Liebe Leserin, Lieber Leser,
im Nahen Osten entwickelt sich eine Krise, welche das Potenzial mit sich bringt, nicht nur Europa in eine tiefe Rezession mit wieder steigenden Zinsen zu führen. Im Wasserstoffsegment wurden diesbezüglich aber durchaus auch Chancen erkannt. Schließlich ist nun offensichtlicher denn je, wie wichtig die Unabhängigkeit von Schwankungen bei den Preisen von fossilen Brennstoffen ist und der Ausbau von Wasserstoff sollte da in der Prioritätenliste der Politik vielleicht weiter nach oben rücken.
Allzu viel ist davon allerdings bisher nicht zu sehen. Stattdessen wird über Tankrabatte und dergleichen mehr diskutiert und an der Börse erinnert man sich an Risiken, die mit dem Irankrieg verbunden sind. Denn auch für die Wasserstoffkonzerne dürften die Kosten erst einmal steigen und es sind keine neuen Projekte in Aussicht, welche dies vielleicht etwas abmildern könnten.
Bloom Energy mit wechselhaften Kursen
Immer wieder treten dadurch auch unerfreuliche Neuigkeiten aus der jüngeren Vergangenheit in den Vordergrund. So etwa bei Bloom Energy, welches vor wenigen Wochen den geplatzten Ausbaue eines KI-Rechenzentrums von Oracle in Texas verdauen musste. Der Software-Konzern wehrte sich zwar gegen die Berichterstattung und ließ wissen, die weggefallenen Kapazitäten anderswo umsetzen zu wollen. Bloom Energy wird daran aber wohl nicht beteiligt sein.
Die Aktie reagierte auf das Ganze mit einer turbulenten Achterbahnfahrt. Nach einem anfänglichen Einbruch konnten die Bullen zunächst für eine Erholung sorgen, die aber ausgesprochen wackelig ausfällt. Am Freitag ging es spontan um knapp zehn Prozent auf 150,12 US-Dollar zurück und das 52-Wochen-Tief bei 180,90 Dollar scheint unerreichbar zu bleiben.
Bloom Energy Aktie Chart
Nel ASA spürt wieder Gegenwind
Nel ASA hatte keine derart erschütternden Neuigkeiten im Gepäck und konnte zeitweise von frischen Fantasien profitieren. In der vergangenen Woche holten die Käufer weit aus und ließen den Aktienkurs zeitweise bis auf 0,22 Euro steigen. Da roch es schon ein klein wenig nach Comeback. Doch die zunehmenden Sorgen an den Gesamtmärkten ließen sich letztlich nicht ignorieren. Bis zum Wochenende löste die keine Erholung sich wieder in Luft auf.
Dort machten die Bären dann heute Morgen einfach weiter. Obschon die Stimmung sich im Handel am Mittag deutlich besserte, nachdem US-Präsident Donald Trump von „sehr guten Gesprächen“ über den mittleren Osten berichtete und eine 5-tägige Feuerpause verkünden ließ, reichte es bei Nel ASA nicht für grüne Vorzeichen. Am frühen Nachmittag notierte die Aktie mit 0,193 Euro noch immer knapp unterhalb ihres letzten Schlusskurses. Das erneute Durchbrechen der Linie von 0,20 Euro dürfte bei den Anteilseignern für Frustration sorgen.
ThyssenKrupp Nucera backt kleinere Brötchen
Dezent enttäuscht sind auch die Anteilseigner von ThyssenKrupp Nucera, nachdem das Unternehmen seine Prognosen zuletzt deutlich nach unten korrigierte und nun auch im besten Fall keine schwarzen Zahlen mehr im laufenden Geschäftsjahr erwartet. Der maßgebliche Grund dafür sind die Kosten für Wasserstoff, die wohl noch höher als ohnehin schon erwartet ausfallen. Der Irankrieg könnte dies noch weiter verschärfen, weshalb die Anteilseigner über die jüngsten Ankündigungen Trumps sichtlich erfreut waren. Der Aktienkurs verbesserte sich heute um 3,7 Prozent bis auf 8,04 Euro am Nachmittag. Die jüngsten Rückschläge sind damit allerdings noch lange nicht verdaut. Es bleib bei Verlusten von 11,3 Prozent auf Monatssicht.
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