Liebe Leserin, Lieber Leser,
Experten zweifeln noch immer stark daran, ob Wasserstoffautos überhaupt noch irgendwann eine nennenswerte Rolle in der Mobilität spielen können. Es fehlt an so ziemlich allem. Die Vorteile gegenüber Elektroautos sind allenfalls begrenzt, so überhaupt vorhanden. Außerdem gibt es einen akuten Mangel an Tankstellen und die Lage wird eher schlechter denn besser. Der „Zeitungsverlag Waiblingen“ meldet aktuell, dass eine Wasserstoff-Tankstelle für Autos in Fellbach schon wieder geschlossen hat. Es fehlte dort schlicht an der Nachfrage.
Wie gering das Interesse an Brennstoffzellenfahrzeugen ausfällt, verrät ein Blick in die Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamtes. Dort konnte Hyundai mit dem Nexo in der Klasse die höchsten Absatzzahlen erzielen und die Neuzulassungen von Toyota um das Doppelte übertreffen. So formuliert klingt das erstmal eindrucksvoll. Zu tun haben wir es aber mit einer Situation, in der Hyundai im Februar in Deutschland ganze zwei Nexo loswerden konnte, während nur ein Mirai von Toyota einen Abnehmer fand.
Hyundai lässt nicht locker
Wer auch immer sich für die Fahrzeuge entschieden haben mag: ihm oder ihr stehen aktuell schätzungsweise 150 Wasserstofftankstellen zur Verfügung. Allerdings nicht in Deutschland, sondern in ganz Europa. Zum Vergleich: in Deutschland gibt es aktuell ungefähr 190.000 öffentliche Ladepunkte und knapp 14.000 Tankstellen.
Von all dem scheint sich Hyundai aber nicht weiter beeindrucken zu lassen. Die Südkoreaner halten an ihren Wasserstoffautos fest und planen noch immer mit neuen Modellen. Gesetzt wird darauf, dass wir es lediglich mit einem Henne-Ei-Problem zu tun haben, das sich irgendwann in Zukunft von selbst lösen wird. Darauf vertrauen die Anleger allerdings eher nicht. Dort wird Technologieoffenheit zwar durchaus geschätzt, allerdings eher mit Blick auf die weitaus mehr nachgefragten Hybridfahrzeuge.
Hyundai Motor Aktie Chart
Toyota: Zweifelhafter Vorteil
Auch bei Toyota bleibt Wasserstoff aktuell und das Unternehmen brüstet sich mit einer Reichweite von bis zu 650 Kilometer nach WLTP beim Mirai. Verbunden ist damit das Versprechen, entspannter als mit einem E-Auto unterwegs zu sein, da das Nachladen in der Theorie in nur fünf Minuten möglich ist. Ohne passende Tankstellen kann es aber schon mal abenteuerlich ist. Wer beispielsweise vom Spreewald nach Rügen möchte, wird auf der Strecke keine einzige Wasserstoff-Tankstelle finden.
Einzuplanen ist daher ein Umweg über Rostock, wo sich die einzige Wasserstoff-Tankstelle in der Region befindet. Die Fahrtzeit verlängert sich dadurch mal eben um rund eine Stunde. Der Vorteil zum Elektroauto ist dahin. Das mag ein extremes Beispiel sein, doch so noch mehr Wasserstoff-Tankstellen schließen, dürfte es davon in Zukunft eher mehr als weniger geben.
BMW auf Wasserstoff-Kurs
Dessen ungeachtet macht sich auch BMW dafür bereit, im Jahr 2028 Wasserstoff-Autos in (vermutlich sehr kleiner) Serie zu produzieren. Dafür erhält das Unternehmen auch stattliche Förderungen. Abbringen lässt der Konzern sich davon bislang nicht. Ob das der richtige Weg sein mag, sei dahingestellt. Interessanter scheint Wasserstoff weiterhin in anderen Bereichen zu sein. Allerdings ist BMW auch dabei sehr aktiv. In Leipzig wird für das kommende Jahr mit dem Anschluss eines Standorts an das Wasserstoff-Kernnetz gerechnet. Dann sollen zunächst 150 Tonnen Wasserstoff jährlich in der Lackiererei zum Einsatz kommen. Perspektivisch könnten weitere Anwendungen hinzukommen und die Wasserstoffmenge um den Faktor 10 erhöht werden. Mit einem wirtschaftlichen Betrieb rechnet man aber erst irgendwann in den 2030er Jahren.
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