Warner Bros. Discovery (A) Aktie: Einigung in Sicht

Symbolbild, KI-generiert

Paramount Skydance soll sich mit klagenden US-Staaten verständigt haben. Die Warner-Übernahme für 110 Milliarden Dollar könnte näher rücken.

Auf einen Blick:
  • US-Bundesstaaten geben Widerstand offenbar auf
  • Aktie nähert sich 31-Dollar-Übernahmepreis
  • Paramount sagt 1,5 Milliarden Dollar zu
  • Tägliche Gebühr ab 30. September

Die letzte große Hürde für die Übernahme durch Paramount Skydance scheint zu fallen. Nach Angaben, die sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beziehen, haben sich Paramount Skydance und mehrere klagende US-Bundesstaaten über das Wochenende auf eine Einigung verständigt. Vier Bundesstaaten, die zuvor die Konditionen mit Kalifornien nicht mittragen wollten, sollen ihren Widerstand aufgegeben haben.

Die Aktie reagierte bereits am Montagmorgen mit einem deutlichen Kurssprung im vorbörslichen Handel und näherte sich damit dem vereinbarten Übernahmepreis von 31,00 Dollar pro Aktie deutlich an.

Kalifornien als Knackpunkt

Im Zentrum der Verhandlungen stand zuletzt ein Zugeständnis von Paramount: eine Investitionszusage von 1,5 Milliarden Dollar für Film- und Fernsehproduktion in Kalifornien. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta führt die Koalition von zwölf Bundesstaaten an, die im Juli Klage gegen den Zusammenschluss eingereicht hatte.

Die Gespräche drehten sich um verbindliche Zusagen zum Erhalt von Studiobetrieb im Bundesstaat, ergänzt durch mögliche Vertragsstrafen, falls Produktionsziele nach Abschluss der Fusion verfehlt werden.

Nicht alle Bundesstaaten der Koalition zogen bislang mit. New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James und Connecticut forderten zusätzliche Schutzrechte für Beschäftigte, bevor sie einer Lösung zustimmen wollten. Die aktuellen Berichte deuten nun darauf hin, dass auch dieser Widerstand über das Wochenende gebrochen wurde.

Der Zeitdruck wächst

Der Deal hat einen eingebauten Beschleuniger: Ab dem 30. September 2026 läuft eine tägliche „Ticking Fee“ — eine zusätzliche finanzielle Belastung, die beide Seiten zu einer schnellen Lösung der rechtlichen Hürden drängt. Das erklärt auch, warum sich die Verhandlungen in den vergangenen Tagen sichtbar beschleunigt haben.

Die offizielle Bestätigung der Einigung wurde für den Verlauf des Montags erwartet. Weder Paramount Skydance noch Warner Bros. Discovery äußerten sich zunächst dazu.

Sollte die Einigung wie berichtet zustande kommen, wäre eine der letzten verbliebenen Hürden für einen der größten Deals in der Geschichte Hollywoods beseitigt. Die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme rückt damit in greifbare Nähe zum Abschluss.

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