Walmart-Aktie: Rezessionsindikator schlägt Alarm!

Ein von Jim Paulsen entwickelter Indikator, der die Performance von Walmart gegen Luxusgüter misst, erreicht ein Rekordhoch und deutet auf wachsenden wirtschaftlichen Stress bei US-Haushalten hin.

Auf einen Blick:
  • Walmart Recession Signal erreicht höchsten Stand seit Finanzkrise 2008-09
  • Walmart-Aktie steigt um 10,9 Prozent, während Luxusindex um 14,8 Prozent fällt
  • Indikator warnte bereits vor den vergangenen vier US-Rezessionen
  • Analyst sieht wachsenden Druck auf niedrige und mittlere Einkommensgruppen

Die Aktie von Walmart verzeichnet in diesem Jahr ein Plus von 10,9 Prozent, während der S&P Global Luxury Index im gleichen Zeitraum um 14,8 Prozent gefallen ist. Diese Schere zwischen Discounter und Luxusgütern alarmiert den erfahrenen Anlagestrategen Jim Paulsen. Sein Walmart Recession Signal, kurz WRS, misst genau dieses Verhältnis und nähert sich nun dem höchsten jemals gemessenen Wert aus der Finanzkrise 2008-09.

Walmart Inc. Aktie Chart

Konsumenten weichen auf günstige Anbieter aus

Der Indikator basiert auf einer simplen Beobachtung: Wenn Verbraucher verstärkt bei Discountern einkaufen und teure Marken meiden, könnte dies auf wirtschaftliche Belastungen hindeuten. „Der WRS rät zunehmend zur Vorsicht bezüglich der US-Wirtschaft, da sich die Einzelhandelskäufe in Richtung Discounter verschieben“, schreibt Paulsen in seinem aktuellen Newsletter. Dies deute darauf hin, dass sich der Druck auf Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen aufbaue.

Paulsen verweist darauf, dass der Indikator vor den vergangenen vier Rezessionen in den USA gewarnt habe. Der jüngste Anstieg signalisiere, dass wirtschaftlicher Stress „vom unteren Teil der Einkommensverteilung“ ausgeht. Zudem könnte dies auf wachsende Probleme an den privaten Kreditmärkten hinweisen.

Arbeitsmarkt könnte verzögert reagieren

Besonders interessant erscheint Paulsens Beobachtung zum Arbeitsmarkt. In den späten 1990er Jahren sei der WRS „deutlich gestiegen, lange bevor die Arbeitslosenquote schließlich in die Höhe schoss“. Dies lässt vermuten, dass die aktuellen Warnsignale sich möglicherweise noch nicht in den Beschäftigungszahlen widerspiegeln.

Trotz der alarmierenden Signale bleibt Paulsen in seiner Einschätzung differenziert. Er rechnet zwar nicht mit einer Rezession in diesem Jahr, zeigt sich aber zunehmend überzeugt, dass eine deutliche Verlangsamung der Wirtschaft im Gang ist. Diese dürfte letztlich zusätzliche wirtschaftspolitische Maßnahmen und niedrigere Zinsen erfordern, um gestoppt zu werden.

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