Liebe Leserin, Lieber Leser,
um Wasserstoff endlich voranzubringen, braucht es manche Kraftanstrengung und Ländergrenzen müssen dabei schon mal in den Hintergrund rücken. Genau das passiert auch gerade beim Nordic-Baltic Hydrogen Corridor, der unter Beteiligung von sechs Ländern entsteht und ab 2033 Wasserstoff von Finnland nach Deutschland produzieren soll. In Berlin richtet man den Blick derweil auch auf Dänemark und fördert eine Pipeline mit 1,3 Milliarden Euro. Letzteres weckt allerdings auch Begehrlichkeiten im eigenen Land.
Wie „tagesschau.de“ berichtet, beschwert sich der Landesverband für Erneuerbare Energie über eben jene Förderung und klagt über eine Wettbewerbsverzerrung. Heimische Projekte würden benachteiligt, wohingegen Dänemark mit seinen Windparks in der Nordsee die Muskeln spielen lassen kann. Das Bundeswirtschaftsministerium verweist darauf, dass die EU Investitionen in grenzüberschreitende Infrastruktur bei Wasserstoff erlaubt.
Plug Power wieder unter Druck
Welcher Weg der richtige sein mag, das sei an dieser Stelle dahingestellt. Aus Sicht der meisten Investoren mit Wasserstoff-Aktien im Depot dürfte aber jeder Fortschritt wichtiger sein als der Streit darum, wo genau dieser in Europa nun stattfinden mag. Es sind nicht selten eben solche Streitigkeiten um Details, welche einem größeren Durchbruch im Wege stehen.
Mit großen Erfolgen kann auch Plug Power derzeit nicht dienen, wenn es um fundamentale Angelegenheiten geht. Gefreut haben die Aktionäre sich in der vergangenen Woche stattdessen um ein neues Abkommen mit Walmart, was die Verwässerungsgefahr deutlich reduziert hat. Doch zu Beginn der neuen Woche war der Optimismus schon wieder verflogen. Die Blicke richten sich auf die außerordentliche Hauptversammlung in dieser Woche, bei der sich Plug Power die Zustimmung zu weiteren Kapitalerhöhungen einzuholen gedenkt. Im Vorfeld verhält der Aktienkurs sich schwer nervös. Am Montag ging es um acht Prozent auf 2,30 US-Dollar in die Tiefe.
Plug Power Aktie Chart
Nel ASA schafft keinen Ausbruch
Zugute halten lässt sich Plug Power, dass trotz aller Herausforderungen Tiefstände auf Abstand gehalten werden können. Bei Nel ASA sieht das ganz anders aus. Bestenfalls Trippelschritte in die richtige Richtung hatten die Norweger in den vergangenen Monaten zu bieten. Um den Aktienkurs weiter in die Höhe zu befördern, reichte das nicht aus. Wie gehabt macht die Nel ASA-Aktie es sich unterhalb der Marke von 0,20 Euro bequem.
Rein mathematisch ließe sich aktuell noch aufrunden, immerhin standen zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels 0,1955 Euro auf der Anzeigetafel. Geholfen ist den Anlegern damit aber auch nicht. Das Allzeit-Tief bei 0,166 Euro bleibt gefährlich nahe und schon eine negative Schlagzeile könnte ausreichen, um das letzte Bisschen Support ernsthaft auf die Probe zu stellen.
Ballard Power auf dünnem Eis
Auf Tuchfühlung gehen die Bären aktuell bei Ballard Power. Dort wird aktuell vorgefühlt, wie stabil die Unterstützungszone zwischen 2,50 und 2,60 Dollar ausfallen mag. Verluste von drei Prozent beförderten den Kurs gestern auf 2,56 Dollar zurück. Zwar sei erwähnt, dass hier noch immer ein Plus von rund 75 Prozent im Jahresvergleich bleibt und ein Durchbruch nach unten weitaus weniger dramatisch wäre als bei Nel. Erfreulich wäre es für die Anleger dennoch nicht und rein technisch könnte es sehr schnell in Richtung 2 Dollar weitergehen. Ausschlaggebend für die Zurückhaltung bleibt aber bei allen hier genannten Aktien, dass es an den großen Schritten nach vorne fehlt. Folgen auf jede Investition diverse Beschwerden und Prüfungsverfahren, wird es in Zukunft wohl kaum einfacher werden – unabhängig davon, ob die Einsprüche nun berechtigt sein mögen oder nicht.
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