Wasserstoff-Aktien: Lhyfe beliefert BMW und Bloom Energy steigt einfach immer weiter!

BMW treibt die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen voran und lässt sich dafür in Österreich vom französischen Konzern Lhyfe beliefern.

Auf einen Blick:
  • BMW hält an seiner Vision für eine Wasserstoffauto in Serie fest.
  • Im österreichischen Steyr wird an entsprechenden Brennstoffzellensystemen gearbeitet.
  • Lhyfe soll dafür den nötigen Wasserstoff liefern.
  • An der Börse sorgt Bloom Energy für deutlich mehr Stimmung.

Liebe Leserin, Lieber Leser,

allen Unkenrufen zum Trotz und mit freundlicher Unterstützung aus Bayern hält der Autobauer BMW an seinen Plänen fest, ab 2028 das Wasserstoffauto X5 in Serie zu produzieren. Auf dem Weg dorthin steht allerdings noch viel Arbeit an. Geforscht und gefeilt wird unter anderem im österreichischen Steyr an einem Brennstoffzellensystem der dritten Generation. Jenes soll kompakter und leistungsstärker als vorherige Modelle werden und damit letztlich eine höhere Reichweite ermöglichen.

Am Donnerstag gab man nun bekannt, einen Vertrag mit dem französischen Konzern Lhyfe zur Belieferung von Wasserstoff abgeschlossen zu haben. Direkt per Tankwagen soll der Kraftstoff eintreffen, und das wohl über mehrere Jahre. Wie hoch das Volumen sein mag, darüber ist in der Pressemeldung allerdings nichts zu finden. Vermutlich wird es sich aber um eher überschaubare Mengen zu Forschungszwecken handeln.

Die Lhyfe-Aktie legt zu

Dennoch ist für Lhyfe jeder Auftrag erst einmal eine gute Nachricht, umso mehr bei einer langfristigen Perspektive, welche damit verbunden ist. Erwähnenswert ist außerdem, dass es sich um den ersten Auftrag aus Österreich handelt und das französische Unternehmen seine Fühler in Europa damit noch etwas mehr ausstrecken kann. Die Bullen belohnen es mit einem Kursgewinn von 3,3 Prozent am Montag und der Kurs legte bis zum Nachmittag auf 2,36 Euro zu.

Lhyfe Aktie Chart

Dass BMW mit Wasserstoff noch der große Durchbruch gelingt, bleibt im Rahmen der Möglichkeiten. Doch selbst mit einer großen Portion Wohlwollen wird es dazu kurzfristig eher nicht kommen. Daher hält sich die Begeisterung unter den Aktionären von BMW auch sehr in Grenzen, zumal am heutigen Montag neuerliche Zolldrohungen von Donald Trump den Sektor schwer belasten. Die BMW-Aktie kann da keinen Blumentopf gewinnen und blickt auf Verluste von 2,2 Prozent bis zum Nachmittag, was den Kurs auf 76,18 Euro zurückbeförderte. Wasserstoff dürfte momentan zu den geringsten Sorgen, aber auch Hoffnungen der Anteilseigner zählen.

Bloom Energy schießt weiter aufwärts

Woraus die Träume der Anleger im Wasserstoffsegment gemacht sind, das zeigt sich momentan bei Bloom Energy. Verwöhnen konnte der Brennstoffzellenexperte die eigenen Aktionäre mit einem Gigawatt-Auftrag von Oracle und zuletzt brachial guten Zahlen. Sämtliche Erwartungen wurden gesprengt und darauf folgte eine schier endlose Kauflaune. Auch einige Tage später scheint jene nicht verfliegen zu wollen. Am Montag ging es vorbörslich um weitere zwei Prozent aufwärts. Das klingt nicht nach viel, entspricht rechnerisch aber einem Aufschlag von knapp sieben US-Dollar. Es gab Zeiten, da lag der Kurs der Aktie deutlich unter solchen Sphären. Nun nähert man sich bereits der Linie bei 300 Dollar an.

Natürlich stellt sich ein wenig die Frage, wie nachhaltig dieser Höhenflug sein mag. Eine allgemeingültige Antwort darauf kann es momentan nicht geben. Kurzfristig können Gewinnmitnahmen quasi jederzeit für (deutliche) Belastungen sorgen. Doch solange der Boom bei KI-Rechenzentren anhält und solche sich bei der Versorgung vermehrt auf Brennstoffzellen verlassen, strahlt die Zukunft hell für Bloom Energy. Vermutlich sehr viel heller als für die Wasserstoffautos von BMW. Doch wer weiß, vielleicht wird die Zukunft uns noch eines Besseren belehren. Schließlich hatten auch nur die Wenigsten den aktuellen, kometenhaften Aufstieg des Wasserstoffsegments richtig auf dem Schirm.

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