Liebe Leserin, Lieber Leser,
in Sachen Wasserstoffautos hat sich zwar mittlerweile die Ansicht durchgesetzt, dass es wohl bessere Alternativen für den Individualverkehrt gibt. Etwas anders sieht das Ganze aber noch im Öffentlichen Personennahverkehr, oder kurz ÖPNV aus. Wasserstoffbusse sind bereits seit Jahren im Einsatz und bewährt. Nicht nur das: die Bemühungen um eine weitere Expansion werden stetig vorangetrieben. Seit Oktober 2024 sind beispielsweise in Rostock Wasserstoffbusse unterwegs, die mit einer Tankfüllung über 500 Kilometer zurücklegen können.
Der koreanische Konzern Hyundai kündigte nun zusammen mit Partnern einen weiteren Ausbau in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul an. Wie bei „electrive.net“ zu lesen ist, soll zusammen mit Partnern aus dem ÖPNV-Bereich die Basis für eine Erweiterung der Wasserstoff-Infrastruktur geschaffen werden. Hyundai selbst will dafür möglichst zeitnah Wasserstoffbusse des Typs Elec City ausliefern. Im Laufe der nächsten fünf Jahre sollen 400 davon in die Flotten der örtlichen Betreiber wandern.
Hyundai scheint an alles zu denken
Mit Bussen allein ist es aber noch nicht getan. Deshalb soll sich Sewoon Industry darum kümmern, bestehende CNG-Tankstellen in Ballungsräumen zu Wasserstoff-Tankstellen umzurüsten. Zusätzlich dazu sollen bis 2029 zehn neue Standorte in Seoul sowie dem nahegelegenen Incheon entstehen, wo unter anderem der Speicherriese SK Hynix seinen Sitz hat. Die von Hyundai bereitgestellten Busse sollten mit einer Tankfüllung bis zu 750 Kilometer zurücklegen können.
Hyundai Motor Aktie Chart
Hyundai sieht das Ganze als eine praktische Lösung an, um die Einführung von Wasserstoffbussen zu beschleunigen. Darüber hinaus ließ das Unternehmen mitteilen, sich auch weiterhin für eine Stärkung des Wasserstoff-Ökosystems starkmachen zu wollen. Das klingt aussichtsreich, und vielleicht war es auch mit ein Grund dafür, dass die Hyundai-Aktie am Dienstag um knappe sechs Prozent zulegen konnte.
Ballard Power auf dem richtigen Weg?
Nicht nur in Südkorea befinden sich Wasserstoffbusse auf dem Vormarsch. Auch anderswo gewinnt das Thema an Bedeutung, nicht zuletzt infolge der jüngsten Energiekrise. Für den Betrieb werden in der Regel Brennstoffzellen benötigt, da nur die wenigsten Modelle auf eine direkte Verbrennung setzen. Fündig werden Hersteller unter anderem beim kanadischen Unternehmen Ballard Power.
Weltweit zählt Ballard zu den führenden Konzernen in diesem Bereich und seit einer Weile konzentriert man sich verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Herstellern wie Solaris, Wrightbus oder NesoBus. Vom Hyundai-Vorhaben in Südkorea hat man zwar nicht direkt etwas. Sollte es dabei helfen, Wasserstoffbusse noch etwas mehr aus der Nische zu befördern, wäre es aber auch für Ballard Power zweifellos eine positive Entwicklung.
Plug Power: Es wird spannend
Ohne harte Zahlen bleibt es oftmals bei kaum mehr als Zukunftshoffnungen. Daher bleibt wohl noch abzuwarten, welche Erfolge Hyundai beim jüngsten Wasserstoffvorhaben beschert sein werden. Wer es etwas praktischer mag, der wird schon in wenigen Tagen mit Zahlen von Plug Power bedient. Letztere dürften so heiß wie selten zuvor erwartet werden. Stimmung gemacht hat der US-Konzern schließlich immer wieder mit dem Versprechen, in Zukunft deutliche Schritte nach vorn zu machen. Die Bilanzen werden nun zeigen müssen, ob sich das auch mit der tatsächlichen Entwicklung untermauern lässt. Im Vorfeld bleibt es bisher bei Vorfreude. Die Plug Power-Aktie hält sich recht stabil oberhalb der 3-Euro-Marke. Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir es noch mit einem Pennystock zu tun.
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