Liebe Leserin, Lieber Leser,
viele Anleger würden Wasserstoff-Aktien vielleicht gerne mehr Vertrauen schenken. Doch es fehlt schon seit Jahren an der einen Nachricht, welche endlich den großen Durchbruch mit sich bringen könnte. Wasserstoff-Autos haben sich zu einem mittelschweren Flop entwickelt. Bei Lkws sorgte Nikola mit seiner spektakulären Pleite für die bislang größten Schlagzeilen und im Stahlsegment sorgt die Umstellung bislang eher für Belastungen denn sprudelnde Gewinne. Ihr Heil scheinen die Wasserstoff-Unternehmen da wohl erst einmal woanders suchen zu müssen.
Dafür bieten sich Segmente mit einem unstillbaren Stromhunger an, der im Zweifel auch abseits der Stromnetze bedient werden will. Zu finden sind entsprechende Kunden im KI-Segment. Neue Rechenzentren sprießen wie Pilze aus dem Boden und die Betreiber haben nicht die Geduld, auf den Anschluss an das öffentliche Stromnetz zu warten. Denn das kann in ungünstigen Fällen schon mal ein Jahrzehnt oder länger dauern. Brennstoffzellen hingegen sind relativ schnell einsatzbereit. Dass der produzierte Strom etwas teurer ist, tangiert die Tech-Giganten derzeit nur peripher.
Bloom Energy kann wieder punkten
Wenn es um die Stromversorgung per Brennstoffzelle geht, spielt Bloom Energy ganz vorne mit. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen bereits eine Partnerschaft mit Oracle verkünden. Darauf folgt nun ein Auftrag mit einem Volumen von schwindelerregenden 2,65 Milliarden US-Dollar mit American Electric Power. Gefragt sind Brennstoffzellen, welche ein KI-Zentrum in Wyoming befeuern sollen.
Die Anleger freuen sich nicht nur über den Auftrag an sich, sondern auch über damit verbundene Zukunftsaussichten. Bloom Energy stellt unter Beweis, dass die eigene Technologie eine echte Alternative zu kleinen Kernreaktoren, Wind, Sonne und anderen Erzeugungsarten darstellt. Da ist es nicht schwer vorstellbar, dass in Zukunft noch weitere Aufträge hereinflattern könnten. In freudiger Erwartung schickten die Bullen den Aktienkurs am Freitag um fast 30 Prozent in die Höhe.
Bloom Energy Aktie Chart
Plug Power und Nel ASA kommen ins Schwitzen
Es sind Neuigkeiten, von denen die Anteilseigner von Plug Power nur träumen können. Zwar kamen auch hier im vergangenen Jahr einige neue Aufträge herein und die Produktion erreichte neue Höchstwerte. Es reichte aber noch immer nicht annähernd, um das Unternehmen aus der Verlustzone herauszubefördern oder wenigstens einen Weg in die schwarzen Zahlen erkennbar zu machen. Eben deshalb ist auch die Sorge groß, dass mit weiteren Kapitalerhöhungen der Kurs weiter verwässert werden könnte. Den Grundstein dafür könnte Plug Power bereits Ende des Monats bei einer außerordentlichen Hauptversammlung legen. Im Vorfeld fällt die Stimmung angeschlagen aus; der Kurs gab am Freitag um 5,6 Prozent auf 2,19 Dollar nach.
Immerhin befindet sich Plug Power damit (noch) in einer technischen Aufwärtsbewegung, was sich von Nel ASA leider nicht behaupten lässt. Dort zeigen derzeit sämtliche Indikatoren nach unten und es verwundert schon fast, dass nach dem Durchkreuzen des letzten Supports bei 0,20 Euro nicht längst neue Rekordtiefs markiert wurden. Es scheint fast, als hätten selbst die Bären die Aktie schlicht vergessen. Denn Neuigkeiten gibt es schon seit einer Weile nicht mehr. Neue Aufträge tröpfeln bestenfalls herein, und das nicht in einer Größenordnung, welche eine grundlegende Wende vermuten lassen könnte. Ob KI-Fantasien für Bloom Energy langfristig gesund sind und die Bewertung noch vertretbar ist, sei dahingestellt. Doch wenigstens ein bisschen mehr Optimismus würde Nel zweifellos gut zu Gesicht stehen.
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