Liebe Leserin, Lieber Leser,
die Zukunft von Wasserstoff bleibt eine unsichere Angelegenheit. Das liegt nicht nur an der Konkurrenz aus anderen Sektoren, sondern auch an ständigen Fortschritten aus der Forschung. In Karlsruhe etwa meldet Photreon, Wasserstoff per Photokatalye ohne den Einsatz von Elektrolyseuren oder zusätzlichem Strom herstellen zu können. Das Prinzip ist nicht neu, doch soll es nun erstmals eine Anlage im Quadratmeter-Maßstab geben. Wasser wird damit allein mithilfe von Sonnenlicht in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten.
Im großen Maßstab könnte dieser Ansatz das Geschäftsmodell von Unternehmen wie ITM Power obsolet machen. Doch noch handelt es sich dabei um Zukunftsmusik. In der Praxis ist man noch auf „klassische“ Lösungen angewiesen, wofür offenkundig auch immer mehr Geld in die Hand genommen wird. Daher setzen die Börsen zunächst auf Elektrolyseure.
ITM Power macht einfach weiter
Für glückliche Gesichter sorgte zuletzt ITM Power, nachdem das Unternehmen den Einstieg des Staats sowie neuerliche Fördermittel vermelden könnte. Damit scheint an der Börse endlich der Knoten geplatzt zu sein. Die Aktie explodiert regelrecht und der Kurs legte heute Morgen um weitere 9,6 Prozent auf 1,07 Euro zu. In nur fünf Tagen konnten nun schon Zugewinne von 45 Prozent (!) erreicht werden und das Überwinden der 1-Euro-Marke sorgt für zusätzliche Kaufanreize.
ITM Power Aktie Chart
Weiteren Rückenwind bescheren die Analysten von Berenberg. Wie „Der Aktionär“ zu berichten weiß, haben jene ihr Kursziel kürzlich von 100 auf 110 Britische Pence angehoben. Letzteres entspricht etwa 1,26 Euro. Der Staatseinstieg wird als eine klare Bestätigung für die Technologie von ITM Power angesehen und die Kaufempfehlung wird nun besonders unterstrichen.
Plug Power erneut im grünen Bereich
Jenseits des Atlantiks verbessert sich auch bei Plug Power die Stimmung. Dafür sorgte bereits vor einer Weile ein neuer Großauftrag aus Kanada. Jener scheint nicht einfach zu verpuffen, sondern den Kurs dauerhaft in höhere Gefilde zu befördern. Heute standen vorbörslich Aufschläge von gut fünf Prozent auf dem Ticker. Damit ist die Aktie nach einem Schlusskurs von 2,77 US-Dollar am Montag schon auf dem besten Wege, zum ersten Mal seit Oktober wieder die 3-Dollar-Marke ins Visier zu nehmen.
Als Antreiber könnte sich dabei auch US-Präsident Donald Trump erweisen, der weiterhin auf abenteuerlichem Kurs im Iran unterwegs ist und schon vage Drohungen in Richtung Kuba aussendete. Gefragt danach, ob der Ölpreis bis zu den Midterms im November sinken könnte, antwortete er mit einem klaren „Vielleicht“, räumte aber auch die Möglichkeit ein, dass die Preise noch weiter steigen könnten. Ein Szenario dauerhaft höherer Ölpreise würde die Attraktivität von Wasserstoff letztlich erhöhen.
Legt Nel ASA noch nach?
Politik allein hilft aber noch nicht, um Kurse in die Höhe zu befördern. Dafür ist die Aktie von Nel ASA momentan ein gutes Beispiel. Ein wenig ist zwar auch hier Rückenwind zu spüren. Doch ohne neue Aufträge melden zu können, bleibt das Unternehmen an der Börse im Hintertreffen. Der Kurs lag heute Morgen bei unverändert niedrigen 0,19 Euro und damit unterhalb jeglicher charttechnischer Widerstände. Das Marktumfeld ist jedoch besonders freundlich und mit einer passenden Meldung in der Hinterhand könnte das Bild sich vielleicht noch drehen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich stets zuletzt.
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