. Mai für bedeutende Fortschritte sorgen. Versprochen wird, dass sich Investitionskosten damit um bis zu 60 Prozent senken lassen. Das könnte tatsächlich ein dramatischer Schritt dafür sein, um das Henne-Ei-Problem zu überwinden. Das Timing könnte auch kaum besser sein. Schließlich steigen die Ölpreise derzeit munter weiter, was die Dringlichkeit für Alternativen nur umso offensichtlicher macht. Sowohl bei Nel als auch anderswo blicken die Anleger wieder sehr hoffnungsvoll in Richtung Zukunft.
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