Liebe Leserin, Lieber Leser,
zuletzt schien es im Wasserstoffsegment gar kein Halten mehr zu geben. Endlich erkannten die Märkte wieder neue Perspektiven, angetrieben durch mehrere Entwicklungen. Ein wenig wirkte sich die durch den Irankonflikt erzeugte Energiekrise aus. Jene lässt nicht nur die Preisdifferenz zwischen fossilen Kraftstoffen und Wasserstoff ein ganzes Stück schmäler werden. Sie zeigt vor allem wie angreifbar viele Staaten dich durch eine (zu) hohe Abhängigkeit von Energieimporten aus einer bestimmten Region machen.
Noch größeren Einfluss hatte aber vermutlich der KI-Boom, welcher vor allem den Brennstoffzellen-Spezialisten hervorragende Aufträge und noch bessere Aussichten liefert. Vor allem damit hat Wasserstoff endlich einen Use Case erhalten, der nicht erst irgendwann in ferner Zukunft hübsche Renditen verspricht. Schon jetzt und heute kann die Technologie ihre Stärken ausspielen. Auch wenn zugegebenermaßen noch längst nicht jede wasserstofffähige Brennstoffzelle auch tatsächlich mit (grünem) Wasserstoff betrieben wird.
Plug Power: Alte Zweifel kehren zurück
Neue Euphorie zündete unter anderem bei Plug Power, auch dank erfreulicher Quartalszahlen. Die Umsätze steigen und die Verluste sinken. Das lässt die Anleger umso mehr daran glauben, dass in den nächsten Jahren der Sprung in die schwarzen Zahlen gelingen mag. Noch ist das aber nicht der Fall und es werden Verluste geschrieben.
Damit bleiben letztlich Risiken, welche die Anleger nicht einfach ignorieren können. Die Plug Power-Aktie bleibt etwas für Mutige, welche an die große Wende glauben wollen und eine neuerliche Kapitalerhöhung (oder Schlimmeres) nicht fürchten. Doch die Risikobereitschaft an den US-Börsen hat deutlich abgenommen, nachdem die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit der USA von der Bestnote „Aaa“ auf „Aa1“ herabstufte. Standard & Poor’s und Fitch gingen diesen Schritt schon vor Jahren.
Ausverkauf bei Plug Power und Co.?
Zwar wird den USA noch immer ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Doch die Risse werden tiefer und die Anleger befürchten steigende Kapitalkosten. In der Folge werden Risiken abgebaut. Bei der Aktie von Plug Power sorgte das am Montag für einen Rückgang um 8,7 Prozent auf 3,45 US-Dollar. Vorbörslich ging es heute um weitere zwei Prozent abwärts.
Plug Power Aktie Chart
In Kanada blickt man ein wenig entspannter auf die Lage, doch Ballard Power landet dennoch auf der Verkaufsliste. Reduziert hat auch der Großaktionär Weichai Power Anteile. Verabschiedet hat man sich zwar noch nicht. Nach sehr ansehnlichen Kursgewinnen werden aber zunächst Gewinne mitgenommen und viele weitere Anleger folgen diesem Beispiel. Die Aktie gab zuletzt weiter nach und tendierte heute vorbörslich in Richtung 4,21 Dollar. Der abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 4,86 Dollar scheint wieder zuzunehmen.
Nur keine Panik
In Europa kommen die Märkte ebenfalls nicht vollkommen ungeschoren davon und risikoreiche Titel sind momentan etwas weniger gefragt. ITM Power bescherte dies heute Morgen Abschläge von 2,7 Prozent und der Kurs ging auf noch 1,92 Euro zurück. Es herrscht also ein wenig Katerstimmung. In Panik geraten müssen Anleger deshalb aber noch nicht. Nach einer brachial guten Hausse war früher oder später mit einer (technischen) Gegenbewegung zu rechnen. Noch notieren aber alle hier genannten Titel weitaus höher als vor einigen Wochen und an den fundamentalen Gründen dafür hat sich nichts geändert. Ankommen wird es jetzt vor allem darauf, wie viel Risiko die Anleger einzugehen bereits sind.
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