Liebe Leserin, Lieber Leser,
obschon die Notwendigkeit für alternative Kraftstoffe nie so offensichtlich war wie heute, wird das Thema Wasserstoff von vielen Unternehmen weiterhin etwas stiefmütterlich behandelt. Einen großen Schritt nach vorne stellt nun Daimler Truck in Aussicht. Seit jeher verfolgt das Unternehmen nach eigenen Angaben eine „Doppel-Strategie“. Dabei bleiben batterieelektrische Fahrzeuge im Vordergrund und solche seien auch für die meisten Anwendungsfälle der eigenen Kunden die beste Wahl. Doch bei Distanzen deutlich über 1.000 Kilometern, hohen Nutzlasten oder energieintensiven Anwendungen kommt die Technologie wohl an ihre Grenzen.
Um auch dort präsent zu sein, arbeitet Daimler Truck schon seit einer Weile mit Volvo beim Joint Venture cellcentric zusammen. Am heutigen Dienstag verkündeten die Unternehmen nun, einen weiteren Partner begrüßen zu dürfen. Niemand Geringeres als Toyota stößt dazu und will sich als Anteilseigner an cellcentric beteiligen. Daimler Truck begrüßt dies ausdrücklich und erwartet sich dank 30-jähriger Expertise von Toyota bei Brennstoffzellen bedeutende Fortschritte.
Vorteile für Daimler Truck und Co.
Die langjährige Erfahrung von Toyota wird als ein wesentlicher Vorteil der Zusammenarbeit genannt. Als zweites setzen Daimler Truck und Partner darauf, beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft schneller skalieren zu können und damit Preise sowie Einstiegshürden senken zu können. Als dritten großen Vorteil nennt Daimler Truck auf der eigenen Webseite den Aufbau eines Wasserstoff-Ökosystems. Zusammen mit Partnern verfüge man über eine starke Stimme, um den Aufbau entsprechender Infrastruktur aktiv zu unterstützten. Sei es in Form von Elektrolyse, Transport oder Wasserstofftankstellen.
Volvo-Group-CEO Martin Lundstedt spricht ebenfalls in den höchsten Tönen von der neuen Zusammenarbeit. Seiner Ansicht nach könne Toyota dabei helfen, die „notwendige kritische Masse“ zu erreichen. Das sei nicht zuletzt gegenüber Kunden und Lieferanten ein wichtiges Signal. Der Einstieg von Toyota bei cellcentric wird als ein großer Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der eigenen Industrien angesehen.
Toyota will an die Spitze
Toyota-Chef Koji Sato kommentierte das Ganze natürlich ebenfalls und sprach in typisch japanischer Bescheidenheit von Dankbarkeit ob der Möglichkeit, in Zukunft gemeinsam mit Daimler Truck und der Volvo Group am Aufbau einer Wasserstoffgesellschaft mitwirken zu können. Gleichzeitig hat Toyota sich hohe Ziele gesetzt. Angestrebt wird, eines der weltweit führenden Brennstoffzellensysteme für schwere Nutzfahrzeuge auf die Beine zu stellen. Zu hören gab es also letztlich viele große Worte und es sind große Namen, die nun zusammen an Fortschritten im Wasserstoffbereich arbeiten. Dennoch haben wir es zunächst erst einmal nur mit einer Absichtserklärung zu tun. Ob daraus dann auch große technologische oder ökonomische Durchbrüche entstehen, das bleibt wohl noch abzuwarten.
Neuer Mut an der Börse?
Daimler Truck Aktie Chart
Den Aktien der beteiligten Unternehmen scheint die Kooperation nicht zu schaden. Sowohl die Aktie von Daimler Truck als auch die Papiere von Volvo und Toyota freuten sich am Dienstag über grüne Vorzeichen. Die Aufschläge beliefen sich jeweils auf etwas mehr als ein Prozent. Dabei mag aber auch die allgemein wieder etwas ruhigere Marktstimmung eine Rolle gespielt haben. Bei keinem der Konzerne handelt es sich um Pure Player. Weiterhin bestehende Vorbehalte der Märkte gegenüber Wasserstoff können hier deshalb auch etwas besser verdaut werden.
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