Liebe Leserin, Lieber Leser,
Europa hat in Sachen Wasserstoff zwar noch immer eine Vorreiterrolle. Man kommt derzeit aber nicht recht vorwärts. Absichtserklärungen gibt es noch und nöcher und sogar das eine oder andere neue Projekt wird an den Start gebracht. Beim wohl größten Problem von Wasserstoff in Form des Preises lassen merkliche Fortschritte aber auf sich warten.
Nun scheint sich China anzuschicken, in dieser Hinsicht für Fortschritte zu sorgen. Das Portal „electrive.net“ berichtet unter Verweis auf eine Berichterstattung von „CnEVPost“ über Pläne, mit denen die Kosten je kg Wasserstoff für Endverbraucher auf unter 25 Yuan sinken sollen. Das wären umgerechnet etwas mehr als drei Euro. Wer hierzulande an einer Wasserstoff-Tankstelle tankt, zahlt gerne mal das Vierfache. In einigen ausgewählten Regionen könnten sogar Preise von 15 Yuan denkbar sein.
China hat große Pläne
Um das Ganze umzusetzen, beschränkt sich China nicht auf grünen Wasserstoff, sondern praktiziert die oft beschworene Technologieoffenheit. Das dürfte es Unternehmen wie Sinopec etwas einfacher machen, die nötigen Effizienzgewinne zu erzielen und die Preissenkungen damit sowie mit eventuellen Subventionen auch zu ermöglichen.
Zunächst sollen in China Wege zur Kommerzialisierung von Wasserstoffenergie wissenschaftlich, systematisch und aktiv erforscht werden, um die Rahmenbedingungen für die industrielle Entwicklung zu verbessern. Bis zum Jahr 2030 sollen dann in Städteclustern vollständige Wertschöpfungsketten entstehen. Wo genau dies umgesetzt werden mag, scheint noch offen zu sein.
Sinopec unter Druck?
Auch sonst sind viele Details noch ungeklärt, doch die Pläne sind ambitioniert. So soll die Flotte an Brennstoffzellenfahrzeugen bis zum Jahr 2030 verdoppelt werden, was wiederum für Unternehmen wie Weichai Power nach einer hervorragenen Neuigkeit klingt. Dort wurde erst kürzlich ein Brennstoffzellen-Joint-Venture mit Sinotruk Hydrogen aufgestockt. Günstigerer Wasserstoff macht Trucks und damit auch Brennstoffzellen natürlich direkt zu einer interessanteren Angelegenheit.
Für Sinopec hingegen entsteht ein wenig der Druck, bei der Effizienz besser zu werden und trotz der angestrebten Preise der Regierung halbwegs wirtschaftlich den Weg zu ebnen. Da es sich aber um ein staatliches Kernunternehmen handelt, wird man sich wahrscheinlich auf genügend Unterstützung einstellen können, sei es direkter oder indirekter Natur. Tatsächlich dürfte das Unternehmen ein elementares Werkzeug der Regierung sein, um die angestrebten Ziele zu erreichen.
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Der Ansatz ist nicht verkehrt
Die Pläne der chinesischen Regierung wirken im ersten Moment disruptiv, wenn nicht gar revolutionär. Ob und wie diese erreicht werden, bleibt allerdings noch abzuwarten. Richtig erkannt hat man in Peking aber, dass es vor allem hohe Preise sind, welche einem Erfolg von Wasserstoff weiterhin im Wege stehen. Der Ansatz ist daher nicht unbedingt verkehrt.
Letztlich kocht man aber auch in China nur mit Wasser und sollten Preissenkungen letztlich nur mit aggressiven Subventionen erreicht werden, könnte sich das Ganze auch als Pyrrhussieg herausstellen. Zwar hat China in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass eine solche Brechstangentaktik durchaus funktionieren kann. Das ist aber kein Garant dafür, dass es bei Wasserstoff genauso laufen wird. Anlegern ist daher nicht zu empfehlen, aufgrund der neuerlichen Pläne direkt das komplette Portfolio auf den Kopf zu stellen. Indes wäre es aber wünschenswert, würde die europäische Politik sich bei den Zielen die eine oder andere Scheibe abschneiden.
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