Wasserstoff-Aktien: ITM Power legt los, ThyssenKrupp Nucera bleibt im Rückwärtsgang und auch SFC Energy schafft keinen Ausbruch!

ITM Power profitiert von einem neuen Großauftrag, während ThyssenKrupp Nucera und SFC Energy mit schwacher Nachfrage und Kursverlusten zu kämpfen haben. Die Wasserstoffbranche zeigt weiterhin ein geteiltes Bild.

Auf einen Blick:
  • ITM Power erhält finalen Zuschlag für 20-Megawatt-Projekt
  • ThyssenKrupp Nucera verzeichnet Halbierung des Wasserstoff-Umsatzes
  • SFC Energy notiert auf etwa der Hälfte des Vorjahreskurses
  • Branche leidet unter Wachstums- und Glaubwürdigkeitsproblemen

Liebe Leserin, Lieber Leser,

beim Thema Wasserstoff lässt sich zwar immer mal wieder über Fortschritte berichten. Viel zu oft sind solche aber leider theoretischer Natur. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Doch wenn meine Wenigkeit die nächste Meldung über eine Absichtserklärung zu Gesicht bekommt, rollen sich schon fast unweigerlich die Augen. Schließlich hat die Vergangenheit leider häufig gezeigt, wie wenig aus solchen Vorhaben am Ende werden kann.

Umso erfreulicher ist es deshalb, dass ITM Power nun über eine finale Investitionsentscheidung für ein Projekt mi 20 Megawatt vermelden konnte. Weitere Details dazu will das Unternehmen wohl erst Ende des Jahres liefern, wie bei „Der Aktionär“ zu lesen ist. CEO Dennis Schulz sprach aber schon mal ein einem „wichtigen Projekt“, das nun in den Auftragsbestand übergeht und damit auch bei künftigen Bilanzen seine Spuren hinterlassen wird.

ITM Power: Gutes Timing!

An der Börse kam das Ganze gut an und die ITM Power-Aktie legte am Montag um 4,1 Prozent bis auf 61,84 Pfund zu. Der Zeitpunkt für die Erholung hätte kaum besser gewählt sein können. Denn erst kurz zuvor unterschritt der Titel die nicht eben unwichtige Marke von 60 Pfund. Nun scheint wieder etwas mehr Zuversicht zu herrschen und damit kehrt auch die Freude über Auftragseingänge aus dem vergangenen Jahr sowie die damals erhöhte Prognose zurück.

ITM Power Aktie Chart

ITM Power befindet sich weiterhin auch dank einer starken Cash-Position in einer vergleichsweise bequemen Ausgangslage. Das weitere Fortbestehen ist deutlich weniger gefährdet als beim unter chronischen Liquiditätsproblemen leidenden Plug Power und der Auftragseingang fließt weniger zäh als bei den meisten Mitbewerbern.

ThyssenKrupp Nucera lässt bei Wasserstoff nach

Weniger gut läuft es derzeit für ThyssenKrupp Nucera, wo die jüngsten Quartalszahlen wieder einmal für lange Gesichter sorgten. Das Wasserstoffsegment hatte daran einen bedeutenden Anteil. Da es im Chlor-Alkali-Geschäft eigentlich sogar recht gut lief, dürften die schwachen Ergebnisse sogar vollständig auf das Thema Wasserstoff zurückzuführen sein. Dort scheint die Nachfrage regelrecht einzubrechen. Große Projekte sind weitgehend abgeschlossen und es kommen zu wenige nach. Der Umsatz im Segment Grüner Wasserstoff halbierte sich fast auf nur noch 77 Millionen Euro.

Das lässt die Aktie auf niedrigem Niveau verharren. Gerade noch 9,30 Euro standen gestern zu Handelsschluss auf der Anzeigetafel. Immerhin kann die ThyssenKrupp Nucera-Aktie sich in einem Seitwärtstrend halten und weitere Abschläge vermeiden. Angesichts eines Abschlags von rund 60 Prozent im Jahresvergleich lässt sich aber darüber streiten, ob das schon als gute Nachricht zu verstehen sein sollte.

SFC Energy bleibt im Kurskeller

Enttäuschungen gab es in der jüngeren Vergangenheit auch bei SFC Energy leider mehr als genug zu sehen. Das Unternehmen musste seine Aussichten im vergangenen Jahr deutlich zurückschrauben, was im September für einen Kurssturz um annähernd 30 Prozent sorgte. Seither ist es leider nicht gelungen, die Anteilseigner mit positiven Impulsen wieder mehr zu überzeugen. So setzte sich der Abwärtstrend weiter fort. Erst im Januar machte sich eine minimale Erholung bemerkbar; der Kurs landete am gestrigen Montag bei 13,52 Euro. Das ist nur noch etwa halb so viel wie im Frühjahr 2025. Die Branche hat weiterhin ein Wachstums- und vielleicht auch ein Stück weit ein Glaubwürdigkeitsproblem. Nur vereinzelt gelingt es Unternehmen wie ITM Power, die Skepsis zu durchbrechen. Das reicht leider noch nicht für eine grundsätzliche Trendwende.

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