Liebe Leserin, Lieber Leser,
obschon im Nahen Osten mittlerweile eine Waffenruhe erwirkt werden konnte, bleibt jene doch etwas brüchig und die Lage angespannt. Ob nun im Laufe der nächsten knapp zwei Wochen auch ein dauerhafter Frieden entsteht, steht in den Sternen. In der Folge bleibt der Ölpreis auf hohem Niveau. Heute Morgen kratzte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent schon wieder an der Marke von 100 US-Dollar.
Das reicht aus, um Europa zumindest die Aussicht auf eine veritable Energiekrise zu bescheren. Doch die Politik scheint aus dieser Entwicklung immer mehr ihre Schlüsse zu ziehen. So schickt sich etwa Österreich an, einen Südkorridor auf die Beine zu stellen, durch den Wasserstoff aus Afrika über Italien und Österreich als Transitland seinen Weg nach Mitteleuropa finden soll. Bei der UNIDO-Wasserstoffkonferenz in Wien kündigte Wirtschaftsminister Wolfang Hattmansdorfer diesen Schritt an, wie „Der Standard“ zu berichten weiß. In die Hand genommen werden sollen 275 Millionen Euro für vier Leuchtturmprojekte.
ITM Power im Höhenflug
Tags zuvor sorgte Großbritannien bereits für ein großes Ausrufezeichen. Über die Great British Energy Group beteiligt sich das Land am heimischen Unternehmen ITM Power mit gut zehn Prozent und wie wir uns bereits in der gestrigen Ausgabe ansahen, werden zusätzlich attraktive Förderungen in Aussicht gestellt. Das sorgte für einen satten Kurssprung und auch im heutigen Handel kann die ITM Power-Aktie von der Meldung weiter zehren. Der Kurs legte bis zum frühen Nachmittag um 5,8 Prozent auf 0,85 Euro zu.
ITM Power Aktie Chart
Angekommen ist die klare Botschaft, dass die Politik Wasserstoff wieder mehr ins Zentrum rückt und dafür nicht nur hübsche Absichtserklärungen verteilt, sondern eben auch tatsächlich Geld in die Hand nimmt. Noch reicht es nicht, um auch branchenweit einen Durchbruch zu forcieren. Es wäre aber denkbar, dass die geopolitischen Verwerfungen in Europa zu einem Umdenken zwingen.
Schicksalstag für Nel ASA?
Sollte dieser Eindruck sich bestätigen und fließen in naher Zukunft noch weitere Förderungen, so wird es auch nicht zum Nachteil von Nel ASA sein. Dort mangelt es ohnehin schon seit Längerem an positiven Neuigkeiten. Einzig der höhere Auftragseingang im vergangenen Jahr war ein kleiner Lichtblick. Über noch immer schmerzhafte Verluste konnte das aber nicht weiter hinwegtrösten. Der Kurs hält sich bis heute hartnäckig bei mauen 0,19 Euro.
Für Spannung ist jedoch gesorgt, denn schon heute steht bei Nel ASA die diesjährige Hauptversammlung an. Dabei wird es unter anderem darum gehen, ob Gyuyeon Kang von Samsung E&A im Aufsichtsrat verbleibt. Die Südkoreaner stiegen vor rund einem Jahr mit 9,1 Prozent bei Nel ein, allerdings ohne dass sich daraus bisher nennenswerte Auswirkungen auf den Kurs ergeben hätten. Die Hauptversammlung gilt nun ein Stück weit als eine Art Stimmungstest.
SFC Energy steht bereit
Für etwas mehr Tatendrang würde auch der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy bereitstehen, wo der Kurs heute Morgen um rund 1,8 Prozent zulegen konnte. Im vergangenen Jahr sorgten etwas maue Zahlen noch für Ernüchterung. Mittlerweile blickt das Management aber wieder mutiger nach vorn. Sollte sich in Europa nun vermehrt die Ansicht durchsetzen, dass es mit Wasserstoff vielleicht doch eine interessantere Alternative zu Gas und Co. gibt, würde es weiteren Rückenwind für SFC Energy bedeuten. Blind verlassen können und sollten sich Anleger darauf aber vermutlich nicht.
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