Liebe Leserin, Lieber Leser,
der Ölpreis näherte sich heute Morgen zeitweise der als kritisch geltenden Linie von 120 US-Dollar je Barrel und die Stimmung an den Börsen hängt weiterhin auf Halbmast. Minimale Zugewinne im DAX können über vorherige Verluste nicht weiter hinwegtrösten. In diesem Umfeld sind auch im Wasserstoffsegment keine grandiosen Kurssprünge zu erreichen. Hier und dort ergibt sich aber ein vergleichsweise entspanntes Bild.
Die Ballard Power-Aktie etwa stand in der zurückliegenden Woche zwar unter Druck und fiel bis auf 2,39 US-Dollar zum Wochenende zurück. Dort angekommen notierte sie aber noch immer knappe acht Prozent höher als zu Monatsbeginn und heute waren im vorbörslichen Handel schon wieder grüne Vorzeichen zu sehen. Zehren kann das Papier vor allem von den Zahlen, die bereits vor rund zwei Wochen vorgestellt wurden.
Ballard Power auf dem Weg
Auf den ersten Blick waren die Ergebnisse nicht einmal überwältigend. Einmal mehr musste Ballard Power Verluste erleiden, die sich auf Jahressicht auf 0,30 Dollar je Aktie beliefen. Allerdings konnten damit die Erwartungen der Analysten knapp übertroffen werden. Das traf auch auf den Umsatz zu, der sich von 69,7 auf 99,4 Millionen Dollar verbesserte. Nachdem die Kanadier ihren Fokus neu gesetzt haben, scheinen sie also auf dem richtigen Weg zu sein.
Ballard Power Aktie Chart
Dass die derzeitige Krise dem nicht weiter im Wege steht, ist vielleicht nicht allzu verwunderlich. Denn auch wenn steigende Energiepreise die Kosten für Ballard Power durchaus steigern könnten, so sind höhere Preise für fossile Energieträger letztlich auch ein gewichtiges Argument für Brennstoffzellen. Dadurch besteht unter Anlegern zumindest die Hoffnung darauf, dass die Nachfrage infolge des Irankriegs noch spürbar anziehen könnte.
Licht und Schatten bei Plug Power
Ähnliche Überlegungen sind vielleicht auch bei Plug Power nicht ganz Fehl am Platz. Dort wurden für die kommenden Jahre maßgebliche Verbesserungen in Aussicht gestellt. Anstelle von Wachstum um jeden Preis steht die Profitabilität sehr viel mehr im Vordergrund. Bis zum Jahr 2028 soll der Sprung in die schwarzen Zahlen gelingen. Hilft eine Krise bei fossilen Energieträgern dabei, dieses Ziel auch zu erreichen, soll es die Anteilseigner nicht stören.
Momentan steht die Plug Power-Aktie allerdings noch unter dem Eindruck juristischer Streitigkeiten. Gleich zwei Sammelklagen werden dem Unternehmen vor, hinsichtlich der Aussichten auf einen Kredit durch das US-Energieministerium vielleicht nicht ganz ehrlich gewesen zu sein. Mögliche Entschädigungen könnten zu unschönen Belastungen führen. Trotz dieses Damoklesschwertes hält die Aktie sich aber wacker oberhalb von 2 Dollar. Am Wochenende reichte es für 2,18 Euro auf der Anzeigetafel.
Linde als Krisengewinner?
Dass Linde von der aktuellen Krise profitieren könnte, davon gehen die Analysten der DZ Bank fest aus. Allerdings ist dafür nicht das Engagement des Unternehmens bei Wasserstoff verantwortlich. Viel mehr setzen die Börsenprofis darauf, dass das Heliumgeschäft aufgrund einer Verknappung an den Märkten wieder merklich anziehen könnte. Das reicht aus, um das Kursziel von 460 auf 480 Dollar steigen zu lassen. Die Anleger sind dem weit voraus; der Aktienkurs lag zu Handelsschluss am Freitag bereits bei 491,12 Dollar. Zumindest scheint es für die jüngste Rallye nun aber eine Rechtfertigung zu geben. Sollten die Ölpreise länger auf ihrem jetzigen Niveau verbleiben oder noch weiter zulegen, so dürfte auch bei Linde das Wasserstoffgeschäft früher oder später neu bewertet werden.
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