Wasserstoff-Aktien: Evonik spart nicht bei Wasserstoff, Siemens Energy prüft eine Abspaltung und ThyssenKrupp Nucera dient als mahnendes Beispiel!

Es bleibt Bewegung im Wasserstoffsegment und bei Evonik wird trotz umfangreicher Sparpläne an anderer Stelle weiter in die Technologie investiert.

Auf einen Blick:
  • Evonik kündigt ein neues Entwicklungszentrum in Shanghai an.
  • Dort soll an neuen Membranen für Elektrolyseure gearbeitet werden.
  • Siemens Energy schaut sich derweil an, ob Elektrolyseure noch zum Portfolio passen.
  • ThyssenKrupp Nucera beweist, dass eine Abspaltung kein Erfolgsgarant ist.

Liebe Leserin, Lieber Leser,

falls ein Unternehmen nicht irgendwie mit KI und ganz speziell mit der Chipfertigung im Zusammenhang steht, fällt die Stimmung an den Märkten derzeit eher verhalten aus. Selbst die Aktie von SpaceX musste zuletzt einige Verluste wegstecken. Für einigen Schub sorgte noch die vorläufige Einigung zwischen den USA und dem Iran, was aber schon wieder an Strahlkraft verloren hat und aufgrund niedrigerer Ölpreise für Wasserstoff-Aktien ohnehin eher als Belastung verstanden wurde.

Doch es bleibt Bewegung im Segment und obschon noch immer viel gespart wird, behalten große Unternehmen das Thema Wasserstoff fest im Blick. Beobachten lässt sich das aktuell bei Evonik. Dort wurde ein erweitertes Sparprogramm angekündigt, in dessen Rahmen der Abschied vom Geschäft mit Polyester ansteht. Doch wenn es um Wasserstoff geht, traut sich Evonik sogar einen Schritt nach vorne.

Evonik investiert in China

Chancen erkennt der Chemiekonzern in China, wo in Shanghai ein neues Entwicklungszentrum für Elektrolyse-Technologie aus dem Boden gestampft werden soll. Darüber berichtete das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR). Es soll sich um die erste Einrichtung dieser Art von Evonik handeln. Gearbeitet werden soll dort an Anionenaustauschmembranen, die unter realen Bedingungen in Zusammenarbeit mit Kunden getestet werden können.

Natürlich geht das an der Börse angesichts neuerlicher Sparpläne und massiver Stellenabbauten ein wenig unter und die Evonik-Aktie kann kaum profitieren. Interessant ist das Vorgehen aber allemal. Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich bekanntlich irgendwo ein Fenster. Für Evonik scheint sich manche Tür in Deutschland geschlossen zu haben und das offene Fenster wird nun in China vermutet.

Evonik Aktie Chart

Siemens Energy: Auf dem Prüfstand

Siemens Energy scheint den umgekehrten Weg zu gehen. Darauf lässt zumindest ein Bericht des „Manager Magazin“ schließen. Dort heißt es, dass aktuell intern wohl nicht nur eine Abspaltung der Windkrafttochter Gamesa durchgespielt wird. Auch ein Abschied von „Transformation of Industry“ scheint Thema zu sein. Die Sparte beschäftigt sich mit Industriekunden und bietet Lösungen in unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehören auch Elektrolyseure für die Herstellung von grünem Wasserstoff.

Eine endgültige Entscheidung wurde noch nicht getroffen. Siemens Energy scheint sich aber vordergründig auf seine lukrativen Geschäftsbereiche konzentrieren zu wollen. Was immer bei der Rendite nicht mithalten kann, muss sich kritische Blicke seitens des Managements wohl gefallen lassen.

ThyssenKrupp Nucera in niedrigen Gefilden

Dass eine solche Abspaltung nicht immer in einen bahnbrechenden Erfolg mündet, das zeigt die Aktie von ThyssenKrupp Nucera sehr deutlich. Bereits vor knapp drei Jahren ging das Papier an den Start, was damals auch durchaus hoffnungsvoll von den Märkten begleitet wurde. Doch es kam zu diversen Enttäuschungen, und das ganz besonders beim Geschäft mit Wasserstoff. In der Folge stürzte die Aktie bis auf 7,83 Euro am heutigen Freitagmorgen. Das sind rund zwei Drittel weniger als zum Börsengang im Juli 2023.

Allerdings lassen sich Nucera und Siemens Energy nur bedingt miteinander vergleichen. Transformation of Industry mag aktuell nach Gamesa die kleinste Säule bei Siemens Energy sein. Sie konnte im vergangenen Jahr aber dennoch respektable Umsätze und eine operative Marge von rund sieben Prozent erzielen. Das sind im Wasserstoffsegment durchaus ansehnliche Werte. Denn die meisten anderen Unternehmen erzeugen hier vor allem Verluste. Die letztlich etwas breitere Aufstellung der potenziellen Siemens Energy-Abspaltung könnte sich als Vorteil erweisen. Ohne offizielle Ankündigung lässt sich aber freilich nur munter spekulieren.

Evonik-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evonik-Analyse vom 19. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Evonik-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evonik-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Evonik: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)