Liebe Leserin, Lieber Leser,
die Stimmung bei Wasserstoff-Aktien ist aktuell so gut wie schon seit Monaten, wenn nicht Jahren nicht mehr. Das mag ein wenig damit zu tun haben, dass durch den Irankrieg die Vorzüge alternativer Kraftstoffe wieder deutlicher zu sehen sind. Doch haben die Anleger im Segment größtenteils verabschiedet von eher vagen Zukunftshoffnungen, für die es letztlich nicht einmal ansatzweise irgendwelche Garantien geben kann.
Viel mehr wert ist es daher, wenn es konkrete Aufträge, Finanzierungszusagen oder dergleichen mehr zu sehen gibt. Genau das war zuletzt der Fall und vielleicht wurde die Kundschaft durch hohe Öl- und Gaspreise etwas motiviert. Darüber lässt sich nur mutmaßen, an der Börse zählt aber letztlich nur das Ergebnis, was die Kurse endlich wieder in höhere Regionen befördert.
Nel ASA im Ausbruchsmodus
Liefern konnte nach einer längeren Durststrecke unter anderem Nel ASA. Die Norweger freuten sich zum Ende der vergangenen Woche über einen Folgeauftrag der Synqo Energies-Tochter Mesure Process. Das Volumen fällt mit etwa sieben Millionen US-Dollar zwar überschaubar aus. Den Anteilseignern reicht es aber offenbar schon, dass die Auftragsbücher sich überhaupt wieder mal füllen. Die Aktie reagierte bereits am Freitag mit sichtlichen Zugewinnen.
Heute Morgen ging es munter weiter mit Aufschlägen von 6,5 Prozent bis zum Mittag und der Kurs kletterte zum ersten Mal seit November auf 0,23 Euro. Damit konnte der hartnäckige Widerstand bei 0,20 Euro nicht nur überwunden werden. Die Käufer haben sich sogar ein recht ansehnliches Polster erkämpft. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht die letzten guten Neuigkeiten gewesen sein mögen.
Nel ASA Aktie Chart
ITM Power behauptet sich
Ohne weitere Nachrichten geht es mit den Kursen von Wasserstoff-Aktien gerne mal in die entgegengesetzt Richtung. Das zeigt sich heute bei ITM Power, wo nach fulminanten Aufschlägen in der Vorwoche erst einmal Gewinne eingestrichen werden. Ein Verlust von knapp fünf Prozent bleibt aber vergleichsweise überschaubar und der Kurs kann sich am Mittag mit 1,47 Euro noch immer mehr als sehen lassen.
Angetrieben wurde ITM Power durch gleich zwei wesentliche Faktoren. Zum einen konnte das Unternehmen den Einstieg des britischen Staates melden und wenige Tage später wurde eine Partnerschaft mit Rheinmetall gemeldet, in deren Rahmen ein europaweites Netz zur Herstellung von Elektrolyse auf die Beine gestellt werden soll. Die Reaktion war eine Kursexplosion um rund 80 Prozent innerhalb einer Woche. Trotz kleinerer Abschläge am Montagmorgen bleibt jene weitgehend unangetastet.
Plug Power: Es bleibt risikoreich
Gute Neuigkeiten gab es zuletzt auch bei Plug Power, welche zuletzt aber schon etwas in den Hintergrund getreten sind. Im vorbörslichen Handel am Montag zeichnen sich nicht nur Gewinnmitnahmen ab. Aufgrund erneut steigender Ölpreise könnten auch alte Sorgen wieder mehr in den Fokus rücken. Denn über den Berg ist Plug Power trotz des einen oder anderen Auftrags noch lange nicht. Das Unternehmen schreibt Verluste und es droht auch weiterhin die Gefahr von Verwässerung durch Kapitalerhöhungen. Dazu kommt die Sorge, dass durch eine höhere Inflation die Zinsen wieder steigen könnte, was die Kapitalkosten für das hochverschuldete Plug Power in die Höhe treiben würde. Trotz aller guten Stimmung im Moment ist es nicht verkehrt, sich an derartige Faktoren weiterhin zu erinnern.
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