Wasserstoff-Aktien: Beiersdorf rüstet bei Tesa auf Wasserstoff um, Analysten sehen Chancen für Orsted, doch für ITM Power könnte es schwerer werden!...

In Zukunft will Tesa bei seinen Produktionsanlagen Wasserstoff statt Erdgas verwenden, allerdings könnten die Kosten in Zukunft ein Problem bleiben.

Auf einen Blick:
  • Beiersdorf arbeitet mit großzügiger Förderung am Einsatz von Wasserstoff bei Tesa.
  • Derweil rechnen Analysten sich Chancen beim Windkraftkonzern Orsted aus.
  • Das könnte für manchen Wasserstoffkonzern allerdings auch problematisch werden.

Liebe Leserin, Lieber Leser,

Wasserstoff spielt sich für den Geschmack vieler Anleger wahrscheinlich noch immer zu oft im Bereich der Theorie ab. Wirklich greifbare Beispiele für den heutigen Einsatz gibt es zwar, aber deren Anzahl ist begrenzt. Etwas anfangen dürfte auch der durchschnittliche Verbraucher aber damit, dass der Konsumgüterkonzern Beiersdorf bei der Herstellung von Tesa in Zukunft auf Wasserstoff setzen möchte. Wie der „NDR“ berichtet, ist im Laufe der kommenden zwei Jahre die Umstellung entsprechender Produktionsanlagen geplant.

Die Kosten bleiben allerdings eine schwierige Angelegenheit. Daher brauchte es auch eine Förderung der Hamburger Umweltbehörde in Höhe von 950.000 Euro, um das Ganze auf den Weg bringen zu können. Beiersdorf kann nun wohl nur darauf hoffen, dass die Preise für Wasserstoff in naher Zukunft nachgeben werden. Zunächst einmal gilt das Ganze aber als eine Art Leuchtturmprojekt und eine Gelegenheit, um die Nachhaltigkeit bei der Produktion von Klebefilm deutlich zu erhöhen.

Beiersdorf Aktie Chart

Orsted: Teure Zukunft?

Die Aussichten auf drastische Preissenkungen bei Wasserstoff sind momentan allerdings nicht allzu rosig. Zwar dürfte die mittlerweile zweite Gaskrise innerhalb von fünf Jahren unmissverständlich klarmachen, wie gefährlich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist. Die Analysten von Barclays erwarten sich davon aber vor allem Chancen für Unternehmen wie Orsted. Gerechnet wird damit, dass es hier im laufenden Jahr einige Erfolge bei Auktionen für neue Projekte geben dürfte, und das sowohl in Europa als auch in Asien und Australien.

Steigende Kapazitäten klingen erstmal auch für Wasserstoff nach einer guten Nachricht. Dass die Orsted-Aktie an Rückenwind gewinnt und zuletzt ihre Korrekturen aus dem März wieder vollständig ausgleichen konnte, hat aber auch etwas mit den Energiepreisen zu tun. Erwartet wird, dass durch höhere Ölpreise auch die Preise für Erneuerbare steigen. Das sorgt für mehr Interesse an neuen Projekten und damit im besten Fall auch für steigende Umsätze bei Orsted. Es könnte aber die Vorhaben anderer Unternehmen ein Stück weit torpedieren.

Muss ITM Power tiefer in die Tasche greifen?

Die Entwicklungen bei den Öl- und Gaspreisen bleiben für das Wasserstoffsegment ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite könnte sich dadurch die Differenz zu Wasserstoff verringern, was dessen Attraktivität erhöht. Doch auf der anderen Seite legen auch die Kosten für andere Energieformen zu, welche zur Erzeugung von Wasserstoff in rauen Mengen benötigt werden. Insbesondere bei langfristigen Preissteigerungen könnte es da ungemütlich werden und ohne einen plötzlichen Nachfragesprung entstehen Fragezeichen über bisherigen Prognosen.

Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass Wasserstoff-Aktien weiterhin nicht recht in neue Höhen finden. ITM Power etwa kratzte gestern noch an der Marke von 0,76 Euro, folgte heute Morgen aber schon wieder dem Markttrend und ging bis auf 0,70 Euro am Mittag zurück. Bullen und Bären scheinen hier weitgehend im Gleichgewicht zu bleiben.

Eine historische Chance?

Latente Sorgen um Energiekosten könnten sich letztlich nur als vorübergehendes Phänomen erweisen. Viel wichtiger könnte aber sein, wie die Politik auf die aktuelle Lage langfristig reagieren mag. Denn spätestens jetzt dürfte auch mancher Vertreter von Technologieoffenheit verstehen, dass Europa sich auf Gaslieferungen vielleicht nicht allzu sehr verlassen kann. Es wäre ja möglich, dass dadurch auch im größeren Rahmen ein Umdenken stattfindet. Je länger der Krieg im Nahen Osten andauert und je größer der Leidensdruck aufgrund hoher Gaspreise wird, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Europa in Sachen Wasserstoff mehr Tempo machen wird.

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