Liebe Leserin, Lieber Leser,
als vor einigen Jahren das Thema Wasserstoff an der Börse richtig ins Rollen kam, setzten viele Anleger ihren Fokus vor allem auf Europa. Dafür gab es auch viele gute Gründe. Schon allein aus Gründen fehlender Ressourcen auf dem Kontinent und einer sich daraus ergebenden Abhängigkeit ist das Interesse in Europa an Fortschritten bei Wasserstoff besonders ausgeprägt.
Erarbeiten konnten die Unternehmen sich technologische Vorsprünge, von denen sie bis heute zehren können. Doch dabei muss es nicht bleiben. Schon die Entwicklung bei der Solartechnik zeigte, wie schnell die Lage sich ändern kann. Nel ASA mahnt nun davor, ein Vorbeiziehen von China zu verhindern und fordert die EU zum Handeln auf.
Nel ASA: Buy European!
Nel-Chef Håkon Volldal fordert für die Anschaffung von Elektrolyseuren bei öffentlichen Projekten einen Ansatz nach dem Prinzip „Buy European“. Heimische Unternehmen sollen also bevorzugt werden, damit China nicht einen weiteren Zukunftsmarkt Schritt für Schritt für sich erobern kann. Tatsächlich wird in Brüssel derzeit sogar über ein entsprechendes Gesetz beraten. Darüber abgestimmt werden soll noch in diesem Monat.
Für Nel ASA wäre es ein Befreiungsschlag und zumindest eine Aussicht darauf, dass es in Zukunft wieder mehr Auftragseingänge geben könnte. Solche blieben in der jüngeren Vergangenheit leider aus, was die Aktie tief in den Kurskeller beförderte. Dort blieb das Papier auch in der vergangenen Woche. Zu Handelsschluss am Freitag standen müde 0,186 Euro auf dem Ticker.
Nel ASA Aktie Chart
Chancen für ITM Power?
„Buy European“ klingt auch für ITM Power erstmal nach einem begrüßenswerten Ansatz. Allerdings ist nach dem Brexit wohl fraglich, welche Priorität Brüssel bei einem solchen Ansatz einem britischen Unternehmen einräumen würde. Zwar ist ITM Power weniger als Nel ASA auf neue Impulse angewiesen, konnte die Prognose im vergangenen Jahr doch aus eigener Kraft gesteigert werden.
Neue Impulse fehlen nun aber schon seit einer Weile, und in solchen Phasen tendiert die Aktie eher in Richtung Süden als Norden. Im laufenden Jahr ging es bisher um 6,8 Prozent abwärts und in der letzten Woche konnte auch die Marke bei 60 Pfund nicht länger verteidigt werden. Mit einem Schlusskurs von 59,48 Pfund zum Wochenende wurde ein großes Fragezeichen über die wahrscheinlich wichtigste Unterstützung gesetzt.
Plug Power überzeugt die Aktionäre wohl doch noch
Jenseits des Atlantiks kämpft Plug Power weiter mit seiner Liquidität, scheint sich aber im dritten Anlauf durchgesetzt zu haben. Zweimal musste eine Abstimmung zur Erhöhung der maximal ausgegebenen Aktien bereits vertagt werden. Zuletzt wurde noch der 17. Februar als nächster Termin angesetzt. In der vergangenen Woche meldete Plug Power aber überraschend, diesen Termin auf den 12. Februar vorgezogen zu haben.
Wie die Abstimmung ausgegangen sein mag, darüber gibt es noch keine Pressemitteilung. Es darf aber schwer von einem positiven Votum ausgegangen werden. Denn ansonsten hätte es keinen Grund für ein Vorziehen des Termins gegeben. An der Börse herrschte am Freitag erst einmal Erleichterung, wenngleich die erwartbare Kapitalerhöhung nur bedingt eine gute Nachricht darstellt. Der Aktienkurs legte am Freitag um 3,9 Prozent auf 1,89 US-Dollar zu. Erfreut sind die Anteilseigner vermutlich erst einmal darüber, dass die Unsicherheit nun wieder etwas nachlässt.
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