Liebe Leserin, Lieber Leser,
die Zukunftschancen von Wasserstoff sind weiterhin gigantisch und nie war dies aktueller als während der aktuellen Energiekrise. Klar ist aber auch, dass der Erfolg sich nicht auf eigene Faust erreichen lässt. Um der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen, braucht es eine enge Zusammenarbeit von mehreren Staaten. Deutschland setzt in dieser Beziehung unter anderem auf Japan. Dort erlaubte sich Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) kürzlich einen Besuch, wie die „Deutsche Welle“ zu berichten weiß.
Angesehen hat sich Schnieder unter anderem eine Brennstoffzellenfabrik von Toyota. Stilecht fihr er mit einem BMW iX5 Hydrogen vor und verließ den Standort wieder in einem Crown FCEV von Toyota. Das passte gut, da Toyota und BMW in Sachen Wasserstoff eng zusammenarbeiten. Drei (beneidenswerte) Mitarbeiter von BMW sind dafür sogar nach Japan gezogen.
Mit vereinten Kräften
Die Brennstoffzellenfabrik gilt als Vorzeigeprojekt in der Branche. Die beiden Unternehmen liefern unterschiedliche Komponenten, um möglichst kompakte und effiziente Brennstoffzellen zu entwickeln. Jene kommen dann in eigenen Standorten zum Einsatz. BMW plant etwa damit, im Jahr 2028 in Österreich sein erstes Wasserstoff-Auto in Serie zu fertigen. Die deutsch-japanische Zusammenarbeit geht aber noch weiter über dieses Projekt hinaus.
Seit 2019 arbeiten Deutschland und Japan im Rahmen einer Energiepartnerschaft zusammen, ließ Schnieder mitteilen. Teil davon sind unter anderem Kawasaki Heavy Industries, Daimler Truck, Siemens Energy, ThyssenKrupp Nucera und Toray. Gearbeitet wird nicht nur an neuen Standorten und besseren Technologien. Es wird auch an Finanzierungsmodellen gebastelt, um den Hochlauf von Wasserstoff ankurbeln zu können. Diesbezüglich besteht noch viel Nachholbedarf.
Bescheidene Anfänge
Bei den unterschiedlichen Stationen von Patrick Schnieder in Nihon zeigte sich nur allzu deutlich, dass bisher kaum Projekte über den Pilotstatus hinausgekommen sind. In Osaka ließ sich der deutsche Verkehrsminister eine Handvoll Busse und Gabelstapler mit Brennstoffzellenantrieb zeigen. In Kobe konnte er das weltweit erste Terminal für Flüssigwasserstoff bewundern, welches bislang allerdings nur für Testzwecke genutzt wird.
Dass es noch keine größeren Fortschritte gegeben hat, liegt zu nicht unwesentlichen Teilen am Preis. Insbesondere grüner Wasserstoff ist weiterhin noch zu teuer, als dass er sich von den meisten Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll nutzen ließe. Auch nach den Preissteigerungen der letzten Wochen ist der Einsatz von fossilen Kraftstoffen in der Regel günstiger. Deutschland hat sich zwar zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 75 Prozent der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge emissionsfrei werden zu lassen. In Japan gibt es hingegen keine derartigen Beschlüsse. Dort hat man lediglich das Ziel, bis zum Jahr 2040 die Kapazitäten auf zwölf Millionen Tonnen Wasserstoff jährlich auszubauen.
Toyota, BMW und Co.: Schicksalsgemeinschaft
Toyota Aktie Chart
Es lässt sich nur hoffen, dass Ambitionen und Förderungen noch weiter ansteigen werden. Ein wenig hat sich bereits getan, doch für den Durchbruch auf breiter Front liegt noch Arbeit vor Politik und Unternehmen. Die Partnerschaft mit Japan lässt dabei hoffen. Grundsätzlich sitzt man dort mit Deutschland in einem Boot. Beide Länder sind schwer abhängig von Energieimporten und haben daher ein natürliches Interesse daran, sich mit Wasserstoff weniger abhängig von Öl und Gas zu machen. Kommt es dabei zu Fortschritten, könnte es auch auf die Aktien von Toyota und Co. einen größeren Einfluss als bisher haben. 頑張ってください (Viel Erfolg)!
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