Liebe Leserin, Lieber Leser,
es lässt sich nicht leugnen, dass die freie Wirtschaft sich mit dem Aufbau von Wasserstoff-Infrastruktur noch immer sehr schwertut. Die geringe Verfügbarkeit führt zu hohen Preisen und damit einer überschaubaren Nachfrage. Das ist das klassische Henne-Ei-Problem, mit dem viele neue Technologien zu kämpfen haben, wenn dahinter nicht gerade billionenschwere Tech-Giganten sitzen. Um die Problematik zu überwinden, führt an der Politik kein Weg vorbei.
Dort scheint es nun auch endlich handfeste Fortschritte zu geben, die über bloße Lippenbekenntnisse hinausgehen. Wie das Bundesverkehrsministerium bereits am Donnerstag mitteilen ließ, stehen 220 Millionen Euro für die Förderung von Wasserstoff-Tankstellen sowie dazugehörigen Fahrzeugen bereit. Insbesondere der Schwerlastverkehr, bei dem Experten für Wasserstoff mit die größten Chancen sehen, soll auf diesem Wege unterstützt werden.
Chancen für Cavendish Hydrogen?
Wer die Förderungen genau in Anspruch nehmen mag und welche Aufträge sich daraus ergeben könnten, das lässt sich freilich noch nicht mit Sicherheit sagen. Zunächst gilt es, die Frist für Antragstellungen abzuwarten, welche noch bis Mai läuft. Grundsätzlich könnte es aber gerade für Unternehmen interessant werden, die sich auf Betankungslösungen spezialisiert haben. Dazu zählt die ehemalige Nel-Tochter Cavendish Hydrogen.
Der Blick auf den Aktienkurs lässt wenigstens vermuten, dass die Anleger endlich wieder neue Chancen schnuppern könnten. Denn seit Mitte Januar lässt sich eine vorsichtige Kurserholung beobachten. Am Dienstagmorgen setzte jene sich fort mit Zugewinnen von respektablen 3,7 Prozent in Frankfurt, was den Kurs auf 0,65 Euro beförderte. Ein Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland im großen Stil wäre für Cavendish selbst dann eine gute Neuigkeit, wenn sich daraus keine direkten Aufträge ergeben sollten. Denn es würden immerhin die Aussichten darauf steigen, dass in Zukunft die Nachfrage ansteigt.
Cavendish Hydrogen Aktie Chart
Daimler Truck will schon bald in Serie gehen
Vielleicht etwas konkreter sind die Chancen, welche sich für Daimler Truck ergeben. Schließlich wird dort schon seit Längerem an Wasserstoff-Lkw gefeilt. Im Januar ließ das Unternehmen verkünden, damit bereits zum Jahresende in Serie gehen zu wollen. Das Interesse der Kundschaft dürfte umso höher ausfallen, je unkomplizierter die Mercedes-Benz-Trucks aufgetankt werden können. Eine möglichst breite Verfügbarkeit von Wasserstoff-Tankstellen ist daher ein Schlüsselfaktor für den Erfolg in diesem Segment.
Ob entsprechende Hoffnungen die Anteilseigner heute beeinflusst haben mögen, sei dahingestellt. Feststellen lässt sich aber eine positive Kursentwicklung. Bis zum Nachmittag ging es für die Anteilsscheine von Daimler Truck um 4,4 Prozent auf 43,21 Euro aufwärts. Seit Jahresbeginn hat die Aktie sich im Wert bereits um gut 15 Prozent verbessert. Die Wasserstoffvorhaben scheinen also in jedem Fall nicht zu schaden.
Nel ASA: Dauergast im Kurskeller
Wenige Chancen rechnen die Börsianer sich hingegen noch immer aus, wenn es um Nel ASA geht. Dort hält der Kurs sich hartnäckig unterhalb der Linie von 0,20 Euro, woran sich auch heute wohl sehr wahrscheinlich nichts ändern wird. Zwar ist jeder Fortschritt in Sachen Wasserstoff auch hier als positiv zu werten. Ganz offensichtlich erwarten die Märkte aber nicht, dass Nel auf der Liste potenzieller Gewinner allzu weit oben steht. Das liegt auch daran, dass Auftragseingänge hier noch größeren Seltenheitswert haben als anderswo. Es lässt sich nur darauf hoffen, dass dieser Eindruck mit den für Anfang März erwarteten Zahlen etwas entkräftet werden kann. Darauf verlassen wollen die Anlegerinnen und Anleger sich aber aus gutem Grund nicht.
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