Liebe Leserin, Lieber Leser,
in der Schwerindustrie hat es mit dem großen Durchbruch von Wasserstoff bislang nicht ganz geklappt und in der Mobilität scheint die Technologie immer mehr in den Hintergrund zu geraten. Deshalb stecken die Unternehmen aber noch lange nicht den Kopf in den Sand, sondern konzentrieren sich auf einen Bereich, wo der Energiebedarf in Zukunft vielleicht sogar noch höher ausfallen könnte.
Immer stärker lässt sich beobachten, dass Wasserstoff bei KI-Rechenzentren eine größere Rolle spielt. Betreiben lassen sich Standorte damit im Zweifel auch ohne Anschluss an vorhandene Netze. Notwendig dafür sind geeignete Brennstoffzellenlösungen, und eben solche hat unter anderem FuelCell Energy zu bieten. Das Unternehmen stellte kürzlich eine neue, skalierbare Variante vor.
FuelCell Energy stellt sich auf hohe Nachfrage ein
Kombiniert werden bei Fuelcell Energy jeweils zwei 1,25-Megawatt-Module zu 2,5-Megawatt-Modulen. Mit fünf davon wird ein Block geformt, der über eine Leistung von 12,5 Megawatt verfügen soll. Für ein kleineres Rechenzentrum würde das bereits ausreichen. Vorgestellt wurde das Ganze aber explizit als modulares Konzept nach dem Baukasten-Prinzip. Wer also beispielsweise 100 Megawatt benötigt, ordert gleich acht Systeme.
FuelCell betont die Vorteile dieses Ansatzes. Entwickler seien damit in der Lage, Projekte schneller zu skalieren, ohne auf den Ausbau des öffentlichen Netzes zu warten. Die Systeme arbeiten laut Unternehmen leise und emissionsarm, was die Genehmigung erleichtern und hinsichtlich der Standortwahl mehr Flexibilität ermöglich. Gerechnet wird mit einer hohen Nachfrage, weshalb die Produktionskapazität in Connecticut in weiser Voraussicht schon mal erhöht werden soll. Von aktuell 100 Megawatt soll es in Zukunft auf 350 Megawatt aufwärts gehen. Den Anlegern scheint es aber noch an konkreten Aufträgen zu mangeln, sodass die FuelCell Energy noch keine Freudensprünge macht.
FuelCell Energy Aktie Chart
Bloom Energy konnte bereits punkten
Welches Potenzial sich durch Wasserstoff auch für Aktienkurse ergibt, das zeigte sich bereits bei Bloom Energy sehr anschaulich. Ein Deal mit Oracle beförderte die Kurse im vergangenen Jahr in schwindelerregende Höhen. Dass in Texas der Ausbau eines Standorts wieder kassiert wurde und Führungspersonal fleißig Aktien verkaufte, trübte die Stimmung zuletzt etwas. Doch mit einem Schlusskurs von 141,33 US-Dollar am Montag blieb es noch immer bei einem Plus von 490 Prozent im Jahresvergleich. Davon können die meisten Mitbewerber nur träumen.
Plug Power rührt die Werbetrommel
Erkannt hat die Chancen im Segment jedoch auch Plug Power, wo das Thema KI-Rechenzentren bei Investorenkonferenzen immer mehr in den Mittelpunkt rückt. In den letzten Jahren kümmerte sich das US-Unternehmen vor allem um die Effizienz, und das mit einigem Erfolg. Bei den letzten Zahlen konnte Plug Power erstmals eine positive Bruttomarge erreichen. Nun soll auch dank KI-Rechenzentren der Absatz gesteigert werden, um in wenigen Jahren auch unter dem Strich in die schwarzen Zahlen zu finden.
Zu diesem Zweck werden intensive Kontakte zu diversen Unternehmen gepflegt und in der Zwischenzeit bemüht sich Plug Power darum, bis zu 250 Megawatt aus Wasserstoff erzeugtem Strom bei einer Auktion des größten US-Netzbetreibers PJM Interconnection loszubekommen. Letzterer hat mit drohenden Engpässen zu kämpfen, da der Energiehunger von KI-Rechenzentren für enorme Belastungen sorgt. Für Plug Power ergeben sich also sowohl heute als auch in Zukunft interessante neue Gelegenheiten.
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