Liebe Leserin, Lieber Leser,
wer bei der Zahlenvorlage von Nel ASA auf eine Erholung, vielleicht sogar den Startschuss für einen waschechten Turnaround gehofft hatte, sollte leider enttäuscht werden. Das norwegische Unternehmen legte heute Zahlen vor, die an der Börse wieder einmal für große Ernüchterung sorgten. Allerdings lief im zurückliegenden Quartal immerhin nicht alles schlecht.
Die Erwartungen übertreffen konnte Nel bei den Umsätzen, die mit 330 Millionen norwegischen Kronen (ca. 29,2 Mio. Euro) ein gutes Stück über der Kondensschätzung von 268,3 Millionen NOK lagen. Allerdings blieb man damit weit unter dem Umsatz aus dem Vorjahr, der noch bei 415,6 Millionen NOK lag. Die verminderte Auftragslage macht sich also klar bemerkbar. Das war bereits bestens bekannt, sodass bis hierher vielleicht noch von einer positiven Überraschung die Rede sein könnte.
Nel ASA schreibt tiefrote Zahlen
Doch jeglicher Anflug von guter Laune erledigt sich schnell bei einem Blick auf die Verluste. Jene fielen mit 0,47 NOK sehr viel höher als erwartet aus. Analysten hatten lediglich einen Verlust je Aktie von 0,04 NOK auf ihren Zetteln stehen. Mit anderen Worten verbrennt Nel ASA derzeit munter Geld, ohne dass sich dies in Form höherer Auftragseingänge bemerkbar machen würde. Auch im Gesamtjahr 2025 schrieb Nel deutlich höhere Verluste als ohnehin schon befürchtet.
Die Reaktion an der Börse fiel recht deutlich aus. Verluste von zwei Prozent im Handel am Donnerstag sehen im ersten Moment zwar noch nicht allzu dramatisch aus. Allerdings ist zu bedenken, dass solche auf einem denkbar niedrigen Niveau zustande kommen. Erst kürzlch rutschte die Nel ASA-Aktie unter die Linie bei 0,18 Euro. Diesen Weg geht das Papier nun weiter und landete heute Mittag bei noch 0,177 Euro. Es muss also schon gerundet werden, um keinen weiteren Abrutsch zu erkennen. Derweil winkt das Allzeit-Tief bereits, welches bei 0,17 Euro oder genauer 0,166 Euro anzutreffen ist.
Nel ASA Aktie Chart
Maue Stimmung auch bei ThyssenKrupp Nucera
Schmerzhaft an der Angelegenheit ist, dass sich ein Muster durch die Branche zu ziehen scheint. Unlängst legte auch ThyssenKrupp Nucera maue Zahlen vor, bei denen vor allem das Wasserstoff-Geschäft schlecht abschnitt. Daran hat die Aktie bis heute zu knabbern. Die enttäuschenden Vorgaben von Nel scheinen für weiteren Verkaufsdruck zu sorgen. 9,08 Euro standen auf der Anzeigetafel, als dieser Artikel sich gerade in der Entstehung befand. Damit hält das Papier sich einigermaßen über Wasser, doch die Bullen haben ihre liebe Not, die Marke von 9 Euro weiter zu verteidigen. Gefragt wären endlich positive Impulse statt zurückgehender Auftragseingänge.
SFC Energy dreht auf
Zu erkennen sind solche Signale derzeit zumindest ansatzweise bei SFC Energy. Der Brennstoffzellenexperte geriet im vergangenen Jahr aufgrund eher mauer Prognosen schwer unter Druck. Nun aber wird man wieder etwas mutiger und stellt für 2026 ein Ebitda in Höhe von 20 bis 24 Millionen Euro in Aussicht. Schwer beeindruckt zeigten sich davon die Analysten von Warburg Research, da selbst im ungünstigsten Fall die eigene Schätzung von 19 Millionen Euro übertroffen werden dürfte. Eindruck schindet SFC Energy auch bei den Anlegerinnen und Anlegern. Die Aktie stieg heute Morgen um zwei Prozent auf 15,38 Euro und blickt auf ein Plus von über 17 Prozent im 5-Tages-Vergleich. Wenn es fundamental in die richtige Richtung geht, ist bei Wasserstoff-Aktien also doch noch einiges möglich.
Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
