Liebe Leserin, Lieber Leser,
eigentlich könnte man für Wasserstoff-Aktien etwas Gutes darin sehen, wenn die Preise von Öl und Gas (deutlich) anziehen. Schließlich ist der hohe Preis von Wasserstoff einer der größten Gründe dafür, dass dem Kraftstoff der Durchbruch in der Breite bisher verwehrt blieb. Je höher die Preise für Öl und Gas ausfallen, desto eher kann Wasserstoff mithalten, so zumindest die Theorie. Für solche Gedankenspiele scheint sich im Handel am Montag aber kaum jemand zu interessieren.
Stattdessen herrscht vor allem große Verunsicherung, nachdem im Iran ein handfester Krieg mit bisher ungewissem Ausgang ausgebrochen ist. Das führt dazu, dass die Börsianer umschichten und sich zugunsten von Gold und anderen „sicheren Häfen“ von spekulativen Investments trennen. In letztere Kategorie müssen auch die meisten, wenn nicht alle Wasserstoff-Aktien weiterhin gezählt werden.
Tiefrote Kurse bei Plug Power
Im Falle von Plug Power scheinen die Anleger auch nicht darauf zu hoffen, dass die heute anstehenden Quartalszahlen einen nennenswerten Kontrast liefern können. Trotz der Ankündigung eines Immobilienverkaufs rechnen die meisten Beobachter erneut mit tiefroten Zahlen. Alles andere wäre eine handfeste Überraschung und nicht umsonst hat der Konzern zuletzt zumindest die Möglichkeit für weitere Kapitalerhöhungen geschaffen.
So der Ausblick nicht eine waschechte Überraschung mit sich bringen mag, bleibt es also bei einer eher problematischen Ausgangslage und auf die große Erlösung will sich an den Märkten momentan niemand verlassen. In der Folge ging es für Plug Power vorbörslich um weitere 3,4 Prozent auf 1,73 US-Dollar abwärts, nachdem der Freitag die Kurse bereits um über sechs Prozent abwerten ließ.
Plug Power Aktie Chart
Bloom Energy: Vorstände unter den Verkäufern
Bloom Energy wird derweil zusätzlich davon belastet, dass die KI-Euphorie auch nach fulminanten Zahlen von Nvidia dezent nachlässt und gigantische Investitionen in Rechenzentren immer skeptischer beäugt werden. Als wäre das zusammen mit dem negativen Marktsentiment noch nicht genug, machte Chief Legal Officer und Corporate Secretary Shawn Marie Sonderberg auch noch mit Aktienverkäufen auf sich aufmerksam. In der vergangenen Woche platzierte er laut einer Börsenmitteilung 45.244 Stammaktien zu insgesamt 8,09 Millionen Dollar.
Das ist zwar im Rahmen eines festgelegten Handelsplans geschehen und damit keine spontane Angelegenheit. Dennoch kommt an den Märkten das Signal an, dass mancher Manager im Unternehmen von weiteren Wachstumsimpulsen vielleicht nicht vollständig überzeugt ist. Quittiert wird die explosive Ausgangslage am Montag mit Verlusten von rund vier Prozent im vorbörslichen Handel und auch hier gab es schon vor dem Wochenende deutliche Abwertungen zu sehen.
Nel ASA verliert den Halt
Bei Nel ASA konnte die Enttäuschung über die letzten Quartalszahlen bereits verdaut werden. Dadurch bedingt ist ein theoretisches Comeback aber noch einmal weiter in die Ferne und damit ins Reich der Fantasie gerückt. Die Aktie ist spekulativer als je zuvor, und wie eingangs bereits erwähnt ist das momentan nicht gefragt. Folgerichtig wertete der Aktienkurs heute bis zum Nachmittag um weitere 2,2 Prozent auf 0,176 Euro ab. Der Abstand zum Allzeit-Tief bei 0,166 Euro scheint immer schneller dahinzuschmelzen. Aktuell trennt die Nel ASA-Aktie davon nur noch exakt ein Cent. Es dürfte sich von selbst verstehen, dass neue Tiefststände nicht eben positive Chartsignale aussenden würden.
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