Liebe Leserin, Lieber Leser,
bei der jüngsten Rallye im Wasserstoffsegment standen Titel aus Nordamerika häufig im Fokus. Die mit Abstand größten Kursgewinne weist nach wie vor Bloom Energy vor, doch auch bei Plug Power und Ballard Power gab es beeindruckende Erholungen zu bewundern. Der Blick nach Europa könnte sich aber ebenfalls lohnen. Nicht zuletzt bedingt durch eine weitere Energiekrise rückt Wasserstoff in hiesigen Gefilden mehr in den Mittelpunkt.
Bemerkbar gemacht hat sich die bessere Stimmung bereits in der einen oder anderen Form. Die Aktie von Nel ASA etwa konnte sich endlich aus den tiefsten Tiefen des Kurskellers befreien und wieder höhere Kursregionen erklimmen. Zuletzt ließ diese Entwicklung wieder etwas nach. Vor dem Wochenende weht aber noch einmal etwas frischer Wind, und das vielleicht auch aus gutem Grund.
Nel ASA: Leerverkäufer auf dem Rückzug
Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Nel ASA-Aktie bei Leerverkäufern schwer beliebt war. Als die Kurse unterhalb von 0,20 Euro notierten, gingen einige Marktakteure fest von weiteren Tiefschlägen aus, von denen sie dann schwer profitiert hätten. Doch nach den Erholungen der letzten Wochen sind die Leerverkäufer auf dem Rückzug. Deren Anteil hat sich nun von zuvor 1,27 auf nur noch 1,13 Prozent verringert. Das klingt nicht nach viel, sendet aber dennoch nachhaltige Signale aus. Chancen scheinen die Shortseller hier kaum noch zu erkennen.
Nel ASA Aktie Chart
Das wiederum verleiht den Bullen umso mehr Selbstbewusstsein. Ohne weitere Neuigkeiten schoss die Nel ASA-Aktie heute Morgen um satte 15 Prozent in die Höhe und erreichte mit 0,33 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Zuvor sorgten die Norweger bereits mit einer neuen Generation von Elektrolyseuren für Aufsehen, welche Kosten für Investitionen und Betrieb deutlich senken sollen. Dass es dabei noch an konkreten Aufträgen fällt, ist zwar ein Makel. Es scheint die Anteilseigner aber momentan nicht allzu sehr zu stören.
BMW setzt auf deutsche Technik
Europa spielt auch in anderen Bereichen rund um Wasserstoff noch eine wichtige Rolle. Das zeigt sich unter anderem bei BMW, wo im Jahr 2028 der iX5 mit Wasserstoffantrieb in Serie produziert werden soll. Zwar arbeitet man dazu eng mit Toyota zusammen und hat beim Absatz auch den US-Markt im Visier. Zum Einsatz kommt aber auch Technologie aus der Heimat. Wie „Bimmer Today“ berichtet, stammt der sogenannte Energy Master aus Landshut. Dabei handelt es sich um eine Schlüsselkomponente, welche laut Hersteller die Hochvoltbatterie intelligent steuert und zusammen mit dem Brennstoffzellensystem dritter Generation für „souveräne Fahrdynamik“ sorgt. Auf die Aktie hat das zwar keinen Einfluss. Es zeigt aber, dass innovative Technologien aus dem Segment längst nicht nur aus China und den USA kommen.
SFC Energy legt weiter zu
Positive Impulse kamen aus Bayern auch von SFC Energy. Das Unternehmen konnte sich den bisher größten Einzelauftrag seiner Unternehmensgeschichte für die Lieferung von Equipment an die Ukraine sichern. Damit beschäftigten wir uns bereits in der gestrigen Ausgabe. Das positive Sentiment scheint anzuhalten. Mit dem Kurs ging es heute um weitere 2,8 Prozent auf 23,22 Euro bis zum Handel am Mittag aufwärts. Am Morgen konnte mit 23,75 Euro sogar ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht werden. Die Aussicht auf weitere Chancen im Rüstungssegment lässt die Bullen frohlocken und im besten Fall bekommen wir gerade erst den Beginn eines neuen Zeitalters bei Wasserstoff in Europa zu sehen.
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