Liebe Leserin, Lieber Leser,
in den letzten Jahren schien es schon so, als habe es sich mit dem Wasserstoff-Boom an der Börse längst erledigt. Spätestens mit dem Aufkommen des KI-Hypes schien das Them erledigt zu sein; die Börsianer zogen weiter. Doch momentan scheint sich zu zeigen, dass es gerade die KI-Rechenzentren sind, welche Wasserstoff einen zweiten Frühling bescheren könnten. An der Börse wird allein die Aussicht darauf regelrecht abgefeiert.
Auch bei Plug Power stehen Rechenzentren vermehrt im Fokus. Jene mit Energie zu versorgen, ist keine einfache Angelegenheit. Oftmals mangelt es an einem Anschluss an das Energienetz. In anderen Fällen wird von Mini-Atomkraftwerken geträumt, welche irgendwann in den 2030er Jahren vielleicht die Versorgung sicherstellen könnten. Schon heute verfügbar sind hingegen Brennstoffzellen, die auch bei Plug Power in Zukunft mehr in den Mittelpunkt rücken sollen
Rekordauftrag für Plug Power
In der Zwischenzeit punktet Plug Power mit einem Rekordauftrag aus Kanada. Dort soll für das Courant-Projekt ein Elektrolyseur-System mit einer Leistung von satten 275 Megawatt geliefert werden. Für Plug Power bedeutet das nicht nur Aussichten aus ansehnliche Einnahmen. Das US-Unternehmen unterstreicht damit auch seine Fähigkeit, Projekte im ganz großen Stil bedienen zu können. Das stellt einen klaren Unterschied zu den zahllosen Startups aus dem Segment dar, die von Aufträgen im industriellen Maßstab wahrscheinlich nicht einmal zu träumen wagen.
Plug Power Aktie Chart
Unter dem Strich bietet Plug Power damit handfeste Fortschritte in der Gegenwart und den Ausblick auf enorme Wachstumschancen in der Zukunft. Das macht es den Anlegern umso leichter, an das Versprechen zu glauben, dass bis Ende 2028 die Gewinnschwelle überschritten werden kann. Die Aktie freute sich am Montag über ein Plus von 15,8 Prozent und der Kurs ging bis auf 3,22 US-Dollar in die Höhe.
Bloom Energy weiter im Höhenflug
In Sachen Brennstoffzellen für KI-Rechenzentren gibt Plug Power allerdings (noch) nicht den Ton an. Die größten Erfolge in dieser Hinsicht lieferte bisher Bloom Energy, welches schon seit einer Weile mit dem Software-Giganten Oracle kooperiert. Daraus entstand kürzlich nun auch eine konkrete Order im Gigawatt-Bereich. Seither scheint die Aktie kein Halten mehr zu kennen.
Nachdem es am gestrigen Montag um weitere fünf Prozent in Richtung Norden ging, landete das Papier zu Handelsschluss bei beeindruckenden 218,27 Dollar. Das sind 150 Prozent mehr als zu Jahresbeginn und satte 1.180 Prozent mehr (!) als vor zwölf Monaten. Von einer solchen Performance können selbst Nvidia und andere KI-Player aktuell nur träumen. Fast scheint es, als wäre der Knoten bei Wasserstoff dank des schier unstillbaren Energiehungers neuer Rechenzentren geplatzt.
ITM Power gibt wieder Gas
Elektrolyseure spielen aber weiterhin eine wichtige Rolle, denn irgendwie muss der Wasserstoff, der in Zukunft in immer mehr Brennstoffzellen Verwendung finden könnte, ja auch produziert werden. Wohl auch deshalb haben die Anleger immer mehr Freude an ITM Power. Nicht nur profitiert das britische Unternehmen von einem Einstieg des britischen Staates. Dazu gesellte sich am Freitag eine Kooperation mit Rheinmetall im großen Stil und die Zukunft scheint heller denn je zu leuchten. Das lockt immer mehr Kaufwillige an. Die Aktie kletterte am Dienstag um weitere 10,4 Prozent und erreichte am Nachmittag mit 1,65 Euro schon wieder ein neues 52-Wochen-Hoch. Nach einer zähen Durststrecke scheint es kaum noch Grenzen nach oben zu geben. Bleibt nur zu hoffen, dass die gute Stimmung uns noch etwas länger erhalten bleibt.
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