Liebe Leserin, Lieber Leser,
dass Bloom Energy und Oracle rund um die Energieversorgung von neuen Rechenzentren zusammenarbeiten, ist schon seit einer Weile bekannt. Bisher gab es dahingehend aber nur vergleichsweise kleine Vorhaben, die sich bestenfalls im Megawatt-Bereich abspielten. Das reichte bereits für eine ordentliche Rallye an den Märkten, aber noch nicht für den ganz großen Durchbruch auf operativer Seite. Eine eben solcher kündigt sich aber nach einer Ausweitung der Kooperation an.
Wie kürzlich bekannt wurde, plant Oracle mit Brennstoffzellen von bis zu 2,8 Gigawatt von Bloom Energy. Die werden zwar erstmal gar keinen Wasserstoff nutzen, da es davon schlicht nicht genug gibt. Für die Wasserstoffbranche wird das Ganze dennoch als positive Nachricht gewertet. Denn fähig werden die Systeme in jedem Fall dazu sein, irgendwann in Zukunft auch mit (grünem) Wasserstoff betrieben zu werden.
Bloom Energy legt schon los
Fest eingeplant wurden zunächst 1,2 Gigawatt und die Umsetzung seitens Bloom Energy hat wohl bereits begonnen. Es handelt sich mittlerweile also um sehr viel mehr, als nur bloße Träumereien. Nach einer eher lauen Phase im ersten Quartal treibt dies die Bloom Energy-Aktie in völlig neue Höhen. Zeitweise konnte das Papier in dieser Woche bei 229,55 US-Dollar ein neues Allzeit-Hoch markieren. Bei 213,84 Dollar zu Handelsschluss am Mittwoch bliebt noch ein üppiges Plus von rund 46 Prozent im Wochenvergleich.
Bloom Energy Aktie Chart
Gesetzt wird an der Börse natürlich darauf, dass es sich nur um den Anfang gehandelt hat. Denn neben Oracle bauen auch noch zahllose weitere Tech-Giganten munter neue Rechenzentren, bei denen ein großes Fragezeichen über der Versorgung steht. An manchem Standort mangelt es an Kapazitäten oder einem Anschluss an das öffentliche Netz. In beiden Fällen können Brennstoffzellen eine elegante Lösung darstellen.
Oracle im Aufwind
Auch die Aktie von Oracle steht derzeit mit Aufschlägen von 18,2 Prozent in den letzten fünf Tagen auf der Gewinnerseite, wenn auch aus anderen Gründen. Überzeugen konnte das Unternehmen mit neuen KI-Systemen. Fusion Agentic Applications sollen eine „neue Klasse von Unternehmensanwendungen“ bieten, wie das Unternehmen auf seiner eigenen Webseite mitteilen ließ. Damit zeichnet das Unternehmen auch ein wenig den Weg in eine Zeit vor, in der sich massive Investitionen auszahlen werden.
Die Sorgen darüber, dass Oracle sich mit gigantischen Investitionen verheben könnte, rücken etwas in den Hintergrund. Das ist für Bloom Energy eine gute Nachricht. Denn in einem Szenario, in dem Oracle unter dem Gewicht seiner Ausgaben einstürzen würde, würde freilich auch Verträge zu Brennstoffzellen in Frage stellen. Je besser es Oracle geht, desto besser ist es also auch für den Aktienkurs von Bloom.
FuelCell Energy im Windschatten
Auch bei FuelCell Energy spielen KI-Rechenzentren eine größere Rolle, spätestens seit man im Januar ein 450-Megawatt-Projekt mit SDCL verkünden konnte. Seither gab es zwar keine Neuigkeiten mehr und der Umfang bleibt hinter dem Bloom-Oracle-Deal dezent zurück. An den Börsen scheinen die Anleger aber bereits darauf zu wetten, dass FuelCell ähnlich gute Neuigkeiten bevorstehen könnten. Vermuten lässt dies zumindest der Aktienkurs, welcher den Windschatten nutzte und sich im Wochenvergleich um 17,5 Prozent auf 7,53 Dollar verbessern konnte. Der zunehmende Einsatz von Brennstoffzellen in Rechenzentren scheint bei Wasserstoff-Aktien völlig neue Perspektiven zu ermöglichen.
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