Liebe Leserin, Lieber Leser,
Wasserstoff verspricht, weite Probleme rund um das Thema Energieversorgung und Klimaschutz elegant zu lösen. Dummerweise ist nicht annähernd davon vorhanden, obschon es sich mit Abstand um das häufigste Element im Universum handelt. Die Vorkommen sind selbst auf der Erde so gut verschlossen, dass der Menschheit der Zugriff darauf verwehrt bleibt.
Forscher der ETH Zürich wollen nun festgestellt haben, dass sich im Erdkern noch mehr Wasserstoff als bisher angenommen versteckt. In einer Studie kam man zu dem Schluss, dass der Wasserstoffgehalt des Erdkerns sich auf 0,07 bis 0,36 Prozent belaufen dürfte. Das klingt nicht nach viel, doch aufgrund der unvorstellbaren Größe des Planeteninneren würde es sich auf das 9- bis 50-fache der Wassermenge sämtlicher Ozeane belaufen. Das sollte ausreichen, um die Menschheit ein paar Jahrhunderte über Wasser zu halten.
Der Wasserstoff bleibt im Erdkern
Das ist eine interessante Erkenntnis, welche an der Börse aber völlig bedeutungslos ist. Denn erreichbar ist der Wasserstoff im Erdkern nicht. Die tiefste Bohrung der Menschheit schaffte es auf etwas mehr als niedliche zwölf Kilometer, und schon dabei versagt das Equipment in jedweder nur vorstellbaren Weise. Der Erdkern beginnt ab einer Tiefe von ungefähr 3.000 Kilometern. Da entsteht eine doch recht offensichtliche Differenz.
Selbst wenn sich dies eines schönen Tages durch eine wie auch immer geartete Zukunftstechnologie überbrücken ließe, so würde sich weiterhin die Frage stellen, wie sich Wasserstoff aus dem Erdkern extrahieren ließe und ob das überhaupt eine besonders gute Idee wäre. Viel mehr als Science Fiction bleibt da am Ende nicht. Die Dienste von Unternehmen wie Plug Power bleiben also weiterhin gefragt.
Zinssorgen machen sich bei Plug Power breit
Dort stellt sich aber ein wenig die Frage, ob weitere Aktivitäten sich noch finanzieren lassen. Nachdem Arbeitsmarktdaten aus den USA recht solide ausfielen, ließen die Hoffnung auf sinkende Zinsen nach. Das ist für Plug Power ein Problem, da sich daraus auch Aussichten auf anhaltend hohe Kapitalkosten ergeben.
Plug Power Aktie Chart
Das derzeitige Ringen um die nächste Kapitalerhöhung dürfte unter diesen Voraussetzungen sehr wahrscheinlich nicht die letzte Maßnahme dieser Art darstellen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf lässt die Stimmung unter den Aktionären weiter nach. Die Plug Power-Aktie fiel am Donnerstag um 6,7 Prozent auf 1,82 US-Dollar zurück.
Auch Bloom Energy und Nel ASA haben nichts zu lachen
Hohe Zinsen lassen auch dezente Zweifel daran aufkommen, wie lange der KI-Hype noch tragbar ist. Denn auch Rechenzentren werden derzeit zuweilen auf Pump finanziert. Das geht so lange gut, bis irgendjemand in der Finanzkette das Vertrauen verliert und die Notbremse zieht. Bisher ist es dazu nicht gekommen. Wachsende Ängste davor ließen die Aktie von Bloom Energy aber gestern spontan um 10,6 Prozent auf 139,03 Dollar fallen. Das Unternehmen steht voll und ganz im Zeichen des KI-Booms, da die Brennstoffzellen bei Rechenzentren sehr gefragt sind.
Immerhin gibt es bei Bloom Energy damit überhaupt einen Lichtblick, was bei Nel ASA leider kaum noch der Fall ist. Ausbleibende (positive) Neuigkeiten lassen den Kurs langsam, aber konstant in die Tiefe rauschen. Gestern ging es um 2,1 Prozent auf 0,189 Euro abwärts. Nel bohrt wenigstens an der Börse immer tiefer, wird dort aber keinen wasserstoffreichen Erdkern, sondern höchstens einen bodenlosen Abgrund erreichen können.
Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
