Liebe Leserin, Lieber Leser,
nach einer schwer beeindruckenden Rallye machte sich im Chipsegment vor dem Wochenende eine deutliche Gegenbewegung bemerkbar. Nicht nur bei Intel, AMD und Konsorten waren Gewinnmitnahmen zu sehen. Das Ganze schwappte auch ein Stück weit auf den Wasserstoff- bzw. Brennstoffzellensektor über. Dort stand die Bloom Energy-Aktie unter Druck, welche zuvor schwer von Großaufträgen und Zukunftsfantasien rund um das Thema KI-Rechenzentren profitieren konnte.
Nun scheint es erste zarte Zweifel daran zu geben, dass die Bullen es vielleicht etwas zu weit getrieben haben könnten. Auslöser dafür waren zu nicht unwesentlichen Teilen ausbleibende Fortschritte bei Friedensverhandlungen im Nahen Osten. Das treib Befürchtungen um eine höhere Inflation an, was die Zinsen und damit die Kapitalkosten im Wasserstoffsegment ansteigen lassen könnte. Auch wenn es bisher nur eine böse Vorahnung sein mag, so reicht es doch aus, um Gewinnmitnahmen zu provozieren.
Bloom Energy bleibt stark
Im Falle von Bloom Energy gab der Kurs am Freitag um 9,1 Prozent bis auf 275,95 US-Dollar nach. Das sieht im ersten Moment natürlich ein wenig dramatisch aus. Es rüttelt bislang aber noch nicht am generellen Aufwärtstrend, welcher seit Jahresbeginn für Kurssteigerungen von knapp 220 Prozent sorgte. Darin ist der kleine Rückschlag vom Freitag bereits berücksichtigt.
Bloom Energy Aktie Chart
Ob wir es hier nun schon mit einer Einstiegschance zu tun haben, ist eine Frage für sich. Merklich gebessert hat sich die Marktstimmung zu Wochenbeginn noch nicht. Fundamental bleibt Bloom Energy aber auf Wachstumskurs und der Energiehunger der Rechenzentren hat auch noch nicht nachgelassen. Es bleibt damit die Hoffnung, dass der jüngste Auftrag im Gigawatt-Bereich nicht der letzte seiner Art bleiben wird.
Nel ASA drängt sich vor
Während Rechenzentren erst einmal in den Hintergrund rücken, scheinen größere Sorgen um die Energiesicherheit in Europa für Aufwind im Bereich der Elektrolyseure zu sorgen. Je länger der Konflikt im Nahen Osten anhält und je höher die Ölpreise getrieben werden, desto akuter wird auch der Bedarf Europas nach alternativen Lösungsansätzen. Das mag eine Rolle dabei gespielt haben, dass die Nel ASA-Aktie wieder in den grünen Bereich huschte.
Die positive Entwicklung setzte sich heute Morgen mit Aufschlägen von 1,3 Prozent fort und der Kurs landete zum Vormittag bei respektablen 0,31 Euro. Im historischen Vergleich ist das noch immer nicht allzu viel. Doch die Aktie notiert damit deutlich über Kursen, die noch vor wenigen Wochen oberhalb des 52-Wochen-Hochs lagen. Nicht zuletzt aufgrund einer neuen Generation an Elektrolyseuren, welche Investitions- und Betriebskosten deutlich senken sollen, entstehen in Norwegen momentan frische Fantasien.
Plug Power kann sich sehen lassen
Ein wenig zwischen den Stühlen sitzt gerade Plug Power. Der US-Konzern ist eine nicht zu ignorierende Größe bei der Elektrolyse, rechnet sich aber auch Chancen mit Blick auf den KI-Boom aus. Passend dazu gab es beim Aktienkurs zuletzt keine klare Richtung mehr. Am Freitag trat der Kurs weitgehend auf der Stelle und im vorbörslichen Handel am Montag waren auch keine dramatischen Änderungen zu sehen. Eingependelt hat der Kurs sich aber auf einemausgesprochen hohen Niveau. Der letzte Schlusskurs lag gut 90 Prozent über jenem von Anfang Januar. Die positive Tendenz im Segment bleibt erhalten, und das sowohl in sachen Elektrolyseure als auch mit Blick auf Brennstoffzellen. Für Plug Power sind beide Bereiche nicht uninteressant.
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