Liebe Leserin, Lieber Leser,
dass die Elektromobilität in Deutschland sich noch immer schwertut und mit steigenden Absatzzahlen im vergangenen Jahr lediglich herbe Rückgänge aus 2024 ausgeglichen werden könnte, das liegt nach Ansicht nicht weniger Experten an einer noch immer verbesserungswürdigen Infrastruktur. Es fehlt vielerorts noch immer an Lademöglichkeiten. Immerhin ist die Ausgangslage aber deutlich besser als bei Wasserstoff. Denn entsprechende Tankstellen haben hier Seltenheitswert.
Wie das „Handelsblatt“ unter Verweis auf Daten von H2 Mobility berichtet, vollzieht sich derzeit sogar ein rapider Schrumpfkurs. Die Anzahl an öffentlich zugänglichen Wasserstoff-Tankstellen ist demnach im Laufe der letzten zwei Jahre von 80 auf nur noch 50 gesunken. Pikant ist dabei, dass wohl so mancher öffentlich geförderte Standort schon wieder geschlossen wurde. Es ergibt sich eine Situation, in der sich Wasserstoff-Autos in immer mehr Regionen nicht praktikabel nutzen lassen.
BMW will trotzdem in die Serienfertigung
Bei den meisten Herstellern hat sich das längst herumgesprochen, weshalb aktuell auch nur noch zwei Wasserstoff-Autos in Deutschland tatsächlich erhältlich sind. Volkswagen, Mercedes-Benz und Co. haben sich von dem alternativen Kraftstoff längst verabschiedet. Einzig BMW hält hierzulande an seinen Plänen für ein Wasserstoff-Auto fest. 2028 soll es in die Serienproduktion gehen. Angesichts aktueller Absatzzahlen und einem rückläufigen Trend bei Wasserstoff-Tankstellen sei aber die Frage erlaubt, wie groß diese Serie letztlich sein mag.
Die Unternehmen hinter den Wasserstofftankstellen haben sich längst umorientiert. Mit Fahrern von H2-Autos lässt sich aktuelle kein Geld verdienen, und wenig spricht dafür, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird. Daher rücken vermehrt Tankstellen für Lkw in den Vordergrund, die auch nicht unbedingt öffentlich zugänglich sein müssen. Genau dieses Geschäftsmodell steht auch bei Cavendish Hydrogen im Mittelpunkt. Die Chancen sind größer, die Kundschaft verlässlicher. Dem Aktienkurs hat es dennoch wenig geholfen. Mangels überzeugender Auftragseingänge und mauer Zahlen ging es in den letzten sechs Monaten um über 20 Prozent abwärts. BMW hat hingegen einen positiven Trend an der Börse vielen Faktoren zu verdanken, aber keiner davon hat auch nur entfernt etwas mit Wasserstoff zu tun.
BMW Aktie Chart
Ballard Power orientiert sich neu
Wasserstoff bleibt eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft. Daran ist kaum zu rütteln. Um damit auch Geld verdienen zu können, bietet sich aber vielleicht ein Perspektivwechsel an. Der alternative Kraftstoff muss bevorzugt dort ankommen, wo es keine (emissionsfreie) Alternative gibt. Manch einer tut sich noch schwer damit, alte Strategien über den Haufen zu werfen. Ballard Power aber hat für sich bereits erkannt, wo sich Optimierungsbedarf verbirgt.
Im vergangenen Jahr stellten die Kanadier einiges auf den Kopf und verabschiedeten sich sogar von kompletten Märkten. Dafür wird umso mehr in die Bereiche Bahn und Lkw investiert. Das zeigte bereits erste Früchte. Es konnten frische Aufträge an Land gezogen werden und sinkende Kosten sorgten für einen angenehmeren Ausblick bei den Bilanzen. Der Aktienkurs ließ zuletzt zwar etwas nach. Mit 2,79 US-Dollar zu Handelsschluss am Montag konnten aber noch Aufschläge von rund 60 Prozent im 12-Monatsvergleich gefeiert werden.
Auch bei Ballard Power bleiben noch einige Zweifel und Stolpersteine. Das Unternehmen hat aber gezeigt, dass es sich auf Veränderungen am Markt durchaus einstellen kann. Vielleicht werden sich in Zukunft eben jene Unternehmen als Sieger herausstellen, die nicht starr an alten Vorhaben festhalten, auch wenn jene sich bereits als längst überholt erwiesen haben.
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