Liebe Leserin, Lieber Leser,
an Fantasie mangelt es Unternehmen aus dem Wasserstoff-Segment eher selten. Im Sektor wird man selten müde, die enormen Wachstumschancen für die Zukunft zu betonen und Aussichten auf neue Auftragsfluten zu basteln. Das geschieht auch längst nicht ohne Grund. Schließlich hat die Technologie ein enormes Potenzial. Ein großes Ziel lautet, Europa unabhängiger von einzelnen Zuliefer-Staaten im Energiebereich zu machen und gleichzeitig den CO2-Ausstoß empfindlich zu senken.
Dass es grundsätzlich ein steigendes Interesse an Lösungen wie Brennstoffzellen gibt, darauf machte auch PowerCell Sweden in der vergangenen Woche bei der Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen aufmerksam. Allerdings beobachtet das Unternehmen nach eigenem Bekunden auch eine spürbare Zurückhaltung bei Förderungen seitens der Politik. Da sich Investitionen aus rein ökonomischer Sicht für die meisten potenziellen Auftraggeber (noch) nicht lohnen, fehlt es da schon mal an konkreten Umsätzen und Auftragseingängen.
PowerCell Sweden fällt zurück
Im vierten Quartal verzeichnete PowerCell Sweden letztlich einen Umsatzverlust von satten 34 Prozent. Damit ließ sich dann auch kein Gewinn mehr erwirtschaften. Im Vorjahreszeitraum konnte noch ein mageres Plus von 2,33 Millionen Schwedischen Kronen (SEK) (ca. 220.000 Euro) ausgewiesen werden. Nun wurde über einen Nettoverlust von 20,98 Millionen SEK berichtet, was umgerechnet knapp zwei Millionen Euro entspricht. Selbst ohne intensives Studium der höheren Mathematik springt hier sofort ins Auge, dass die Gewinne aus Q4 2024 sich längst wieder in Luft aufgelöst haben.
Mit eher vagen Aussichten auf neue Projekte in Europa ließen die Anteilseigner sich nicht einfach abspeisen. Letztlich deutlich negative Tendenzen bei den Zahlen bestimmten die Richtung beim Aktienkurs, der am vergangenen Mittwoch um rund 25 Prozent in die Tiefe rauschte. Seither konnte die PowerCell Sweden-Aktie sich auch nicht nennenswert erholen. Zu Handelsschluss am Freitag standen maue 21,08 SEK auf der Anzeigetafel. Damit setzte sich ein schon länger währender Abwärtstrend fort, durch den sich der Aktienkurs seit den kurzzeitigen Hochs aus dem November schon wieder halbiert hat.
PowerCell Sweden Aktie Chart
Ballard Power gibt nicht auf
Neue Aufträge hatte Ballard Power zuletzt ebenfalls nicht im Gepäck. Dennoch halten die Bullen die Stellung und verhinderten in der vergangenen Woche wenigstens ein Abrutschen unter die psychologisch sehr wichtige Linie von 2 US-Dollar. In einem von Erholung geprägten Marktumfeld konnte der Titel sich um 5,9 Prozent auf 2,15 Dollar verbessern. Aus rein technischer Sicht ist das eine klare Erleichterung. Da es dafür aber keinerlei fundamentale Gründe gab, dürften viele dem Ganzen eher skeptisch gegenüberstehen. Denn in einem Segment, wo Kursaufschläge selbst nach guten Neuigkeiten leider viel zu selten von Dauer sind, ist das Risiko einer Korrektur nach spontanen Aufschlägen umso höher.
Kriegt Plug Power die Anleger noch einmal rum?
Bei Plug Power zeigen die Anleger sich derweil von ihrer wankelmütigen Seite. Nachdem das Unternehmen zum zweiten Mal in Folge keine Zustimmung zur Erhöhung der Aktienmenge und damit letzte der nächsten Kurserholung erhielt, reagierten die Märkte zunächst mi rapide sinkenden Kursen. Am Freitag nutzen einige Marktakteure aber eben diesen Umstand, um auf (hoffentlich) Schnäppchenniveau wieder zuzugreifen. Positiv wurde dabei gewertet, dass Plug Power bei der wichtigsten Abstimmung bereits 49,4 Prozent der Anteilseigner eine Zustimmung abluchsen konnte. Da scheint es nicht weit hergeholt zu sein, dass es beim dritten Mal nun endlich klappen wird. Ob die Möglichkeit neuer Kapitalerhöhungen aus Anlegersicht nun als gute oder doch eher schlechte Neuigkeit zu verstehen ist, das bleib jedem selbst überlssen.
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