Liebe Leserin, Lieber Leser,
jahrelang wartete man an der Börse und anderswo vergeblich daraus, dass Wasserstoff endlich den ganz großen Durchbruch erzielen könnte. Hoffnungen auf Chancen bei Wasserstoff-Autos konnten nicht erfüllt werden. In der Industrie geht es nur schleppend voran und insbesondere der vielbeachtete Stahlsektor ruderte bereits teilweise zurück. Letztlich scheinen es KI-Rechenzentren zu sein, welche das Thema Wasserstoff bzw. Brennstoffzellen endlich mehr in den Vordergrund rücken.
Im Zentrum dieser Entwicklung steht Bloom Energy, welches bereits im vergangenen Jahr mit entsprechenden Kooperationen und Aufträgen für Aufsehen sorgte. Darauf folgte eine beispiellose Rallye und kürzlich ein Auftrag von Oracle im Gigawatt-Bereich. Die Erwartungen der Börsianer steigerten sich immer weiter, und mit ihnen der Aktienkurs. Trotz Zugewinnen von über 1.000 Prozent im Jahresvergleich scheinen die Börsianer Bloom Energy aber sogar noch unterschätzt zu haben.
Bloom Energy sorgt für staunende Gesichter
Denn was Bloom Energy am Dienstag vorlegen konnte, dürfte selbst die größten Optimisten positiv überrascht haben. Die Umsätze im vergangenen Quartal verbesserten sich mal eben um 130 Prozent auf 751 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig ging es mit der Bruttomarge um 2,8 Prozentpunkte auf nun rund 30 Prozent in die Höhe. Daraus ergab sich ein Ebitda in Höhe von 142 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie wurde auf 0,44 Dollar beziffert.
Die Analysten rechneten im Vorfeld mit sehr viel weniger. Die Konsensschätzung sah lediglich ein Ebitda in Höhe von 53 Millionen Dollar und ein EPS von 0,08 Dollar vor. Diese Vorhersagen konnte das Unternehmen nicht nur überbieten, sondern regelrecht pulverisieren. Das ganze erinnert schon fast an die besten Tage von Nvidia, wenn auch in absoluten Zahlen ein paar Stockwerke tiefer.
Kein Halten mehr
CEO KR Sridhar rief da schon mal gleich ein neues Zeitalter aus und ließ wissen, dass Bloom sich schnell zur ersten Wahl für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren entwickle. Die Prognose für das laufende Jahr wurde deutlich nach oben angepasst. Die Umsätze sollen sich um rund 80 Prozent verbessern. Zuvor wurden lediglich 60 Prozent in Aussicht gestellt. Die Anleger kannten da kein Halten mehr. Mit dem Aktienkurs ging es heute vorbörslich um knapp 19 Prozent aufwärts. Das bisherige Allzeit-Hoch bei 242,20 Dollar dürfte mit Leichtigkeit übertroffen werden. Es deuten sich Kurse bei rund 270 Dollar an.
Bloom Energy Aktie Chart
Cavendish Hydrogen und Nel ASA: Es geht voran
Cavendish Hydrogen muss derweil sehr viel kleinere Brötchen backen. Melden konnten die Norweger aber immerhin einen Vertrag über rund 1,4 Millionen Euro für eine neue Wasserstofftankstelle. Außerdem war zu hören, dass im vierten Quartal 2025 372.000 Kilogramm Wasserstoff durch das eigene Tankstellennetz flossen. Das entspricht einem neuen Rekord und lässt Wachstumsimpulse erkennen. Zwar werden weiterhin Verluste geschrieben, doch in Sachen Liquidität ist Cavendish gut aufgestellt.
Die ehemalige Konzernmutter Nel ASA befindet sich in einer ähnlichen Lage. Auch dort gibt es momentan nur kleine Fortschritte, welche über einen massiv gesunkenen Auftragseingang kaum hinwegtrösten können. Den Börsianern scheint aber die allgemein gute Stimmung auszureichen, um wieder neuen Mut zu schöpfen. Der Aktienkurs konnte nach langem Ringen die Marke bei 0,20 Euro endlich hinter sich lassen und mit Aufschlägen von 6,3 Prozent am Mittwochmorgen bis auf 0,24 Euro zulegen. Damit fehlt nicht mehr viel, um auch das 52-Wochen-Hoch bei 0,25 Euro zu überwinden. Die Zukunft scheint im ganzen Sektor so hell wie lange nicht mehr zu strahlen.
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